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Polen - Wieder Frauen und Kinder in Massengrab

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Podla Gora MassengrabWährend am Freitag auf einem Soldatenfriedhof bei Stettin in Polen über 2000 deutsche Zivilisten, meist Frauen und Kinder aus dem Marienburger Massengrab offziell beerdigt werden, gehen die Ausgrabungen an anderen zivilen Massengräbern in Polen weiter. Die meisten dieser Gräber sind nicht einzusehen; sie wurden mit hohen metallenen Wällen vor den Augen besorgter Nachbarn und Journalisten verschlossen, denn die Wahrheit Geschichte ist nicht für jedermann bestimmt. Auch im ehemaligen Steinbach, dem heutigen Podla Góra unweit der deutsch-polnischen Grenze, war man ebenso wie schon in Marienburg vor einigen Monaten, bei Bauarbeiten auf ein großes ziviles Massengrab gestossen. Überall unter der Hauptstrasse des Ortes, in Höfen und Vorgärten hatte man Menschen verscharrt. Sie lagen übereinander, meist Frauen und Kinder, die jüngsten schätzungsweise gerade mal 2-3 jahre alt, einige hatten Einschusslöcher in ihren Schädeln.

Wie viele Skelette man bis heute in Podla Góra geborgen hat ist unklar, doch vor einigen Wochen waren es nach Angaben der Exhumierer aus Posen (Poznań) bereits über 150 Tote, die nackt und ohne jeglichen Hinweis auf ihre Identität, von ihren Mördern hier zurückgelassen wurden. Überall in Polen wo man bisher auf solche Massengräber mit vermutlich deutschen Zivilisten gestossen war, weisen die Umstände der "Opferentsorgung" auf ein und dieselbe Tätergruppe hin. Immer die gleiche Vorgehensweise und immer die gleichen Opfergruppen: Meist Frauen aller Altersgruppen und Kinder zwischen zwei- und etwa 14 Jahren sowie jeweils ein kleinerer Teil älterer Männer fand man bisher regelmäßig in diesen "mysteriösen" Massen-Gräbern. Alle unbekleidet, kein Zahnersatz, keine persönlichen Gegenstände und meist die ersten gefundenen Schädel hatten Merkmale wie Einschusslöcher aus aufgesetzten Waffen.

Wie schon in Malbork, dem früheren deutschen Marienburg, werden auch in Podla Góra alle Ermittlungen der durch Bewohner eingeschalteten Staatsanwaltschaft im Sande verlaufen. Schon jetzt gibt es hierzu erste Stimmen aus dem Lebuser Grünberg (Zielona Góra):" Typhus, Kälte, hunderte Krankheiten und die Russen waren es" - liest man in den regionalen Medien. Doch die jetzigen Bewohner des früheren Steinbach wissen mehr: "Die Toten müssen Deutsche sein. "Ich kam nach 5 Jahren Arbeit in Deutschland am August 1945 hier in Podla Góra an. Mir ging es gut bei den Deutschen, deshalb spürte ich in mir kaum Hass. Was sich hier aber ereignete, können menschliche Worte nicht beschreiben. Unsere Miliz mordete kaum weniger grausam als die Russen es taten. Aber auch mit Lastwagen wurden Menschen mit Schusswunden im Körper oder Kopf herangefahren und hier und in der Nähe vergraben" - schilderte der Dorfälteste Tadeusz Mierkiewicz seine Eindrücke vom Herbst 1945.

"Das waren grausame und seltsame Zeitabläufe. Bevor die ersten Ansiedler aus Ostpolen hier ankamen, grassierten hier Banden. Sie schnitten den Deutschen die Hälse durch. Die Russen hatten damals sogar eine spezielle Division geschaffen, die den Kampf mit diesen Verbrechern aufnehmen sollte. Seit Jahren suchen wir aber schon im Raume Schwiebus (Swiebodzin) nach Massengräbern deutscher Zivilisten die dort in großer Zahl in Lagern umgekommen sein sollen" - sagte der Historiker Andrzej Toczewski in der Regionalzeitung "Gazeta Lubuska" im Zusammenhang mit dem Massengrab im ehemaligen Steinbach und fügte hinzu, dass es nach seiner Erkenntnis eigentlich im Raume Podla Góra kein Lager oder Massengrab gab, obwohl in der gesamten Region wohl viele davon existieren müssen oder mussten.

Alte Postkarte von Steinbach

Für den Vorsitzenden des Vereines "Pomost" in Posen, Tomasz Czabanski, der die Ausgrabungen in Podla Góra im Einvernehmen mit der deutschen Kriegsgräberfürsorge in Kassel durchführt, waren die hier entdeckten Gebeine deutscher Zivilisten Opfer der roten Armee: "Die Russen waren bekanntlich nicht sehr ehrgeizig Kriegsgefangene zu übernehmen, was auch für die Zivilbevölkerung galt" - sagte kürzlich erst dieser Mann. Nach seiner Meinung sollen auch die toten Deutschen aus Podla Góra auf einem Soldatenfriedhof bei Stettin ihre letzte Ruhestätte finden. Dort werden die Steinbacher dann auch auf die Überreste der Bevölkerung des ehemaligen Marienburgs treffen, die schon an diesem Freitag in Anwesenheit von Trauernden und diejenigen welche nur so tun dort beerdigt werden. Viele der Trauergäste wissen was sich nach dem Kriege in Marienburg, Steinbach und Tausenden anderen Orten in denen Deutsche damals lebten nach dem Kriege wirklich abgespielt hatte, doch keiner der Anwesenden wird sich trauen dies offen zuzugeben oder nur hierüber laut zu spekulieren, denn das Ausmaß dieser Verbrechens sprengt jegliche Vorstellungskraft.

Es sprengt auch schon unsere Vorstellungskraft, dass man grausam Kinder und schwangere Frauen fließbandmäßig töten konnte, wie es auch in den KZ mit Juden und Zigeunern geschah, doch genauso fehlt uns die Kraft daran zu denken, dass es Menschen des 21. Jahrhunderts sind, die solche Bestien und Grausamkeiten von damals, noch heute decken und schützen. Einige dieser Mörder leben mit Sicherheit noch, denn es waren damals sehr viele.

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Trauer um die Toten, aber Verachtung

Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 16-08-2009 22:47

Trauer um die Toten, aber Verachtung

Geschrieben von: Kaiser Karl IV am 16-08-2009 22:47

für unsere Politiker, Historiker u. Journalisten, 
die unsere Toten so unbeachtet lassen, ja selbst 
die beispiellos grausame Ermordung von Zivilisten - auch noch nach dem Krieg - dezidiert ungesühnt 
lassen wollen, deshalb auch die Wahrheit der Tötungsumstände bestreiten! Diese Charakterlosigkeit gilt für alle drei Berufsgruppen gleichermaßen, auch Sie, 
verehrter Herr Dr. Preuß, sollten diese Verachtung 
diesen Mitmenschen angedeihen lassen, denn sie 
haben diese unsere tiefste Verachtung verdient!

 

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Antwort bitte: PolskaOjczyzna

Geschrieben von: Preuß () am 14-08-2009 06:14

Antwort bitte: PolskaOjczyzna

Geschrieben von: Preuß am 14-08-2009 06:14

Guten Morgen PolskaOjczyzna, 
 
gerade gestern schrieb ich Ihnen über die Ermordung der deutschen Zivilisten nach dem Kriege in Marienburg. Mögen Sie fern ihrer westpreußischen Heimat in Pommern heute ihre letzte Ruhe finden! Wir gedenken ihrer und empfinden eine sehr tiefe Trauer!  
Nun also Steinbach... Ich bin überzeugt, daß eines Tages fast alle ermordeten deutschen Zivilisten entdeckt werden! Alle Zahlen die von unserem Bundesamt für Vertreibungsfragen nach dem Kriege veröffentlicht wurden, werden sich bewahrheiten! PolskaOjczyzna, es ist Zeit für die schonungslose Offenheit und das Bekenntnis zu Ihrer Gechichte! Bitten Sie die Toten dort in Steinbach, Marienburg und woimmer dort östlich von Oder-Neiße um Vergebung... Wenn Sie es nicht laut können, tun Sie es in einem Gebet! Ich empfinde Trauer, keinen Haß, wenn ich an unsere Toten dort im Osten denke...

 

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