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Merrill Lynch : Ein Euro für 2,69 polnische Zloty

Veröffentlicht in : Nachrichten, Wirtschaft




Wechselkurs polnische ZlotyNew York - Einen überraschenden Bericht lieferte am Mittwoch die Investment Bank und "Bank of America" Tochter Merrill Lynch nach ihrer Bewertung von Währungen in den Schwellenländern. Hiernach sei die polnische Währung extrem und am meisten von allen unterbewertet. Analysten des Bankhauses sprechen in diesem Zusammenhang von einem echten "Fair Value" von 2,69 Zloty pro Euro und 2,02 zl für einen Dollar. In den letzten Monaten musste man für den Euro zwischen 4,1 und 4,3 Zloty bezahlen., also laut Merrill Lynch regelmäßig etwa 1,5 zl zu viel. Dies ist mit Abstand die schockierendste Bewertung des Zloty seit 20 Jahren. Sie deckt sich auch nicht mit der offiziellen Prognose des gleichen Institutes zur Zukunft der polnischen Währung. Hier heisst es nämlich, dass der Zloty in allmähliche Aufwertung gerät, wonach er in den nächsten drei Monaten auf 3,85 und in 12 Monaten gar auf 3.55 für den Euro wächst. Über eine Prognose von rund 30 Prozent Wertsteigerung amüsieren sich aber selbst die Polen.

Starker Zloty schwächt polnische Wettbewerbsfähigkeit

Polnische Analysten sind sich zwar dahingehend einig, dass der Zloty in Zukunft an Wert zunehmen wird, glauben aber nicht, dass eine nennenswerte Steigerung so bald erreicht werden kann. Man ist zwar führende Wirtschaftsmacht unter den EU- Mitgliedern im Osten, aber gerade eine Aufwertung der Zloty hat dem Lande zuletzt sehr geschadet. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang an die Jahre 2007-08 als die polnische Währung sich gegenüber dem Euro stark zeigte und in Verbindung mit steigenden Immobilienpreisen und zweimal schnellerem Lohnwachstum gegenüber der Produktivität die anhaltende Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit Polens einleitete. Ein immer schwächer werdender Dollar konnte zuletzt aber nur das Lohn-Wachstum verlangsamen, nicht aber die aufgeschreckten Investoren zurückholen.

Polnische Nationalbank mit realistischer Prognose

Nicht mit einem solchen Optimismus besessen wie Investment- Broker Merrill Lynch ist die Polnische Nationalbank (NBP). In ihrer letzten Veröffentlichung beschrieb sie eine implizierte Schwächung des Zloty ab Anfang 2010. Geradezu depressiv deutet man auf eine weitere Verschlechterung von Leistungsbilanz und Kapitalverkehr hin. Hinzu kommen sich erhöhende steuerliche Risiken, ein anhaltend hohes Haushaltsdefizit sowie eine rasche Zunahme der öffentlichen Verschuldung.  Die NBP sieht deshalb zumindest die kurz- und mittelfristige Entwiclung des Zloty nicht sehr rosig und prognostiziert für Ende 2010 einen Wechsekurs von 1 : 4,50 zl zum Euro.

Auch falsche Prognosen schrecken ab

Die offizielle Merrill Lynch Prognose ist nach Lage der Dinge nicht realistisch, den Tatsachen entspricht aber schon eher, dass der polnische Zloty völlig unterbewertet ist. Gut tut es der Wirtschaft des Landes kaum, wenn man derartige Bewertungen veröffentlicht, denn dies schreckt weiterhin Investoren ab. Polen wird mit dem Status des Billiglohnlandes noch einige Jahre leben müssen, denn noch herrschen hier keine gleichwertigen Bedingungen und Sicherheiten wie z.B. in Wirtschaftsstandorten Deutschland, Österreich oder Frankreich. Die Investitionsbedingungen in Polen haben sich gar durch die Löcher bei den Banken eher verschlechtert denn verbessert. Hinzu kommt, dass das Land wirtschaftlich zwei ganze Jahre während der Kaczynski Regierung verloren hatte, die sich gegen die Privatsierung von Staatsbetrieben wandte. Damals konnte man Unternehmen wie den Energieriesen "Enea" leicht und nützlich verkaufen, heute wird man solche Betriebe, wenn überhaupt, nur noch zu Sonderkonzessionen los.

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Nur ein reicher Nachbar kann borgen

Geschrieben von: Rübezahl () am 19-11-2009 23:35

Nur ein reicher Nachbar kann borgen

Geschrieben von: Rübezahl am 19-11-2009 23:35

Als 1968 am Rhein über die Ostverträge gestritten wurde, mahnte ich Gelassenheit an. Ich behauptete sogar, daß Polen sich an den deutschen Ostgebieten wirtschaftlich verheben und dereinst bettelnd um Anschluß an das Deutsche Reich nachsuchen würde. 
 
Dabei bin ich überhaupt nicht antipolnisch eingestellt. Mir war aber schon damals klar, daß die Polen keinen einzigen verläßlichen Verbündeten hatten, der es ehrlich mit ihnen meinte. Nun ist der Fall eingetreten, daß Polen für seine ehemaligen Steigbügelhalter zum lästigen Schmuddelkind verkommen ist. Zur Erinnerung: 
 
Auf dem 1. Slawenkongresses 1848 in Prag wurde die Forderung erhoben " neben allen Türken aus Europa, alle Italiener vom Ostufer der Adria, alle Finnen an der karelischen Nase bei Petersburg und alle Deutschen östlich einer Linie Triest - Stettin zu vertreiben. 
 
Diese Forderungen des Slawenkongresses wurden von vielen Ernst genommen und löste Befürchtungen aus. Schärfsten Protest gegen diese Forderungen und Pläne formulierte u.a. Karl MARX. 1855 schrieb Karl MARX in der "Neuen Oder-Zeitung": "Panslawismus ist eine Bewegung , die ungeschehen zu machen" strebt , was eine Geschichte von tausend Jahren geschaffen hat , die sich nicht verwirklichen kann , ohne die Türkei , Ungarn und eine Hälfte Deutschlands von der "Karte Europas wegzufegen , die, sollte sie diese Resultate erreichen , ihre Dauer nicht sichern kann , außer durch die Unterjochung Europas ." 
 
Vor dieser Drohkulisse entstand das Deutschlandlied. So sind die Zeilen "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt, wenn es stets zum Schutz und Trutze, Brüderlich zusammenhält" entstanden. Mit diesen Zeilen setzte sich Hoffmann von Fallersleben gegen die Hegemonieansprüche Frankreichs dichterisch zu Wehr. Es ging also um die Verteidigung Deutscher Interessen gegen Hegemonieansprüche Dritter. 
 
Quelle: http://www.cdu- meinerzhagen.de/aktuelles/ index.html 
 
Warum haben die Polen denn 1989 nicht genau in die DDR geschaut, dort wurde doch mit beispielhafter Vielfalt demonstriert, wie ein Land wirtschaftlich verkommt, wenn Geld einen höheren Stellenwert erhält, als menschliche Arbeitskraft. Was habe ich die polnischen Familien auf ihren kleinen Höfen bewundertt; denn dort galt noch, was in der BRD bis 1960 galt: Mit Fleiß sättigt auch die kleine Scholle viele Mäuler. Früher, ohne Kredit, ernährten vier Kühe zwanzig Personen. Und heute schaffen es nicht einmal 200 Kühe, mit Kredit, um vier Personen satt zu machen. Nun hängt Polen mit vielen anderen in der Schuldenfalle. Außer den Vertriebenen hat keiner ein ehrliches Interesse zu helfen

 

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Da werde ich ein paar Euros investieren

Geschrieben von: T.B. Drängler () am 19-11-2009 10:28

Da werde ich ein paar Euros investieren

Geschrieben von: T.B. Drängler am 19-11-2009 10:28

Das klingt interessant... wie ich sehe kann man mit Polnischen Devisen sein Kapital verdoppeln. Werde mich mal die Tage zu Bank bewegen und mit ZL eindecken... Diese werden in der Zukunft bestimmt mehr wert haben wie der Dollar

 

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Donnerstag, 19. November 2009
 

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