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Steinbach - Grausame Parallelen zu Marienburger Massengrab

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Massengrab in Podla GoraDas 180 Seelen- Dorf Podła Góra (früher Steinbach liegt nur ca. 50 Kilometer von der heutigen deutschen Grenze entfernt. In etwa 20 Kilometer Entfernung zogen im Frühjahr 1945 hundertausende russische Soldaten Richtung der deutschen Hauptstadt Berlin um der Führung des dritten Reiches den Todestoss zu versetzen. Der sowjetische Kommandant der Truppen, Marschall Schukow trieb seine Heere mit aller Eile und ohne Rücksicht auf Verluste gen Westen, um Massenmörder Adolf Hitler den Geburtstag zu vermasseln. Die meisten Bewohner dieser Region waren längst über die Oder geflohen, nur wenige die garnicht wussten wohin, oder ihre Heimat nicht verlassen wollten, bewegten sich nicht von der Stelle und warteten mit geschlossen Augen auf das was da kommen würde. So auch in Podła Góra, wo manche noch die Hoffnung hatten, dass der Russe dieses abgelegene Dorf nie finden würde. Was dann geschah weiss keiner, denn nie wieder hatte man von diesen Zurückgebliebenen gehört. Doch vor wenigen Wochen tauchten plötzlich diese Vermissten in den Köpfen vieler Menschen auf, als man aus Podła Góra ein riesiges, ziviles Massengrab meldete (Polskaweb berichtete).

Seit am vergangenen Wochenende die größte polnische Tageszeitung "Fakt" aus dem Hause Axel Springer in Podła Góra recherchierte und schon vorab die seriöse "Gazeta Wyborcza" ein "sehr mysteriöses ziviles Massengrab" in und an dem Ort gemeldet hatte, rauchen jetzt viele Köpfe und manchen zittern sogar die Hände, denn die Umstände an diesem Massengrab sind identisch mit den Gegebenheiten um die im vergangenen Oktober entdeckte grauenhafte Todestätte im Zentrum der ehemals deutschen Stadt Marienburg die heute zu Polen gehört und Malbork heisst. Hier hatte man bereits bis zum Jahresende über 2000 Frauen, Kinder und Männer ausgegraben, welche nach Lage der Indizien allesamt ermordet worden sein könnten. Nach Aussagen älterer Bürger von Podła Góra hatte man, ebenso wie schon in Marienburg, bereits viele Leichen und später Skelette ausgegraben, die man zufällig beim Pflanzen von Tomaten oder bei der Verlegung von Versorgungsleitungen gefunden habe. Nicht wenige Opfer hätten Kopfschüsse aufgewiesen, hierunter auch Kinder, und alle waren nackt. Man fand weder Gürtelschnallen noch irgendwelche anderen metallenen Gegenstände wie Zahnersatz usw. Man fand einfach nichts. Die Täter hatten alle Spuren verwischt und die Behörden verschwiegen erst einmal den Fund.

Reporter der "Fakt" haben in Podła Góra den 86-jährigen Tadeusz Mirkiewicz ausgegraben, den ersten polnischen Bewohner des Ortes, der im Sommer 1945 hierhin beordert worden war. "Es war der August 1945. Überall im Dorf sah ich frisch aufgeschüttete Erde. Am Ende des Dorfes stiess ich sogar einmal auf einen Platz wo noch Hände und Beine von verschiedenen Menschen aus der Erde ragten. Mir war klar, dass hier etwas Schlimmes geschehen sein musste. Erst vor wenigen Tagen hat man mehrere große Säcke mit menschlichen Überresten zu einem ehemaligen deutschen Friedhof gebracht" - berichtete der alte Mann und schimpfte nicht nur auf die Russen, sondern auch auf die polnischen Sicherheitsdienste, welche die Mitwisser des Grabes zum Schweigen verurteilt hatten (s. Artikel Polskaweb). Auch In Podła Góra scheinen die Exhumierungen und Beweissicherungen bisher sehr amateurhaft abgelaufen zu sein, wie Staatsanwalt Kasmierz Rubaszewski zugibt: "Nicht alles während der-stillen- Ausgrabungen in den letzten Tagen wurde in Übereinstimmung mit dem Gesetz durchgeführt." "Von dem Fund hätten schon viel früher die autonomen Mächte oder die Polizei informiert werden müssen."

In der Nähe von Podła Góra fand man auch schon früher Leichen und Skelette von deutschen Soldaten, die ausser Stiefeln und Waffen noch alles bei sich trugen. Ein Indiz zeigte hier wer sich derer Waffen bedient haben könnte, denn einem toten Landser hatte man demonstrativ ein polnisches Gewehr in die Hand gedrückt. Polnische Banden, Sicherheitsdienste und Mitglieder von Splittergruppen der Heimatarmee (AK) rüsteten sich oft mit zurückgelassenen deutschen Waffen aus, welche von den Russen nicht gefunden oder übersehen worden waren. Diese Waffen wurden dann bekannterweise auch vielen deutschen Zivilisten zum Verhängnis. Es gibt weitere Aussagen des 86-jährigen Tadeusz Mirkiewicz, der auch bedauerte dass die polnische Miliz oft grausamer war gegen deutsche Zivilisten als die Rotarmisten. Diese hätten sich sogar manchmal schützend vor die Deutschen gestellt. Die jetzt entdeckten zivilen Massengräber von Podła Góra, Marienburg und Łodz bedürfen fachmännicher und kriminalistischer Aufklärung, doch bisher machen sich die polnischen Behörden hierbei eher verdächtig denn nützlich und Angela Merkel und Donald Tusk haben andere Sorgen wie 2000, vermutlich ermordete, deutsche Zivilisten.


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Montag, 2. Februar 2009
 

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