Jerusalem- Eine Sensation, im Zusammenhang mit dem jüngst durch die USA bekanntgegebenen Verzicht zum Aufbau eines Raketenschilds in Polen und Tschechien, veröffentlichte am Montag die israelische Zeitung "Maariv". In ihrem Bericht schreibt das Blatt, dass der israelische Präsident Shimon Peres der Verfasser des Plans war, der Grundlage für den Rückzieher Obamas aus Osteuropa gewesen sei. Laut "Maariv" habe sich Shimon Peres tam 18. August mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Sotschi getroffen, um genau über einen solchen Verzicht der USA auf ein Raketenabwehrsystem in Europa zu verhandeln und über etwaige Gegenleistungen Moskaus zu sprechen. Auf solche Gegenleistungen musste man dann auch nicht lange warten. Schon kurz nach der Bekanntgabe des Verzichtes der USA auf den Schild, verkündete dann auch Russland auf die Stationierung von Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander, nahe der polnischen Grenze bei Kaliningrad, zu verzichten. Gleichwohl habe Moskau sich bereit erklärt die Sanktionen gegen den Iran verschärfen um das Land zu zwingen, ihr Atomprogramm einzufrieren.

Die israelische Tageszeitung behauptet ebenso, dass Shimon Peres schon seit mehr als einem Jahr an einem Plan der früheren amerikanischen und russischen Präsidenten - George W. Bush und Wladimir Putin feilte. Dann aber seien auch seine Bemühungen gescheitert, weil die Bush-Regierung offensichtlich nicht an dieser Art von Lösung interessiert war. "Maariv" schreibt weiter, dass Peres bereits seinen Plan dem damaligen Präsidentschafts-Kandidaten Barack Obama bei seinem Besuch in Israel päsentiert habe. Die Vorschläge haben Obama gefallen und man habe vereinbart nach seinem Amtsantritt im Weißen Haus, die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
Für israelisch- russische Bewegungen in wichtigen Fragen sprach ebenso ein Nacht- und Nebel Besuch des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu vor einigen Tagen in Moskau, wo höchstwahrscheinlich der Peres Plan besprochen wurde. Mit ungeheurer Selbstsicherheit kündigte Dmitri Medwedew schon kurz darauf vor der Presse an, dass Israel nicht die Absicht habe die iranischen Atomanlagen anzugreifen. "Maariv" schrieb hierzu, dass diese Art von Engagement zu tiefem Groll in israelischen Militärkreisen führe. Denn man glaube, dass eine Kampagne gegen den Iran, alle Optionen, einschließlich der militärischen, offenlasse solle.
So darf man mit Ruhe davon ausgehen, dass es keinen neuen Schmusekurs der USA mit Russland gibt, sondern lediglich das Resultat eines Geschäftes zwischen den beiden Großmächten, dass im Ergebnis mit friedlichen Mitteln verhindern soll, dass entweder der Iran oder Israel irgendwann mit Atomwaffen "experimentieren" könnten.
Copyright © 2009 Polskaweb News
Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum
Top Artikel
Neuere Artikel
Beliebte Artikel dieser Kategorie |
|
|
Benutzerkommentare  |
|
Durschnittliche Benutzerbewertung
|
|
Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
|
Obama .............
Geschrieben von: Sven M. () am 23-09-2009 13:19