BUDAPEST - Widersprüchliche Angaben von Behörden in Ungarn bezüglich von Aktivitäten der israelischen Luftwaffe über Budapest, lassen den Verdacht aufkommen, dass hier, wie erst kürzlich schon im Emirat Dubai der Mossad, an einem Mord beteiligt gewesen sein könnte. Zwei Spionage- Gulfstream V-Jets des israelischen Militärs waren am Mittwoch über die Türkei, Bulgarien und Rumänien in den ungarischen Luftraum eingedrungen und hatten sich dann in Richtung der Hauptstadt Budapest begeben, wo sie sich zweimal in niedriger Höhe dem Ferihegy International Airport näherten, jedoch nicht landeten, sondern jeweils nach Osten abdrehten und dann verschwanden. Etwa zur gleichen Zeit wurde ein 52- jähriger Syrer im Osten Budapests ermordet. Ein Killer hatte ihn in seinem Luxus- Mercedes an einer Ampel erschossen und einen schwarzen Aktenkoffer mitgenommen. Die Polizei gab bisher nur das Alter und die Herkunft des Opfers an, ansonsten schweigt sie über dessen Identität. Die israelische Botschaft in der Stadt will nichts von "schwarzen Szenarien" hören und spricht von Routine- Aufklärungsflügen. Das ungarischen Verteidígungsministerium hält dagegen und fordert eine Untersuchung.
KRAKAU - Ein Krakauer Gericht hat am Donnerstag drei Männer verurteilt, die wegen des Diebstahls der Gedenktafel "Arbeit macht Frei" vom Eingangstor des ehemaligen NS-Vernichtungslager Auschwitz angeklagt waren. Die Strafen liegen zwischen 18 - und 30 Monaten Freiheitsentzug. Zusätzlich sollen die Täter je 10 000 Zloty Geldbuße an das Auschwitz- Museum zahlen. Nach der Urteilsverkündigung wurden die Männer aus der Haft entlassen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten alle Drei die Tat gestanden und sich selbst für eine Strafe ausgesprochen. Drei weitere angebliche Täter, hierunter ein Schwede der in Stockholm in Auslieferungshaft sitzt, soll der Prozess erst nach seiner Vernehmung gemacht werden. Das Gericht in Krakau hat nun die in der Beweisführung gegen die restlichen Verdächtigen notleidende Staatsanwaltschaft, in eine weitaus bessere Position gebracht, denn die jetzt Verurteilten sind nun nicht mehr Angeklagte, sondern Zeugen.
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