Berlin schweigt zu Massengrab

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Genozid an deutschen in Polen ?Schon seit dem vergangenen Oktober ist es bekannt (Polskaweb berichtete), doch erst seit heute reagieren auch große deutsche Zeitungen auf den unglaublichen Fund von bereits über 1800 toten, deutschen Zivilisten in einem Massengrab im Zentrum der nordpolnischen Stadt Malbork, die bis zum Ende des zweiten Weltkrieges Marienburg hieß und überwiegend von Deutschen bewohnt war. Die deutschsprachige Presse bezog jetzt ihre Informationen zu dem Stand der Dinge in Marienburg von der polnischen Presseagentur PAP, in denen allerdings wichtige Indizien über die möglichen Täter nicht aufgeführt wurden, Ersatzweise zitierte man aber die Worte eines Mitarbeiters des Burgmuseums der Stadt, welcher die 1800 Opfer einer Schlacht zwischen der roten- und der deutschen Armee Anfang 1945 zuordnet, bei denen viele Zivilisten durch Querschläger getroffen worden sein sollen. Festgestellt hatte man allerdings, dass eine große Zahl der gefundenen Schädel der Toten Schusslöcher kurz über dem Nasebein aufwies. Diese Theorie und auch Andere die in diesem Zusammenhang in Marienburg oder den polnischen Medien kursieren sind meist arg widersprüchlich und teilen nun einen guten Teil der Bevölkerung welche an der lückenlosen Aufklärung der Geschehnisse um das Massengrab sehr interessiert ist von jenen, die am Liebsten diese grausige Fundstätte wieder zuschütten möchten.

Die Ereignisse in Marienburg überschlagen sich seit dem Oktober im Zusammenhang mit dem Massengrab an der Piastowska Strasse. Von erst 67 Toten die man fand und schon Stunden später auf dem Gelände einer alten deutschen Kirche schnell und oberflächlich wieder einbuddelte, obwohl knapp 3 Dutzend der gefunden Schädel der Skelette Einschusslöcher in der Stirn aufwiesen, bishin zu über 1800 Skeletten die laut PAP bisher geborgen worden sein sollen. Das polnische Staatsfernsehen berichtete sogar von über 2000 Opfern und zeigte Bilder von Behältern mit Schädeln von Kindern und Babys. Die bisherigen, teilweise verschleppten Ermittlungen, zu dem hier unübersehbar stattgefundenen Massenmord spotten derweil jeglicher Beschreibung. Die Behörden gehen fest davon aus dass die rote Armee das Verbrechen begangen hat und nur dahingehend wird ermittelt und berichtet. Von den Tätern gibt es von daher auch meilenweit keine Spur.

Indizien dass vielleicht polnische Milizen oder gar Einwohner der Stadt ihre Finger im Spiel hatten, oder zumindest von dem Verbrechen wussten, gibt es allerdings schon. In Anbetracht dessen dass alle Opfer völlig nackt in dieses Grab gelegt wurden, Kleiderhaufen aber in der Nähe der Opfer ausgegraben wurden, führen unweigerlich zu der Erkenntnis, dass der Fundort auch der Tatort gewesen sein muss, das Gelände des polnischen Hauses an der Piastowska Strasse 18 in Marienburg. Vielen Opfern, auch Kindern, wurde direkt in die Stirn geschossen. Staatsanwaltschaft und andere Behörden des heutigen Malbork versuchten den Fund der Mordopfer zu verschleiern und schlossen ihre Akten schon kurz nach Anzeigen besorgter Bürger. Keiner in Malbork wusste etwas von diesem gigantischen Massenmord mitten im Zentrum der Stadt und in keinem Archiv gibt es hierauf einen Hinweis. Dementsprechend, als würden hier gar keine Toten liegen, wurden auch die Ausgrabungsarbeiten mit einem Schaufelbagger mit schleunigst durchgeführt, wobei viele Skelette auseinandergerissen wurden. Die Anweisung der Maßnahme in diesem Stile kam vom Bürgermeister der Stadt, der sein Touristenmagnet erhalten will.

Die Piastowska Strasse 18 in Marienburg war bis zum Oktober eine erste Adresse der Stadt. Genau gegenüber befindet sich der Magistrat und das Tourismus Büro des vielbesuchten Ortes. Die Hausnummer 18 hat allerdings keine Gebäudeteile mehr, da diese zugunsten eines neuen 4 Sterne Hotels (wahrscheinlich Sheraton) weichen mussten. Gerade die älteren Bürger der Stadt die teilweise auch schon vor Kriegszeiten hier lebten hatten bis zuletzt versucht den Abriss des "polnischen Hauses" auf diesem Grundstück zu verhindern, denn dieses Gebäude auf dessen Gelände das Massengrab gefunden wurde, haben eine lange Geschichte und Tradition. War es doch das Sinnbild des Polentumes der westpreussischen Stadt Marienburg die ansonsten zum deutschen Reich gehörte.

Im polnischen Haus an der Piastowska Strasse 18 fand z.B. am 11 Juli 1920 eine große Abstimmung um die Zugehörigkeit Marienburgs zu Preussen statt, an der 9641 Personen teilnahmen, aber nur 165 davon sich für die Zugehörigkeit der Stadt zu Polen entschieden. Die Namen jener welcher sich Polen zugehörig fühlten hat man später auf einer Gedenktafel verewigt und diese dann im polnischen Haus aufgehangen. Der Hotel- Investor, die Europäische Hypothekenfonds SA, hatte mit der Baugenehmigung für die Piastowska 18 auch diverse Auflagen in Kauf nehmen müssen, wozu auch die Übernahme dieser Gedenktafel und Mauerteile des polnischen Hauses gehören. Doch nach dem Fund dieser gigantischen Todesstätte direkt unter dem geplanten Hotel will der Investor am Liebsten die Segel streichen, da er das Ausbleiben der Gäste des Hotels durch die grauenhafte Entdeckung auf diesem Grundstück befürchtet.

Durch verschiedene Anzeigen und Pressemeldungen haben inzwischen Justizbehörden und Politiker in Deutschland Wind von dem vermeintlichen Genozid in Marienburg bekommen. Doch weder von der deutschen- noch von der polnischen Seite kam bisher die Hand zur Zusammenarbeit. Nur ein netter, älterer Herr aus Deutschland, der Buchautor und geborene Marienburger Dr. Rainer Zacharias, tauchte vor zwei Wochen besorgt in der Amtsstube des Malborker Bürgermeister auf und befragte diesen zu den grauenhaften Funden. Ausgerechnet auch die rechtsnationale deutsche Partei NPD macht sich ähnliche Sorgen wie viele Polen und machte eine Eingabe im Schweriner Landtag wegen dem Marienburg Massengrab, die offensichtlich aber ins Leere zu laufen scheint, denn die stärken Kräfte aus CDU, SPD und den Linken sind nicht an ermordeten Deutschen in Polen interessiert. Tote zahlen keine Steuern und kranke kosten nur Geld, scheint die Devise zu sein. In Polen übersetzt man so etwas mit "Menschenverachtung". Die jungen Polen in Malbork sind bereits etwas verwirrt über das fehlende Engagement deutscher Behörden.

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Dokumentation wesentlich

Kommentar von: Michael M. () Publiziert am 12-02-2009 19:51

Dokumentation wesentlich

Kommentar von: Michael M. Publiziert am 12-02-2009 19:51

Das Schweigen der Deutschen dürfte in Wirtschaftsinteressen begründet sein. Gleichwohl ist eine genauste Untersuchung des Massengrabes von größter Wichtigkeit (z.B durch Archäologen und Rechtsmediziner). Nur so lassen sich sichere Rückschlüsse über die Handlungsabläufe und die möglicherweise daran beteiligten Opfer und Täter gewinnen. Ein- und ausbuddeln der Toten und die Knochen in Eimer stecken ist da nicht sehr hilfreich.

 

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Späte Berichte in den deutschen Medien

Kommentar von: Holger W. () Publiziert am 22-01-2009 14:40

Späte Berichte in den deutschen Medien

Kommentar von: Holger W. Publiziert am 22-01-2009 14:40

Wer die bundesdeutsche politik- und medienlandschaft kennt, der ist wohl kaum über die verspätete und fragmentartige Berichterstattung und das gebremste Interesse der deutschen Politik an diesem Massengrab und seiner Geschichte überrascht. 
Nichts desto trotz werden die nun erschienene Berichte hoffentlich genug Öffentlichkeit erzeugen, um eine qualifizierte Recherchearbeit zu ermöglichen. Der deutsche Volksbund für Kriegsopfer... ist seit längerem eingeschaltet und sollte die Chance der Darstellung seiner Arbeit möglichst umgehend nutzen und schnellstmöglich vor Ort tätig werden. Vermutlich wurde an einigen Verantwortlichen deutschen Stellen auch die Brisanz dieses Fundes völlig unterschätzt...

 

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DNA Test Fordern

Kommentar von: Mariuszek () Publiziert am 22-01-2009 11:09

DNA Test Fordern

Kommentar von: Mariuszek Publiziert am 22-01-2009 11:09

Die polnischen Behörden gehen davon aus dass es deutsche, zivile Opfer sind die in Marienburg liegen. Da einige hiervon nachweislich keines natürlichen Todes gestorben waren und unklar ist wer genau diese Toten sind, ist die deutsche Staatsanwaltschaft verpflichtet sich einzuschalten, wie in jeder anderen Mordsache auch wo es Deutschen im Ausland an den Kragen ging. 
 
Als erstes sollte dann mal eine DNA Probe genommen werden, um die Menschen vielleicht einmal namentlich zuordnen zu können. Dies könnte dann irgendwann auch vielleicht den Todeszeitpunkt in etwa bestimmen.

 

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welches Schweigen

Kommentar von: pepe () Publiziert am 22-01-2009 09:28

welches Schweigen

Kommentar von: pepe Publiziert am 22-01-2009 09:28

Ich kann beim besten willen euch nicht verstehen, Was soll jetzt die deutsche Regierung machen? Wo man noch nichts Genaueres weiß. Es war noch nie die Art der Bundesregierung Voreilig zu agieren. Ich stimme zu, dass man in deutschen Medien fast gar nicht darüber berichtet. Ich habe gestern das erste Mal auf Spiegel.de einen Artikel darüber gelesen.

 

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Kriegsverbrechen

Kommentar von: HG. Hildebrandt () Publiziert am 21-01-2009 08:39

Kriegsverbrechen

Kommentar von: HG. Hildebrandt Publiziert am 21-01-2009 08:39

Entsetzliches Schweigen der offiziellen Politik, als könne man damit dieses Verbrechen ungeschehen machen, es aus dem politischen Handeln verdrängen. 
Nicht mit schönen Worten und Festtagsreden wird Frieden und Normalität zwischen den Völkern geschaffen. Durch gegenseitige Achtung und Aufrichtigkeit, durch Reue, Wiedergutmachung und gegebenenfalls Bestrafung der Schuldigen sollte diese dunkle Seite der Kriegsgeschichte aufgearbeitet werden.

 

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nur die Rote Armee ?

Kommentar von: krasnaja () Publiziert am 13-01-2009 17:39

nur die Rote Armee ?

Kommentar von: krasnaja Publiziert am 13-01-2009 17:39

1500 Getötete, egal von wem, das sind nicht Wenige, keine gewissermaßen im Vorbeigehen begangene Tat im Zuge einer vielleicht verständlichen Eurphorie über die Vertreibung der Deutschen.1, 2 Menschen einfach nach Gusto umzulegen, weil es gerade mal so paßte oder 10, 20 Tote einfach irgendwie und irgendwo zu verscharren, bedarf keiner nennenwerten Kenntnis. So etwas "geht unter" wenn umher die Welt zusammenbricht Bei 1500 gehört aber eine gewisse Logistik dazu. 
 
Richtig ist natürlich, daß die Fluchterlaubnis, anfangs verboten, dann zu spät kam. Aber nur eine Flucht aus Angst vor der Rache der Roten Armee ? . 
Nicht auch eine Angst vor der im Schutze der Roten Armee kommenden polnischen Armee, und in Kenntnis der entsprechenden Aufrufe an das polnische Volk. z.B. v. 22. Juli 1944, in dem "Rache an den Deutschen zu üben ist" , damit "den Deutschen ein neues Grunwald beschert wird" ?  
 
Damit mein Beitrag richtig verstanden wird: Verbrechen an der Zivilbevölkerung werden immer begangen werden, von Deutschen vorher, von Russen danach und auch von Polen, insbesondere bei Umwälzungen , wie sie im Zuge der Befreinung Polens durch die Rote Armee stattfanden. 
Die Toten in Marienburg sind erneut ein Zeugnis dafür.

 

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nur die Rote Armee ?

Kommentar von: Korthüm () Publiziert am 13-01-2009 13:10

nur die Rote Armee ?

Kommentar von: Korthüm Publiziert am 13-01-2009 13:10

Als Hinweis zum Beitrag von KARI: 
Es stimmt ja, daß eine Duldung der Flucht sowohl seitens der Partei als Verrat gewertet wurde, teilweise sogar entsprechend geahntet worden ist, und dann, als es dann "zu spät" war, entsprechende Opfer gegeben hat:  
Aber ganz so schuldlos an den Opfern war die polnische Armee, die dann im Schutze der Roten Armee kam, auch nicht, mehr noch waren es die Banden, die sich dann im Schutz der polnischen Armee Kompatantenstatus anmaßten, wo sich dann sogar die Rote Armee schützend vor die Deutschen stellten. 
In diesem Zusammenhang ist es auch durchaus von Wichtigkeit, daß der Fluchtgedanke nicht nur durch Angst vor dem Verhalten der Roten Armee bestimmt war sondern nicht unerheblich durch die Befehle Beiruth s ab Herbst 1944 bestimmt waren, nämlich, wie mit den "Septemberverbrechern" gemeint war der 1.9.39 und den Deutschen generell umzugehen ist.

 

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Massengrab

Kommentar von: Wolfgang R. Thun-USA () Publiziert am 12-01-2009 16:14

Massengrab

Kommentar von: Wolfgang R. Thun-USA Publiziert am 12-01-2009 16:14

Bitte versuchen diese Frage nicht zu politisieren, denn viele - wie auch ich - habe viele Jahre Vater, Mutter oder andere Familienangehoerige gesucht und die Identifizierung sollte vordergruendig sein. 
Mit freundlichen Gruessen

 

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Massengrab Marienburg

Kommentar von: Dietmar Wrage () Publiziert am 07-01-2009 13:53

Massengrab Marienburg

Kommentar von: Dietmar Wrage Publiziert am 07-01-2009 13:53

Da müßte doch noch eine Aufklärung möglich sein. Neben den vielen Ertrunkenen gehören diese namenlosen Opfer doch zu der Anzahl der zivilen Kriegstoten, die auch zu tausenden einzeln "vergraben" wurden. Vergeßt die Politiker. Die Marienburger werden es klären.

 

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Falsche Behauptung

Kommentar von: Kari () Publiziert am 07-01-2009 09:48

Falsche Behauptung

Kommentar von: Kari Publiziert am 07-01-2009 09:48

In Deutschland schreiben BILD und Süddeutsche Zeitung (neben Blättern der Neonazis, zum Kotzen!) zum Thema "Massengrab in Marienburg" und zitieren den Museumsmitarbeiter Jesionowski aus Malbork mit den Worten, die Wehrmacht habe die Zivilbevölkerung "Ende 1944" zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Diesem Blödsinn muss widersprochen werden! Die Nazis haben im Gegenteil die Flucht verboten, die Zivilisten saßen in Marienburg (und vielen anderen Städten) auf gepackten Koffern und durften nicht Richtung Westen abreisen! Selbst Vorbereitungen zur Flucht waren verboten und wurden drakonisch bestraft (Flucht wurde als Defätismus bewertet, die Nazis glaubten ja an den "Endsieg" und verlangten, dass alle daran glauben sollten, und jeder, der fliehen wollte, glaubte offensichtlich realistisch daran, dass Deutschland den Krieg verlieren würde). So kam es, dass erst Mitte Januar 1945, nach dem Beginn der sowjetischen Invasion, viel zu spät die Evakuierungsbefehle kamen und die Menschen auf verstopften Straßen massenhaft starben (erfroren, verhungert) oder von den Sowjetischen Truppen eingeholt und häufig brutal behandelt worden sind. Was soll die völlig unsinnige, falsche Behauptung des Herrn Jesionowski? Den ermordeten Zivilisten die Schuld für ihren eigenen Tod zuschieben? Vielen Dank für die objektive Berichterstattung von POLSKAWEB!

 

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Massengräber.

Kommentar von: Claus Pichlo () Publiziert am 07-01-2009 09:27

Massengräber.

Kommentar von: Claus Pichlo Publiziert am 07-01-2009 09:27

Wie Polskaweb schon schreibt: Die Menschenverachtung der Bundesregierung (die selbstverständlich über das Massengrab unterrichtet ist) und der deutschen Medien (die von mir etwa vor 3 Wochen über den Bericht in Polskaweb benachrichtigt wurden)ist kaum noch zu überrbieten. 
Dass Frau Merkel sich lieber für die Interessen der Polen einsetzt wenn es um die Angelegenheiten der deutschen Vertriebenen geht, hat sie selbst gesagt. Dass sie den guten bilateralen Beziehungen zu Polen alles opfert was auch nur entfernt an ihre Pflichten als deutsche Kanzlerin erinnert, hat ihr Aussenminister den Vertriebenen sogar schriftlich gegeben. 
Die gesamte deutsche Presse ist mittlerweile soweit, dass sie es nicht mehr wagt über etwas zu berichten, was der Kanzlerin und ihren Freunden nicht in den Kram passt. Sogar der fest in CDU/CSU-Hand befindliche BDV (Bund der Vertriebenen)bequemt sich erst nun, nach mehrmaliger Aufvorderung wahrscheinlich, über die Ungeheuerlichkeit um das Massengrab zu berichten.Ich kann nur hoffen, dass er das so seriös tun wird wie das POLSKAWEB. 
Dem Mut des Polskaweb und seinem bewundernsweren Bemühen um Objektivität können wir Vertriebene es verdanken, dass wir überhaupt darüber informiert werden, was vieleicht mit unseren Verwandten passiert ist, die 1945 spurlos verschwunden sind. Die deutschen Medien und die deutsche Regierung will das unbedingt verhindern, denn mit solchen Informationen wird die gesamte Nachkriegsgeschichtschreibung der Siegermächte ja ad Absurdum geführt.Das ganze Lügengebäude der polnischen Geschichtsklitterung wäre ebenso in Gefahr. Polen als Täter - das ist undenkbar. Sollten die Polen eventuell als Raubmörder auf deutschem Grund und Boden sitzen? Sind die angeblich leeren deutschen Gebiete erst von Polen "entleert" worden? 
Wenn wir nicht endlich solche Fragen einvernehmlich klären, und solche "Sprengsätze" wie das Massengrab (und all die anderen Massengräber in Polen) wieder schnell verbuddeln, dann fliegt uns später das ganze Lügengebäude um die Ohren!(Schon heute verhindert es eine Verständigung). 
Wie kann man sowas der Kanzlerin verständlich machen - keine Ahnung - zum Glück gibt es aber in Polen wohl Leute, die endlich den aufrechten Gang für sich beanspruchen. Das ist bewundernswert!! 
Ich glaube viele Deutschen würden sich diesen Polen gerne anschließen, wenn sie die Chance dazu bekämen, aber sie ahnen nicht was ihre Presse und ihre Regierungen mit ihnen macht, und wie sie durch Informationsentzug verblödet werden. 
Ein erneutes Verbrechen an den Ermordeten in den Massengräbern, diesmal durch die Deutschen.

 

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07. Januar 2009 00:25