Warschau - Polen und Weissrussland haben ihre Verhandlungen über ein Abkommen zur Einrichtung eines kleinen Grenzverkehrs zwischen den beiden Ländern erfolgreich abgeschlossen. Zu dieser Initiative hatte die Europäische Kommission angeregt, welche den ausgearbeiteten Vertrag bereits billigte und nun nur noch förmlich zeichnen muss. Im Einklang mit den EU-Leitlinien ist die Breite des Grenzgürtels, der durch den Vertrag abgedeckt wird, auf 30 km festgelegt worden. Diese Vereinbarung wird damit alsbald die Bewohner dieses Streifens in die Lage versetzen, problemlos ohne Visum über die Grenze zu kommen. Ein ähnliches Abkommen zum kleinen Grenzverkehr hatte Polen erst vor einigen Monaten mit der Ukraine abgeschlossen. Auch mit Russland plant Warschau nach Anregung aus Brüssel über Erleichterungen im Grenzverkehr für die in der Kaliningrad- Region lebenden Menschen zu verhandeln.
Die sich im Zuge der Einführung des kleinen Grenzverkehr mit Weissrussland durch die EU-Kommission gefordeten technischen Anpassungen im Vertrag , sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen werden - sagte der stellvertretende polnische Außenminister Jan Borkowski zum Stand der Dinge. Demnach gehe es in erster Linie noch um eine Vereinbarung zwischen den Parteien über die technischen Modalitäten der Ausstellung entsprechender Dokumente für die Grenzbewohner, welche einen speziellen Ausweis (Card) zum schnellen Passieren durch Grenzkontrollpunkte erhalten sollen. Der Preis für einen solchen Ausweis der zum Grenzübertritt berechtigt wird 20 Euro sein und ist fünf Jahre gültig. Die fällt den Weißrussen leichter im Vergleich zu den teureren, kurzfristigen Schengen-Visa.
Gefordert wird aber auch für die Bürger beider Seiten der Grenze der Nachweis einer Kranken-Versicherung für die Zeit die man im Nachbarland verbringt. Um einem Mißbrauch vorzubeugen, kann nur derjenige diese spezielle Karte in Anspruch nehmen, welcher mindestens 3 Jahre lang in dem 30 Kilometer breitem Streifen im polnisch-weissrussischen Grenzgebiet gemeldet ist. Mit den Reiseerleichterungen beabsichtigt man lokalen Kontakten zwischen Familien die auf beiden Seiten der Grenze leben, wieder mehr Leben einzuhauchen. Hierzu gehört auch die Organisation vonkulturellen Veranstaltungen und schließlich der Besuch von Gräbern Angehöriger. Gleichzeitig soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen lokalen Gebietskörperschaften erleichtert werden.
Kommentar von: Lech Tylek Publiziert am 08-10-2009 16:34
Ich finde das auch ganz toll, dass die Weißrussen jetzt visafrei nach Europa einreisen können. Die Mühe, eine visafreie Einreise für Russen zu ermöglichen, braucht man sich gar nicht zu machen, da es zwischen Weißrussland und Russland gar keine Grenze gibt. Auf den Moskauer Flughäfen wird das als Staatengebilde "Einheitsstaat" geführt, wofür es einen extra Passkontrollschalter gibt. So bringt Schengen doch auch mal was positives für die Menschen in Osteuropa.
Kommentar von: Serge Publiziert am 07-10-2009 23:09
Die Strecke wird vor allen Dingen sicherlich den Schmugglern völlig neue Wege bieten. Aber die Weissrussen müssen auch Anschluss an die EU finden, denn sie sind ebenso wie die Ukrainer noch immer gestraft.
Über 20 000 Polinnen suchen Partner aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz
Polnische Frauen gehören zu den schönsten-
udn loyalsten Wesen dieser Welt.
Visafreie Einreise für Weißrussen
Kommentar von: Lech Tylek () Publiziert am 08-10-2009 16:34