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Janusz Reiter: Polens Grenzen auch für Vertriebene geöffnet

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Kommentar in Frage

Gegen polnische Interessen

Geschrieben von: Peter Josika () am 28-11-2009 16:55

Gegen polnische Interessen

Geschrieben von: Peter Josika am 28-11-2009 16:55

Herr Reiter ist typisch für den gemässigten Flügel der modernen polnischen Politik. Er sagt gute und nette Sachen über die Grenzöffnung und über die Verteidigung polnischer Interessen im Geiste eines Vereinten Europas. Gleichzeitig hat er die eiserne Hardlinepolitik der Tschechen, Polen und Slowaken wieder mal treffend beschrieben: "Heute gibt es keine rechtlichen oder politischen Gründe für eine Rückgabe des Vermögens an die ehemaligen deutschen Bewohner des Nordens und Westens unserer Republik".Genau darin liegt der Hund begraben, da damit weiterhin Millionen von Europäer als Menschen zweiter Klasse ausgegrenzt werden. Während jeder nicht- Deutsche, bzw im Falle von CZ und SK auch jeder Nicht- Ungar, volle Restitutionsrechte beseitzt bzw zumindest kompensiert wird für was im genommen wurde, sind Deutsche östlich der Oder/Neisse, sowie Deutsche und Ungarn in CZ und SK, weiterhin alleine aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit (besser gesagt: wegen ihrer Mutterspreche, diskriminiert. Eine Ungehäuerlichkeit, die in einem vereinten Europa nichts zu suchen hat.  
 
Für die Opfer dieser Diskriminierung, sowie deren Nachfahren, muss eine Lösung gesucht werden. Dazu muss folgendes gehören: 
 
1. Restitution muss ermöglicht werden wenn Besitz in staatlicher Hand ist. Privatvermögen wurde sowieso in Osteuropa nicht restituiert. Daher braucht sich auch kein Pole fürchten dass er etwas verlieren würde, das ihm jetzt gehört. 
 
2. Was nicht restituiert werden kann sollte finanziell kompensiert werden. Dabei kann Polen auch gut argumentieren, dass dies der deutsche Staat bzw die EU oder teileweise die Siegermächte des 2 WK voll oder teilweise finanzieren könnten. 
 
3. Eine ganz wichtige polnische Verantwortung ist viel eher der Schutz des Sprach- und Kulturerbes der Opfer. Während Deutschland und andere die finanzielle Kompensation finanzieren würden, wäre es die polnische Aufgabe in allen Orten in denen bis 1945 mehr als 50% deutsche waren zweisprachige Schilder aufzustellen und Deutsche als Zweitsprache zu implementieren. Wie in der Lausitz (Sorben), Irland, Wales oder dem Baskenland der Fall, sollte der historische Sprachraum geschützt werden. Die polnische 20% Hürde ist nicht European Best Practise! Das Gejammer in Polen dass die polnische Minderheit nicht anerkannt ist, hat mit der Realität nichts zu tun. In Deutschland gibt es keine autochthonen polnische Minderheit mehr. In den Grenzen von 1937 hat es sie gegeben. Es gibt stattdessen Sorben, die auch bei 2% Bevölkerungsanteil volle Zweisprachigkeit geniessen. Das ist etwas wovon eine Deutscher in Breslau nur träumen darf.

 

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1 Antworten

So ein Quatsch !

Geschrieben von: Zbigniew Lebiedz () am 30-11-2009 18:01

So ein Quatsch !

Geschrieben von: Zbigniew Lebiedz am 30-11-2009 18:01

Das Rad der Geschichte kann sich nie zurueckdrehen. 
Die Vertreibung ( Umsiedlung ) der Deutschen war von Sowjets gewuenscht und gefordert und alle Ansprueche sollt ihr an Russland und nicht an Polen stellen. Die SU hat schon im September 1944 , weit vorm Kriegsende , Vertraege mit polnischer Marionettenregierung ueber die Umsiedlung der Polen aus ehemaligen polnischen Ostgebieten unterzeichnet , wo man den Uebersiedler Ersatzvermoegen in neuen Westgebieten Polens garantierte . Die Englaender und Amerikaner haben das akzeptiert und spaeter in Potsdam auch neue Grenzen anerkannt. Ausserdem war selbst die deutsche Reichsregierung damals der Meinung , dass alle Deutsche heim ins Reich geholt werden sollten. 
Es gab doch entsprechende Vertraege ( mit der SU und Italien ) , die diesen Willen bestaetigten. 
Die ganze damit verbundene Entschaedigungsproblematik hat die deutsche Regierung auf ihre Schulter uebernommen. 
Die Sache mit der Zweitsprache ist ein absoluter Quatsch.In Breslau gibt es keine Deutschen mehr , genauso wie keine Obotriten in Schwerin oder Roemer in Koeln.Bitte zuerst doppelsprachige deutsch-lateinische Strassenschilder in Trier und Koeln stellen und erst dann doppelsprachige Schilder in Breslau und Liegnitz fordern. 
Gruss aus Krakau

 

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