Paris - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Vormittag in der französischen Hauptstadt Paris eingetroffen, wo sie an einer Militärparade zur Erinnerung an den 11. November 1918 teilnehmen wird. Wer weiss was diese Teilnahme einer deutschen Regierungschefin an einer französischen Siegerparade zum 1. Weltkrieg bedeutet, dem ist auch bekannt, dass an diesem Tage vor 91 Jahren, Deutschland aus innenpolitischen Gründen und dem Beitritt der USA zum ersten Weltkrieg einem Waffenstillstand zustimmen musste, der einer Kapitulation gleichkam und in der Folge durch unmenschliche Diktate und unerfüllbare Reperationsforderungen der Siegermächte auch die Weiterführung des Krieges ab 1939 durch Hitlers Aufstieg begünstigte. Eine schier unglaubliche Entscheidung der Kanzlerin, ausgerechnet heute auf der Champs Ellysee unter dem Triumphbogen ihren Sarkozy küssen zu wollen. Noch nie hat ein deutscher Regierungschef, aus verständlichen Gründen, an diesen Feierlichkeiten teilgenommen.
Ausgerechnet Frankreich, im Sinne des Begriffes "Siegermacht" eigentlich garnicht dazugehörend, da man seine Kriege mit dem Nachbarn Deutschland in der Regel verlor, feiert neben Russland und Polen immer noch pompös mit Militärparaden seinen Einsatz in Kriegen, an denen man auch nicht so ganz unschuldig war, wie man es heute in den deutsch-französischen Geschichtsbüchern darzustellen versucht. Verweisen sollte man hierzu auch auf die Beteiligung von Franzosen am Holocaust. Eine "Siegermacht" ist Frankreich aus deutscher Sicht also nur dahingehend, dass das Land nach beiden Kriegen wirtschaftlich und Gebietsmäßig vom Elend Deutschlands profitiert hatte. Umso unglaublicher ist nun die Entscheidung Merkels, aus solch einem Anlass nach Paris zu fahren und nicht nur sich, sondern auch die Deutschen lächerlich zu machen.
Angela Merkel macht solche undeutschen Schritte nicht zum ersten Mal und man darf auch ihr Schweigen zu den zivilen und mysteriösen deutschen Massengräbern in Polen, wie zuletzt in Marienburg, nicht vergessen, worüber sich allerdings mehr das Ausland denn die Deutschen wunderten. Die Frage ob Angela Merkel selbstsüchtig und sogar antideutsch handelt, kann sich somit eigentlich jeder leicht beantworten. Den traditionellen französischen- und auch polnischen Verlangen nach demütigender Schwächung des starken Nachbarn Deutschlands, befriedigt zwar heute nur noch eine Handvoll Deutscher, aber diese sitzen ausgerechnet in der Spitzen der sog. Volksparteien. Dass hierzu sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört, scheint ihr persönlich sehr wichtig zu sein. Statt der eigenen Kriegstoten zu gedenken, feiert sie gegen jegliche Moral die Niederlage des eigenen Landes. Das kann für sie kräftig nach hinten losgehen. Als gute "deutsche" Politikerin wird sie jetzt auf jeden Fall jetzt ein Fragezeichen erhalten.
Erst vor wenigen Tagen hatte der neue deutsche Aussenminister Guido Westerwelle Warschau besucht und schon bei dieser seiner ersten Amtshandlung unerwartet einen ebensolchen antideutschen Charakter gezeigt, den man von ihm bisher nicht kannte. Er spielte sich nämlich völlig ohne Zwang als Beschützer Polens gegen die imaginäre Feindin Erika Steinbach auf, um hiermit kräftig vor Ort zu trumpfen. Während man in Deutschland diesen "seltsamen Akt" teils begrüßte, meist aber bedauerte wurde er an der Weichsel offenbar nicht so ernst genommen. Viel ernster sah man dagegen Fotos von Westerwelle mit seinem polnischen Amtskollegen Radek Sikorski, auf welchen unschwer zu erkennen ist, dass beide sich offenbar sehr gefielen. Andere belächelten diese Aufnahmen und brachten sie in Bezug mit einem angeblichen Wiedersehen der beiden Aussenpolitiker am vergangenen Mittwoch in Washington. Tasächlich waren beide in die USA gereist um mit Amtskollegin Hillary Clinton zu sprechen. Sikorskis Gespräch mit Clinton, welches für den vergangenen Dienstag geplant gewesen sein soll, fand aber überhaupt nicht statt. Dennoch blieb er bis Donnerstag in der US Haupstadt. An diesem Tage reiste auch Westerwelle wieder ab.
Es ist natürlich absurd hier seine Gedanken aussschweifen zu lassen, doch schon die "Kiss and Smile" Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Donald Tusk oder Möchtegern Casanova Sarkozy, scheint mehr von Selbstsucht denn im Sinne der meisten Deutschen angetrieben zu sein, was der Auftritt Merkels am 11. November 2009 in Paris ebenso deutlich unterstreicht. Natürlich will sie auch politische Ziele erreichen, doch dies darf nicht zu Lasten des eigenen Volkes gehen. Was nützt den Deutschen eine EU- Präsidentin Angela Merkel, die auf ihrem Wege zu diesem von ihr angestrebtem Amte, nur Landsleute in den Hintern tritt, um hiermit in Paris und Warschau Punkte zu sammeln. Doch Merkels Selbstsucht hätte sie wahrscheinlich heute auch in den Wald von Compiègne getrieben, wo ein Nicolas Sarkozy als Musketier verkleidet, sich ihren Küssen hätte kaum erwehren können.
Anmerkung:
Der Krieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Am 30. Juli befahl Russland die Generalmobilmachung zur Unterstützung Serbiens. Daraufhin erklärte das Deutsche Reich als Bündnispartner Österreich-Ungarns Russland am 1. August den Krieg. Er endete mit einem Waffenstillstand im Wald von Compiègne (Frankreich) am 11. November 1918. Das deutsche Elend begann mit der Erfüllung eines Beistandsversprechens mit Österreich-Ungarn. Frankreich erfüllte ein solches gegenüber Polen im Jahre 1939 nicht, verlor im zweiten Welt- Krieg gegen die Deutschen und lässt sich seit 1945 als Sieger feiern. Grosse deutsche Gebiete und Werte gingen zum Ende des ersten Weltkrieges an Frankreich. Ähnlich geschah dies nach 1945, wobei dann überwiegend Polen vom deutschen, aber auch jüdischem Gut profitierte.
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Kommentar von: K.Napf () Publiziert am 13-11-2009 02:49