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Israel wollte keine behinderten polnischen Juden PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Juden in PolenTel-Aviv - eine kleine Sensation veröffentlichte am Mitwoch die israelische Tageszeitung Haaretz. Demnach soll im Jahre 1958, die damalige Außenministerin Golda Meir im Koordinierungsausschuss dafür plädiert haben, durch "Selektion" den Masseneinwanderungen aus Mittel- und Osteuropa Herr zu werden. Sie verwehrte sich demnach z.B. behinderte und kranke Juden aus Polen aufzunehmen. "Haaretz" berichtet von einem geheimen Dokument, das erst kürzlich entdeckt wurde und diese Menschenverachtung offenbare. In einem Brief an den damaligen israelischen Botschafter in Warschau,  Katriel Katz, soll Meir den Diplomaten gebeten haben, der polnischen Regerung zu erklären, dass man nicht weiterhin kranke und behinderte Menschen annehmen könne. Hierbei sollte er vorsichtig agieren, damit die Auswanderungswilligen möglichst ahnungslos bleiben und somit nicht verletzt werden. Ein polnischer Historiker, der dieses Dokument fand, bezeichnete es als "sehr zynisch" und Golda Meir als eine brutale Politikerin.

Den Brief, mit der Aufschrift "streng geheim" schrieb Meir im April 1958, kurz nachdem sie Aussenministerin Israels geworden war. Er wurde von Prof. Szymon Rudnicki, einem polnischen Historiker an der Universität Warschau entdeckt und hat selbst in Israel viele Wissenschaftler in Erstaunen versetzt, da derartiges bisher nicht bekannt war und die Frage offen lässt, warum es erst jetzt etdeckt wurde. Rudnicki untersucht seit Jahren offzielle- und geheime Dokumente über die israelisch-polnischen Beziehungen zwischen 1945 und 1967.

Botschafter Katz starb vor mehr als 20 Jahre und es wurde kein Beweis gefunden, ob Polen damals den Wünschen Meirs entsprochen hatte. Rudnicki selbst sagte zu dem Fund, dass der Inhalt des Dokuments ihn nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Jude überrascht habe. Der "Koordinierungsausschuss" auf den "Haaretz" sich bezieht, war ein Gremium welches aus Vertretern der israelischen Regierung und der Jewish Agency bestand. Man beschäftigte sich hauptsächlich mit der Koordinierung der großen jüdischen Einwanderungswellen aus Europa, die selbst heute, 20 Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhanges, noch nicht abgeschlossen sind.

Von 1956-58 kam die zweite große Einwanderungswelle aus Polen nach dem zweiten Weltkrieg in Israel an. Warschau hatte zu diesem Zeitpunkt Beschränkungen aufgehoben, die bis dahin Juden nicht erlaubte das Land zu verlassen. Rund 40.000 polnische Juden sollen dann nach Israel ausgewandert sein. In der ersten Welle im Jahre 1950 verhinderte Warschau noch die Auswanderung von jüdischen Wissenschaftlern, Ärzten und Ingenieuren. Mit der Machtübernahme durch Wadyslaw Gomulka und seiner Einleitung von Reformen (später als "Golmuka Tauwetter" bekannt), erlaubte es die Regierung auch der jüdischen Intelligenz auszureisen, hierunter auch hohen jüdischen Funktionären der Kommunistischen Partei.

Im Laufe der Jahre, auf die sich das Meir Dokument bezieht, waren jüdische Einwanderungswellen wurden auch aus anderen Ländern im Gange, eine schwere Belastung für den Staat. Die damaligen Statistiken zeigen, dass die Rate der Einwanderung jener Zeit, ähnlich war wie auf dem Höhepunkt der Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion von 1990 bis 1999. Derzeit kümmert sich eine gemeinnützige Organisation mit der Bezeichnung "Shavei Israel" um die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und den Nachkommen der Juden auf der ganzen Welt zu stärken. Hierbei vor allen Dingen in Polen, wo man versucht "versteckte" Juden aufzuspüren und zu reaktivieren.

"Versteckte Juden in Polen verloren jeden Kontakt mit dem Judentum aufgrund des extremen Antisemitismus auf welchem sie nach dem Holocaust, stiessen, manche wurden sogar assimilliert. Andere versteckten ihr Judentum vor den kommunistischen Behörden, können sich jetzt aber frei fühlen und ihre wahre Identität wieder aufzunehmen. In den letzten Jahren hat sich eine wachsende Zahl von Polen ihre jüdischen Abstammung wiederentdeckt und versucht das kostbares Erbe, das ihnen und ihren Vorfahren so brutal genommen wurden, zurückzugewinnen" - Schreibt der Gründer und Vorsitzende von "Shavei Israel" in diversen israelischen Tageszeitungen.

Etwa 4.000 Juden sind offiziell in Polen gemeldet. Doch eine ungleich größere Anzahl verschweigen nach wie vor oder wissen garnichts von ihrer Herkunft, da sie in den 40er Jahren als Kleinkinder ihre Eltern verloren. Man braucht nur mal ein Warschauer oder Krakauer Telefonbuch aufzuschlagen, um zu wissen, dass in Polen auch heute noch eine große Zahl jüdisch- stämmiger Menschen lebt, auch wenn ihre Namen teils polonisiert wurden. Vielen Frauen im Lande mit dunklen Augen, Teint und Haaren sieht man es sogar deutlich an. Wie viele polnische Juden damals beim Holocaust ums Leben gekommen waren, weiss von daher niemand genau, denn derartige Statistiken wurden im Rahmen sowjetischer Doktrinen regelmäßig nur dem Wetter angepasst. Vor dem zweiten Weltkrieg sollen in Polen noch 3,5 Millionen Juden gelebt haben, auch diese Zahl ist in der neuen Geschichte inzwischen mit einem Fragezeichen versehen. S. hierzu auch: Seltsame Bevölkerungsexplosion in Polen

Zur jüdischen Migration auch ein aktueller Bericht aus dem Wiener Standard

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Golda Meir-Treffen mit Adolf Eichmann!

Kommentar von: Kaiser Karl IV () Publiziert am 10-12-2009 21:34

Golda Meir-Treffen mit Adolf Eichmann!

Kommentar von: Kaiser Karl IV Publiziert am 10-12-2009 21:34

Wußten die Leser hier, daß Frau Meir schon in den 
Dreißigern eine führende Figur der Juden in Paläs= 
tina (Zionisten) war, die sowohl einmal in Berlin 
und ein zweitesmal in Palästina mit dem SS-Offizier Adolf Eichmann über ausreisewillige deutsche Juden nach Palästina verhandelte?

 

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09. Dezember 2009 17:13
 

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