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Polizei holt polnischen Politiker aus Lufthansa Maschine

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Lufthansa Flug München KrakauEine Lufthansa Flugzeug mit der Nummer LH3336 von München nach Krakau sollte am Dienstag um 21.25 die bayerische Hauptstadt verlassen, doch ein technisches Problem verzögerte den Start erst einmal um 40 Minuten. Schon leicht säuerlich bestiegen dann auch die Eheleute Nelly und Jan Rokita aus Krakau die Maschine. Sie nahmen auf den ersten Sitzen der Economy Class Platz. Man legte der Einfachheit halber die Mäntel und Hüte über die Sitzlehnen der Vorderbänke in der Business-Class wo sich keine Passagiere befanden. Dies gefiel aber einer ordnungsliebenden deutschen Stewardess überhaupt nicht. Sie forderte die Rokitas auf ihre Garderobe an die hierfür vorgesehenen Haken an ihrem Fensterplatz aufzuhängen, wobei sie gleich selbst diese Arbeit übernahm. Als die Flugbegleiterin weitergezogen war, brachte Jan Rokita die Mäntel wieder in die Business-Class, woraufhin die Stewardess die Polizei gerufen habe, berichtet Nelly Rokita dem polnischen Fernsehen und fügte hinzu, dass die deutsche Polizei erschien, ihren Mann brutal zu Boden warf, Handschellen anlegte und abführte. Das Peinlichste an der ganzen Angelegenheit ist, dass die Rokitas sehr populäre Politiker in Polen sind. Jan Rokita war zuletzt Fraktionschef der Regierungspartei PO und enger Freund des Premiers Donald Tusk. Nelly Rokita sogar Beraterin des polnischen Präsidenten in Frauenfragen.

Alles drehte sich offensichtlich nur um einen Mantel, doch die Bundespolizei führte Jan Rokita ab. Nach seinen Angaben sollte er 8000 Euro Kaution hinterlegen um die Polizeidiensstelle nach einer dort verbrachten Nacht wieder verlassen zu dürfen, was darauf hindeutet dass er eine nicht ungewichtige Strafanzeige bekommen hatte. Zur Zahlung dieser Kaution habe man ihn genötigt mit dem Hinweis auf eine 48-stündige Inhaftierung. "Er hat auch andere Passagiere um Hilfe gebeten, doch niemand hat reagiert" sagte Nelly Rokita, eine Russland-Deutsche die in Hamburg aufgewachen war. Anders als seine Gattin es darstellte schildert allerdings die Lufthansa den deutsch-polnischen "Garderoben" Streit. Demnach soll der Politiker sehr laut im Flugzeug geworden sein, sei gegen eine Flugbegleiterin tätlich geworden, wollte sich nicht anschnallen und habe generell skandaliert, was den Piloten veranlasst habe den Flug nach Krakau nur ohne diesen Herrn anzutreten, werauchimmer er sei, denn die Flugsicherheit habe absolute Priorität, sagte ein Mitarbeiter der deutschen Airline.

Der Pressesprecher der oberbayerischen Polizei Hans Peter Kammerer bestätigte gegenüber dem Fernsehsender TVN24, dass die Ursache des polizeilichen Eingreifens ein Streit im Flugzeug war, welcher der Sicherheit des Fluges drohte. Der Pilot habe alsdann die Behörden verständigt. Der Passagier habe sich geweigert das Flugzeug zu verlassen und musste unter unmittelbarem Zwang abgeführt werden. Wer der Passagier war wollte Kammerer allerdings nicht zugeben, meinte aber dass es sich um einen 49-jährigen Mann aus Krakau handele. Jan Rokita ist 49 Jahre alt. Diese Version wird auch von einem polnischen Passagier, der im gleichen Flugzeug wie Rokita saß und den Vorfall hautnah mitbekam, in der Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" bestätigt: "Ich sah die Sache etwas anders als Frau Rokita. Der Parlamentarier hat sich über die Stewardess aufgeregt und begann sich zu widersetzen. Die Sache artete zum Skandal aus. Der Pilot forderte ihn auf das Flugzeug zu verlassen, doch er weigerte sich und hielt sich an seinem Sitz fest. Das polnische Konsulat in München bestätigt unterdessen, dass man in der Sache interveniert habe. Man sei von Nelly Rokita in der Nacht um Hilfe gebeten worden sein, da ihr Mann sich angeblich schon seit Stunden in einer Münchner Polizeizelle befinde. Gegen 4 Uhr Morgens habe Vizekonsul Meyer den Politiker ohne Kaution wieder freibekommen.

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Flugsicherheit ist für alle notwendig

Geschrieben von: Karin Zimmermann () am 15-02-2009 05:34

Flugsicherheit ist für alle notwendig

Geschrieben von: Karin Zimmermann am 15-02-2009 05:34

Ich bin schon des Öfteren geflogen und weiß von daher, dass mitgebrachtes Handgepäck und nicht am Körper getragene Bekleidung in der Kabine in die dort vorgesehenen Behältnisse gelegt werden müssen. Das ist zu einem sicheren Flug so erforderlich. 
Wenn sich nun ein Passagier weigert, dieser Selbstverständlichkeit nachzukommen, muss er von dem dazu eingeteilten Kabinenpersonal aufgefordert werden. Wenn er sich – wie geschehen – weiterhin weigert und gegenüber der Stewardess sogar handgreiflich wird, muss er sich nicht wundern, dass diese den für die Flugsicherheit seines Flugzeuges in letzter Instanz verantwortlichen Kapitän heranholt. 
Wenn dieser entscheidet, dass mit einem solcherart renitenten Passagier die Flugsicherheit nicht zu gewährleisten sei, und die Weisung erteilt, das Flugzeug zu verlassen ist das eine notwendige und richtige Entscheidung, die in allen, mir bekannten Fluglinien so erfolgt wäre. 
Für den Fall, dass sich der renitente Passagier weigert, auch dieser Aufforderung Folge zu leisten, gibt es Mittel und Wege – einschließlich den des körperlichen Zwanges – die Sicherheit der übrigen Passagiere zu garantieren und den renitenten Passagier aus der Kabine zu entfernen. Kabinenpersonal und Flugzeugkapitän haben richtig gehandelt! 
Ansonsten fällt mir zu dem Fall noch eine Lebensweisheit ein, die mein Mann schon vor Jahrzehnten einmal formuliert hat. Diese lautet: „Einem Dummen kann man nicht erklären, dass er dumm ist, weil er die Erklärung nicht verstehen wird“. 
Mit freundlichen Grüßen 
Karin Zimmermann

 

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@Sven

Geschrieben von: Marcus () am 14-02-2009 09:55

@Sven

Geschrieben von: Marcus am 14-02-2009 09:55

Was hat der Polizst gesagt oder getan, damit er wegen Volksverhetzung aus dem Dienst entfernt werden sollte?

 

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Deutsche pflegen alte Feindbilder

Geschrieben von: Sven () am 13-02-2009 20:26

Deutsche pflegen alte Feindbilder

Geschrieben von: Sven am 13-02-2009 20:26

Ich wünsche mir, daß der betreffende Polizist wegen Beleidigung und Volksverhetzung aus dem Polizeidienst entfernt wird, doch leider wird dies ein Wunschtraum bleiben. 
 
Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, daß ein Aufschrei der Empörung in den deutschen Medien erfolgen würde, wenn es sich statt eines polnischen Staatsangehörigen um einen Türken, Albaner, Bosniaken oder ähnlichen Migranten handelte.  
Deutsche Politiker und womöglich die Kanzlerin persönlich würden sich ob solcher Fremdenfeindlichkeit die Klinke in die Hand geben, um versöhnliche Statements abzugeben und vor Haß gegenüber Migranten warnen. 
 
Offensichtlich herrscht in unserer deutschen Gesellschaft eine historische Kontinuität in Bezug auf Feindbilder (z.B. Polen) bzw. in Bezug auf "Waffenbrüder" (z.B. Albaner, Türken, Bosniaken, etc.).

 

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Glück für Rokita

Geschrieben von: Leser () am 13-02-2009 19:45

Glück für Rokita

Geschrieben von: Leser am 13-02-2009 19:45

Wenn ein Passagier gewalttätig (schubsen der Stewardess) wird, ist es doch das Mindeste, dass er das Flugzeug verlassen muß. In einem amerikanischen Flugzeug auf einem US-Flugplatz wäre die Sache für Rokita nicht so glimpflich verlaufen. Da hätte er schnell mal in den Lauf einer Pistole schauen können.

 

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@Goran

Geschrieben von: Marcus () am 13-02-2009 16:28

@Goran

Geschrieben von: Marcus am 13-02-2009 16:28

Sie scheinen etwas nicht ganz zu verstehen. Es geht nicht nur darum der abstrakten Lufthansa zu glauben, sondern einer Stewardess, einem Piloten, mehreren Poilzeibeamten und etlichen genervten Passagieren. Welche alles individuelle Menschen darstellen mit eigener Glaubwuerdigkeit. Das all diese Menschen Anti-polnische Rassisten sind scheint erstmal unglaubwuerdig. Das hingegen ein Mann aus rassistischen Motiven aus einer Menge heraus im heutigen Deutschland abgefuehrt wird, scheinen nur noch bestimmte bildungsfernere, nationalistische Menschen in Polen zu glauben. Anders ist die Berichterstattung von manchen Zeitungen in Polen nicht zu verstehen. Besonders da die Lufthansa ein Unternehmen ist, das extrem international und erfolgreich agiert und sich Rassismus in den eigenen Reihen nicht im Keim leisten koennte. 
 
Warum Sie in Deutschland studieren, wenn Sie doch so schlecht behandelt werden bleibt mir scheierhaft. Ich wohne auch im Ausland, aber sobald ich es noetig haette ueber meinen Gastgeber so zu reden, wuerde ich das Land verlassen und nicht die Vorteile deselben geniessen. Das ist eine Frage des Respekts und der Ehre.

 

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Typisch deutsch eben

Geschrieben von: Goran () am 13-02-2009 12:53

Typisch deutsch eben

Geschrieben von: Goran am 13-02-2009 12:53

Das kommt mir bekannt vor. So ein verhalten kenne ich von den deutschen gar nicht anders. Deswegen haue ich nach meinem Ingeneursstudium gleich ab. Habe keine Lust mich so behandeln zu lassen wie Herr Rokita. 
Komisch das alle der Lufthansa glauben. Wenn es um Kerosinzuschlag geht, dann heißt es doch "die böse Lufthansa". Aber lieber sich von Großkonzernen abzocken lassen als einen Ausländer als Nachbarn haben. Typisch deutsch eben.

 

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Sturm im Wasserglas

Geschrieben von: Tadeusz () am 13-02-2009 11:09

Sturm im Wasserglas

Geschrieben von: Tadeusz am 13-02-2009 11:09

Er war immer ein aggressiver Mensch, der haelt sich fuer wertvoller als das gemeine Volk. Sicher freut er sich ueber die Presse, denn er hat Profilprobleme. Jeder andere der sich so benimmt, wird auch aus dem Flugzeug gworfen. Das hat nichts zu tun mit antipolnischer Einstellung. Polen wird in Deutschland nicht besonders beachtet oder wichtig genommen. Umgekehrt ist das anders. Aber jetzt werden wir wieder Spott hoeren ueber Polen, die mit Watte geworfen werden und laut schreien dass sie verletzt sind.

 

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Heldenhafter polnischer Widerstand

Geschrieben von: Marcus () am 12-02-2009 21:01

Heldenhafter polnischer Widerstand

Geschrieben von: Marcus am 12-02-2009 21:01

Es ist wirklich zu jammervoll, dass das niemand aufgenommen hat. Es muss koestlich gewesen sein zu sehen, wie in Herrns Rokita Hirn der polnische Widerstandsfilm ablaeuft. 
 
Wie die Flugbegleiterin mit der roten Armbinde, ihn als Pole nach aller Regeln der deutschen Niedertracht aufs bitterste schikaniert. Wie der Nazi-Pilot den ersten ernsthaften Angriff unter einen Vorwand lanziert, aber er als Pole als einzigster in der Lage ist, die wahre Natur dieser Deutschen zu sehen und natuerlich als Pole als einzigster den Mut aufbringt, diese Misstaende vor den mitreisenden deutschen Nazis und allen anderen europaeischen Fluggaeste anzuprangern und mutig entgegenzutreten. 
 
Sich dann in seinem Sitz, auf der Westerplatte weahnend, bis zum letzten Atemzug gegen die Gestapo-Offiziere verdeitigt um dann heldenhaft in deutsche Gefangenschaft geraet. Selbstredend befindet sich unter all den Nazi- Lagerleiter kein einziger deutscher Widerstandskaempfer, der die Missstaende anprangern wuerde. So kann nur ein weiteres heldenhaftes polnisches Kommando ihn befreien. 
 
Und da soll mir noch einer sagen Geschichte wuerde sich nicht wiederholen. 
 
Ich frage mich so langsam, ob er die rote Armbinde wirklich gesehen hat?

 

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Politiker eben

Geschrieben von: Michael M. () am 12-02-2009 19:57

Politiker eben

Geschrieben von: Michael M. am 12-02-2009 19:57

Peinlich, peinlich. Politiker sind eben die wichtigsten Menschen (zumindest sind sie davon überzeugt). Da wird auch schon mal die Wahrheit so verändert, dass sie nicht mit dem eigenen Ego kollidiert.

 

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@ Alfred

Geschrieben von: ein Pole () am 12-02-2009 14:55

@ Alfred

Geschrieben von: ein Pole am 12-02-2009 14:55

Das witzigste ist - Rokita will Lufthansa jetzt verklagen! Das wird langsam lächerlich! Und noch peinlicher!

 

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Ex-Kandidat für Prämierministerposten

Geschrieben von: Piotr M. () am 12-02-2009 13:56

Ex-Kandidat für Prämierministerposten

Geschrieben von: Piotr M. am 12-02-2009 13:56

Ex-Kandidat für Prämierministerposten on tour. 
Wenn ich es mir vorstelle, wieviel Gutes so ein "Spitzenpolitiker" für deutsch-polnische Beziehungen beitragen könnte... 
Und diese Hilferufe vs. Polizeieinsatz in einer flugbereiten Maschine: "Hilfeee, ich werde von Deutschen geschlagen"... 
Peinlich, aber solche kaputte Menschen sind einfach unheilbar. Als Pole sage ich nur eins: Schande

 

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Polnische Lieblinge

Geschrieben von: Marcus () am 12-02-2009 13:45

Polnische Lieblinge

Geschrieben von: Marcus am 12-02-2009 13:45

Das dieser Herr in Polen sehr beliebt ist wundert mich inzwischen gar nicht mehr.  
 
Wenigstens informieren auch die Deutschen Medien ueber diesen Vorfall und wie unser Nachbar skruturiert sein muss um solche Politker zu moegen. Damit man hier in Deutschland nicht den wuenschenswerten Gedanken nachhaengt, dass die Kaczynski Gang eine Ausnahme war.  
 
http://www.spiegel.de/politik/ deutschland/ 0,1518,607208,00.html

 

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Alle Menschen sind gleich ?

Geschrieben von: Alfred Reich () am 12-02-2009 11:00

Alle Menschen sind gleich ?

Geschrieben von: Alfred Reich am 12-02-2009 11:00

Schade, dass immer wieder "wichtige" Menschen meinen sie haben Sonderrechte. An Bord entscheidet der Käpitän wer wegen schlechten Benehmens das Flugzeug verlässt. Eine Strafe ist wohl selbstverständlich.

 

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Mittwoch, 11. Februar 2009
 

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