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Türsteher hackt Gast die Hand ab E-Mail
Mittwoch, 17. März 2010


Nachtleben PolenKrakau - Zwischen hübschen und leicht gekleidete Mädchen, Champagner und bunten Cocktails fühlte sich der 27-jährige Marcin die halbe Nacht wohl, doch als es ums Bezahlen ging, wollte er sich drücken, was tragisch für ihn endete. Ein Türsteher hackte ihm mit einer Machete die rechte Hand ab nachdem der angebliche Zechpreller versucht hatte mit Gewalt das Rotlicht- Etablissement zu verlassen. Ärzte operierten die ganze Nacht, um dem Opfer die Hand zu retten. 

Marcin C. war, wie er selbst bestätigte, nicht zum ersten Mal in dem "gemütlichen" Nachtclub in Krakau. Angebliche arbeite er die ganze Woche hart und suche an den Wochenenden in solchen Einrichtungen Entspannung. Stöhnend erzählte er auf seinem Krankenbett von der Tragödie welche ihn getroffen habe. Ein Hubschrauber hatte ihn und seine Hand schon kurz nach der Tat in eine Spezialklinik ins niederschlesische Trzebnica geflogen, wo es Ärzten gelang, die abgehackte Hand wieder anzunähen.

Der 33-jährige Türsteher Marek K. sitzt derweil in Untersuchungshaft und kann nur hoffen, dass sein Opfer die Sache überlebt, denn in der Nacht zum Mittwoch hat sich sein Zustand verschlechtert, meldete das Krankenhaus und bittet um Blutspenden unter Angabe seiner Blutgruppe. K. muss nun zumindest mit einer Anklage wegen versuchten Todschlages rechnen, worauf polnische Gerichte mit bis zu 10 Jahren Gefängnis antworten. Die Aussagen von Täter und Opfer widersprechen sich allerdings deutlich. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass es aus anderen Gründen denn einer unbezahlten Rechnung zu der bewaffneten Aggression gekommen war.

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