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WHO versagt - Das Chaos um die Schweinegrippe

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Schweinegrippe: WHO unfähigGENF - Während auf zahlreichen Flughäfen dieser Welt ernstblickende Sicherheitsbeamte mit Mundschutz die Passagiere ankommender Flugzeuge abfertigen und die Welt- Gesundheitsorganisation "WHO" vor einer Pandemie warnt, versucht die Regierung in Mexiko einen möglichen Skandal im Zusammenhang mit dem angeblich dort stattgefundenen Ausbruch der Schweinegrippe möglichst klein zu halten und schraubt nicht nur die Zahl der Todesopfer kräftig hinunter sondern addiert nun auch nicht mehr sämtliche Verdachtsfälle, welche sich zum größten Teil bereits wieder bei der Arbeit oder im Schoße ihrer Familien befinden. Unabhängig von einer möglichen epidemischen Gefahr durch den Influenza-Virus H1N1, der die sog. Schweinegrippe auslösen soll und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, hat die "WHO" wieder einmal, wie schon bei BSE und Vogelgrippe, gezeigt, dass sie mit weltweiten Bedrohungen durch plötzlich auftretende ansteckende Krankheiten völlig überfordert ist und kein brauchbares Katastrophenmanagement betreiben kann.

Ein wahrhaftiges Chaos herrscht derzeit in dem weltweiten Versuch die Dinge um die Schweinegrippe zu koordinieren und deren tatsächliche Gefahr einzuschätzen. Den meisten verantwortlichen internationalen Organisationen und Regierungen ist erst einmal nichts Besseres eingefallen als das Scheckbuch herauszuholen oder wie z.B. in Ägypten alle Schweine zu töten, weil man dachte, dass die große Gefahr von ihnen ausgehen könnte. In der ganzen Aufregung, welche vor allen Dingen durch bekannte deutsche- und angelsächsischen Medien fast skandalös angeheizt wurde, hatte man es bei der Bewertung einer möglichen jetzigen Gefahr versäumt, auf das Umfeld vergangener schmeichelhafter Paniken wie in Zeiten von BSE und der Vogelgrippe zurückzublicken. Speziell in Deutschland waren es schon damals hauptsächlich Produkte des Axel Springer Verlages, welche regelrechte Hysterien in diesem Zusammenhang forcierten, die am Ende zwar einigen Politikern den Job kosten, aber niemandem das Leben, obwohl nachweislich verseuchtes Fleisch in Massen in den Handel gelangt war.

Selbst in Großbritannien, wo wahrscheinlich Millionen BSE- infizierter Rinder verspeist wurden starben in 10 Jahren gerade mal 153 Menschen an der neuen Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Während der Vogelgrippen- Panik kamen z.B. tonnenweise (angeblich) verseuchtes Fleisch und hundertausende Eier in den polnischen Einzelhandel, doch nicht ein Mensch erkrankte daran und von einer Sekunde zur anderen war ganz plötzlich die Vogelgrippe kein Thema mehr. Keine toten Schwäne mehr, keine Panik mehr. Nie in der Geschichte der Menschheit haben "auf einen Schlag" so viele Nutztiere mehr oder wenig sinnlos sterben müssen wie durch BSE, Vogel- und Scheinegrippe Hysterien. Milliarden haben die hierzu kräftig von Politikern inszenierten und den Medien gesteuerten Paniken die Staatshaushalte verschiedener Länder dieser Welt gekostet, nicht wenige haben in diesem Zusammenhang sogar ihren Job verloren. Am schlimmsten trifft die Panik meist die Deutschen, weil hier eine schlecht praktizierte Pressefreiheit auch den schwarzen Schafen unter den seriösen Medien zu Ruhm und Reichtum verhilft.

Die WHO (World Health Organisation) hat auf der ganzen Linie versagt und dies nicht nur weil es bei der Anhebung der Warnstufen für die Gefahr um die Influenza A-H1N1 (Schweinegrippe) recht leichtsinnig agiert, sondern weil sie offensichtlich weder einen Plan, noch einen Überblick über den angeblichen Herd dieser angeblich aktuellen Ausbreitung der Schweinegrippe hat. Anders als die WHO überall verbreitet, war die aktuelle Grippe- H1N1 bereits im vergangenen September in den USA (Texas) bei einem 10-jährigen Jungen aufgetreten. Es war der erste bekannte Fall von Schweinegrippe beim Menschen. Erst im März diesen Jahres, als ein weiterer Mensch in Texas und zwei in Kalifornien an dem Virus H1N1 erkrankt waren, meldete die US- Gesundheitsbehörde der WHO den Ausbruch einer neuen Grippe-Form die von Schweinen ausgehe. Doch die Weltgesundheits-Organistion hüllte sich aus unerklärlichen Gründen in Schweigen und meldete sich erst am 24. April zu Wort, als sie vor einer möglichen Pandemie im Zusammenhang mit den am diesem Tag erstmals erscheinenden H1N1- Katastastrophen-Meldungen aus Mexiko warnte. Gleichwohl war es die WHO, die als erstes verbreitete, dass sich das Virus H1N1 offensichtlich von Mensch zu Mensch übertrage.

Zu allem Überfluss schob die WHO dann auch noch den schwarzen Peter den Mexikanern zu, weil diese erst sehr spät von Grippe-Epidemie berichtet haben. Am 29. April starb dort ein zweijähriges Kind, dort wo die Schweinegrippe beim Menschen erstmals aufgetreten war, im US Bundesstaat Texas. Die WHO tat so, als wenn der tödliche Grippe- Virus aus Mexiko eingeschleppt worden sei. Bis dahin hatten sich bereits panische Reaktionen auf den Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko in anderen Ländern der Welt eingeschlichen. Man berichtete vor allen Dingen in deutschen Medien über "unzählige Todesfälle" und über 2000 Infizierten die mit dringendem Verdacht auf "Schweinegrippe" in Mexiko und der Welt in Krankenhäusern liegen würden. Mexikanische Zeitungen beriefen sich darauf was EU- und US- Medien meldeten, denn selbst konnten sie zur Ausbreitung der Schweinegrippe nichts sagen, da sie erst am 29. April über ein entsprechendes Labor verfügten, was adäquate Testergebnisse produzierte. Am 30. April waren es denn auch nur noch 8 Menschen die an der Schweinegrippe in Mexiko gestorben sein sollen.

In der letzten Meldung aus dem mexikanischen Gesundheitsministerium spricht man nun von 260 "AH1N1- Grippe" Fällen, hiervon seien 12 infizierte verstorben. Auch bestätigte Mann, dass wie bei jeder Grippe, sich das Virus von Mensch zu Mensch übertrage, deshalb nenne man es jetzt nicht mehr Schweinegrippe, sondern "AH1N1 Grippe". Einzig sei bemerkenswert, dass unter den Todesopfern auch einige junge Menschen seien, welche wahrscheinlich an keiner herkömmlichen Grippe hätten sterben können. Seit dem späten Abend kritisieren auch große US Medien, wie "New York"- und "Los Angeles Times" sowie die "Washington Post" die Hysterie um die sog. Schweinegrippe. Die "NY-Times" beklagt dass sie nicht verstehe wie man weltweit Alarm um dieses Thema schlagen kann, ohne überhaupt genau zu wissen, in welcher Größenordnung man denn in diesem Zusammenhang zumindest betroffen ist, wie ansteckend dieser Virus ist und wie tödlich er sein kann. "Alle behaupten immer, dass man die Antwort hierauf vor allen Dingen in Mexiko finde, doch dort scheint man selbst nicht zu wissen was Sache ist" - kommentieren die Autoren dieses Artikels das "WHO" Chaos.

Der "Washington Post" ist aufgefallen, dass es bisher nur relativ wenige Fälle von Schweinegrippe beim Menschen gibt, gemessen an der Masse sich die eigentlich sich an jedem der letzten Tage weiter infiziert haben müsste. Dies bestätigte auch das mexikanische Gesundheitsministerium, welches von einer großen Anzahl von Verdachtsfällen spricht, welche sich aber nicht mit der Schweinegrippe angesteckt hatten, sondern meist an einer normalen Grippe litten und bereits wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden seien. Die "Los Angeles Times" berichtet, dass rund 36 Tausend Menschen in den Vereinigten Staaten während eines normalen Influenza-Saison sterben, und zwischen 500 Tausend und einer Million weltweit jedes Jahr. Bemerkt aber auch, dass es einen Unterschied zum neuen Virus gebe, der vor allem junge Menschen bei guter Gesundheit angreife und ältere Menschen, die eigentlichen Opfer der üblichen saisonalen Influenza, hierbei mehr verschone.

In den USA hatte die Schweinegrippen Hysterie besonders hart eingeschlagen. Sogar die Aktienmärkte wurden infiziert. Der Dow-Jones-Index zieht es seit dem 24. April wieder permanent Richtung Keller, denn die Sorge um die nun durch das Virus leidende Beherbergungsindustrie und den Luftverkehr hat Folgepaniken ausgelöst, die auch durch die angekündigte Soforthilfe von 1.15 Milliarden Dollar durch Präsident Obama nicht gestoppt werden konnten. Hinzu kommt nun noch dass sicherlich die Welt jetzt irgendwann von der USA und der von ihr kontrollierten WHO eine Erklärung zu dem eigentlichen Herd des Ausbruches der Schweinegrippe beim Menschen fordern wird. Für die anschliessende Hysterie kann man sie allerdings nicht verantwortlich machen, denn hieran haben vor allen Dingen die deutsche- und angelsächsische Presse gearbeitet.

Datum: 1. Mai 2009 (Copyright)

Lesen Sie bitte auch hierzu: "Schweinegrippe" Panikmache oder weltweite Gefahr ?




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Vielem ist zuzustimmen.

Geschrieben von: Werner Hupperich () am 01-05-2009 01:01

Vielem ist zuzustimmen.

Geschrieben von: Werner Hupperich am 01-05-2009 01:01

Der Artikel enthält viele Aspekte, welche in der Tat eine kritische Betrachtung verdient hätten. Ein Weiterer wäre sicherlich die Frage wie es sich eigentlich seitens der Verantwortlichen rechtfertigen lässt, allein während der letzten vier Jahre rund 30 Milliarden EUR in die "Vogelgrippe- Pandemieprävention" investiert zu haben, um dann - überspitzt formuliert - ausgerechnet von mexikanischen Schweinen eiskalt erwischt zu werden. 
 
Grundsätzlich wäre aus meiner Sicht die Frage zu stellen, in wie weit zunehmende Allianzen von Wirtschaft und Forschung noch eine unabhängige, werturteilsfreie Wissenschaft ermöglichen. Kurz gesagt: Wenn Wissenschaft zur Ware deklariert und ausschließlich an ihrem ökonomischen Nutzen gemessen wird, degradiert dies jede Objektivitität nachhaltig zur schieren Illusion. 
 
Und wenn ein offensichtlich allein in Hausschweinen rekombiniertes Virus nicht mehr "Schweinegrippe-Virus" genannt werden soll, weil die Fleischindustrie "Umsatzeinbußen" fürchtet, so ist das meines Erachtens nach faktisch nichts weniger als der Versuch einer Zensur. 
 
Zur Entlastung (nicht nur) der deutschen Presse sei angemerkt, dass, wenn die vermeintlich unvoreingenommenen, objektiven Experten (WHO, FLI, RKI usw.) nicht frei von wirtschaftlichen Interessen mit der notwendigen Unvoreingenommenheit gewonnene Informationen übermitteln - was bzw. wie soll z.B. die Redaktion einer Tageszeitung daran zweifeln oder sich gar zu Kritik genötigt sehen? 
 
Allerdings mangelt es in der Tat offenbar auch vielfach schlicht am Willen - und in anbetracht zunehmenden "Personalabbaus" in den Redaktionen auch an notwendigen Ressourcen - zu gründlicher Recherche. 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
Werner Hupperich 
 
WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 
www.wai.netzwerk-phoenix.net

 

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