Die polnische Hauptstadt Warschau ist am Montag Abend, nach unglaublich starken Regenfällen und Überschwemmungen der Weisel auf beiden Seiten, nur knapp einer Katastrophe schlimmsten Ausmaßes entgangen. Der Verkehr in der Innenstadt der Metropole ist fast gänzlich zum Erliegen gekommen, die Flut riss Bäume und Autos mit. U-Bahn Tunnel und viele Häuser stehen im Wasser, betroffen sind auch das polnische Parlament (Sejm) und der Amtssitz von Ministerpräsident Donald Tusk. Die Warschauer Feuerwehr bekam in nur wenigen Minuten über eintausend Notrufe, Hunderte Menschen mussten evakuiert werden. Zur Stunde gibt es noch keine genauen Angaben über das Ausmaß der Schäden oder mögliche Opfer, doch es zeichnet sich ab, dass zumindest für dieses Mal, die Natur nur einen mächtigen Warnschuss abgegeben hatte.
Öffentlicher Nahverkehr lahmgelegt
Am Nachmittag schien in Warschau noch kräftig die Sonne. Mit aufkommenden Wolken und fehlendem Wind wurde es auf einmal dann sehr ungemütlich. Ältere Leute klagten über Atemprobleme und die Sirenen von Ambulanzen nahmen zahlenmäßig zu. Dann am Abend blitzte und donnerte es plötzlich und das Wasser schüttete wie aus Kübeln vom Himmel. Schon nach wenigen Minuten legten umgestürzte Bäume den Bus- und Strassenbahnverkehr teilweise lahm. Die Warschauer Feuerwehr war schnell im Einsatz, aber das Wasser war überall. Zur Zeit sind viele Einheiten noch an Tiefgaragen gebunden, wo in einer sogar bis zu 160 Autos in den Fluten verschwunden seien.
Breslau leitet Wasser in Vororte
Premier Donald Tusk war erst kurz vor dem Warschauer Wasser-Überfall aus einem Überschwemmungsgebiet in Schlesien zurückgekehrt, wo viele Bewohner den größten Teil ihrer Habe durch Hochwasser verloren hatten. Er war sichtlich schockiert über das was er dort gesehen hatte, denn bei einer Pressekonferenz vor Ort fehlten im plötzlich die Worte. Eine ältere Bürgerin eines unter Wasser stehenden Dorfes sprach dann für ihn weiter und erzählte von dem Drama welches ihr und den Nachbarn wiederfahren ist. Die Lage in ganz Polen ist wettermäßig angespannt und unberechenbar und keiner weiss wo schon in der nächsten Stunde wieder Stürme oder starke Regenfälle die nächsten Zerstörungen anrichten werden. Seit Mitternacht werden im niederschlesischen Breslau große Wasserauffang- Tanks kontrolliert abgelassen, da diese vollgelaufen waren. Hierbei wird das Wasser in Vororte der Stadt geleitet werden müssen. Diese Entlastung ist notwendig, denn die Wetterprognosen für diese Region sind sehr schlecht und es wird mit weiteren starken Regenfällen gerechnet.
Zeitlicher Fortschritt der Erderwärmung gewaltig unterschätzt
Polen, Tschechien und Ungarn werden in Europa, nach neuesten klimatologischen Erkenntnissen, am schlimmsten von den Folgen der Erderwärmung betroffen werden. Schuld an diesem Naturdrama ist in erster Linie der Drang der gesamten Menschheit nach wachsendem Wohlstand, welche diese unsere Erde, den bereits knapp 8 Milliarden Menschen auf ihr offensichtlich nicht bieten kann. Die grenzenlose Umweltverschmutzung ist bereits zu weit fortgeschritten, die Katastrophen mehren sich an Land und in der Luft. Alle Experten haben sich wahrscheinlich mit dem Fortschritt des Klimawechsels zeitlich enorm verschätzt. Die Natur ist stärker als der Mensch, sie wird weder die Überbevölkerung noch die Zerstörung der Erde durch diesen zulassen. Diese Dinge regelt sie persönlich und auf ihre Art, was immer neue Krankheiten und Wetterkatastrophen uns nachvollziehbar vor Augen halten. Die Welt sollte auf die wahre Klima- Situation umfänglich vorbereitet werden.
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