Washington - Polen hat´s wirklich nicht leicht. Erst sterben wichtigste Köpfe der Nation inklusive des Staatspräsidenten bei einem dubiosen Flugzeugabsturz in Russland, dann wird das Land durch ein "Jahrtausendhochwasser" angegriffen und jetzt behaupten auch noch die Amerikaner, dass Polen in der Nachkriegszeit einen Mini- Holocaust an Juden veranstaltet habe und dadurch hauptverantwortlich für die Gründung Israels sei. Dies sieht zumindest Washington-Post Kolumnist Richard Cohen so, der sich in der Dienstags- Ausgabe des Blattes dazu aufgerufen sah, die bösen Worte der jetzt in Rente geschickten "White House" Berichterstatterin Helen Thomas, Versäumnisse hinzuzufügen, die erklären sollen wer überhaupt für die Enstehung Israels verantwortlich war. Thomas hatte die jüdische Welt während eines Interviews mit dem Vorschlag geschockt, dass alle Juden doch Palästina verlassen und in ihre Häuser in Polen und Deutschland zurückehren sollen. Richard Cohen übernahm es deshalb, die Welt und die lästernde Reporterin über die "wahren" Hintergründe der Schaffung Israels aufzuklären.
Washington Post: "Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten viele polnische Juden versucht "nach Hause" zu gehen. Dies führte zu der Ermordung von etwa 1.500 von ihnen. Nicht aber etwa von den Nazis umgebracht, sondern durch Polen, die einerseits aus ethnischem Hass und andererseits aus Furcht ihre gestohlenen Immobilien zu verlieren, diese Menschen töteten. Der "Mini-Holocaust", der dem eigentlichen Holocaust folgte ist kaum bekannt, spielte aber eine übergroße Rolle bei der Gründung des Staates Israels. Er war das Schicksal der Juden in den Lagern für "Displaced Persons" (DP Camps) in Europa. Ihre Lage war prekär und man wusste, dass sie immer noch ermordet wurden. US Präsident Harry Truman unterstützte zwar die jüdische Einwanderung nach Palästina, aber nur wenn die Zeit für einen neuen Staat ausgereift war".
"Gerüchte über einen jüdischen Ritualmord in der polnischen Stadt lösten ein Pogrom aus, bei dem 42 jüdische Überlebende des Holocaust ermordet wurden. Solche Pogrome gab es aber nicht nur in Kielce, einem der Beispiele warum Juden nicht mehr nach Hause gingen. Im polnische Ostroleka, wo meine Mutter geboren worden war, war z.B. ein Jude der Auschwitz überlebt hatte. Er wurde ermordet, nachdem irgendjemand erzählt hatte, dass er gekommen war um sein Geschäft zurückzugewinnen. In weiten Teilen Osteuropas, fürchtete Juden um ihr Leben. Aus diesem Grund tauchten diejenigen die sich auf den Heimweg gemacht hatten schon bald in den DP-Lagern wieder auf. Sie suchten ironischerweise Sicherheit in Deutschland. Einige von den Lagern standen unter dem Kommando von General George S. Patton, ein großer Mann auf dem Bildschirm, ein verächtliches Bigot im wirklichen Leben".
"In seinem Tagebuch vertraute Patton seinen Nachkommen an, was er über Juden gedacht hatte. "Manche könnten glauben, dass die Displaced Personen Menschen sind. Nein, die Juden sind niedriger als Tiere." Patton hatte gefühlt, dass die Juden unter bewaffneter Bewachung gehalten werden müssen, da sie sonst fliehen und sich "wie die Heuschrecken" übers Land verteilen würden. Dann müsse man sie wieder aufspüren und einige von ihnen erschiessen, weil sie "unschuldige" Deutsche ausgeraubt und ermordet hätten. Für die überlebenden Juden aus Osteuropa, gab es keinen Weg nach Hause - und kein Sitzfleisch. Europa war ihnen feindlich gegenüber und nicht im geringsten erschüttert oder traurig über das, was gerade erst passiert war. Selbst das amerikanische Militär in der Person des scheußlichen Patton schien feindlich".
"Für die meisten Holocaust- Überlebenden war Amerika auch nicht in Frage. Die Vereinigten Staaten, im Griff eines fieberhaften Antikommunismus und bereits unempfänglich für Einwanderer, verwaltete ein straffes Quotensystem. Als die jüdischen DPs befragt wurden ob sie nach Palästina gehen wollen, sagte eine überwältigende Mehrheit ja. Sie wussten das Leben würde nicht einfacher werden, aber sie wären relativ sicher unter den eigenen Leuten." Cohen berichtet an dieser Stelle auch von der polnischen Jüdin Branda Kalk, die im Jahre 1942 ihren Mann durch die Deutschen verloren hatte. Sie floh nach Osten bis Russland, wo sie bis zum Ende des Krieges verweilte. Als sie in ihren Heimatort in Polen zurückkehrte hatte dort ein Pogrom stattgefunden, bei dem der Rest ihrer Familie ausgelöscht worden war".
"Ich will nach Palästina. Ich kenne die dortigen Verhältnisse. Aber wo in der Welt ist es gut für Juden? Früher oder später müssen sie leiden. In Palästina kämpfen Juden zumindest gemeinsam für ihr Leben und ihr Land" - zitiert Cohen die spätere Aussage von Frau Kalk vor Mitgliedern der UN-Untersuchungskommission."
Redaktion:
Wir wissen bereits von Jedwabne, Kielce und anderen Orten an denen Juden durch polnische Nachbarn, Banditen oder Milizen getötet worden waren. Rechtsnationale Polen versuchen immer noch diese Verbrechen den Deutschen anzulasten, wie es ihre Kollegen in Russland mit Katyn ebenso weiterhin tun. Wir wissen aber auch, dass es nicht nur in Polen, sondern in fast ganz Osteuropa Pogrome an Juden gab, die bei den Nürnberger Prozessen allerdings auf der deutschen Schuldliste erschienen und entsprechend bestraft wurden. Was wir aber nicht wussten ist die Erkenntnis, dass auch Amerikaner, die ja eigentlich nur darauf spezialisiert waren deutsche Soldaten schlecht zu "behandeln", Antisemitismus an den Tag legten und vielen Juden durch Quoten die Einreise in die USA verweigerten.
Wie ist aber dann zu werten, dass die Helfer des Holocaustes, wie z.B. die Trawnikis, solche Quotenregelungen so einfach umgehen konnten, sich als DPs in alliierten Lagern herumtrieben um anschliessend in den USA problemlos aufgenommen werden ? Hiess es nicht zuletzt auch, dass der jetzt in München vor Gericht stehende Ex- Trawniki Demjanjuk noch nach dem Kriege einen Juden in der bayerischen Hauptstadt angeblich mit einem LKW getötet haben soll ? Was denn für ein LKW ? Vom Militär ? Oder war es vielleicht eher eine Drahtschlinge ?
Copyright © Polskaweb News
Unterstützen Sie Polskaweb
Top Artikel
Neuere Artikel
Beliebte Artikel dieser Kategorie |
|
|
US-Antisemitismus
Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 10-06-2010 23:37