Perm - Mindestens 112 Todesopfer und 140 zum Teil schwerverletzte Besucher eines Nachtclubes in der Ural-Stadt Perm in Russland hinterliess ein Flammenmeer nach der Explosion von Feuerwerkskörpern in den Räumlichkeiten - berichtet aktuell ein Untersuchungs-Ausschusses des Amtes der Generalstaatsanwalts in der Stadt. Knapp 250 Gäste hatten sich in dem Club in der Nacht vom Samstag auf Sonntag aufgehalten, als während einer Show Feuerwerkskörper gezündet wurden, die nach Angaben der Behörden nur für den Gebrauch im Freien zugelassen waren. Eine Deckenverkleidung aus Plastik soll dann in Brand geraten sein und habe innerhalb kürzester Zeit alle Räume mit Rauch gefüllt, das Feuer breitete sich gleichzeitig so schnell aus, dass für viele Gäste nicht einmal mehr die Flucht blieb. Mehr als ein Dutzend sollen auch während der Panik totgetrampelt worden sein. Der Besitzer des Nachtclubs wurde inwischen ausserhalb von Perm durch die Miliz gestellt und festgenommen.
Video der Brandkatastrophe in russischem Nachtclub
Filme zeigen dramatische Szenen, nicht geeignet für Kinder und Jugendliche
In den Krankenhäusern von Perm liegen Kohlenmonoxid-Vergiftete, halbverbrannte- und durch die Panik übelst zugerichtete Menschen. 85 hiervon sind sehr schwer verletzt, sodass sich die Zahl der Todesopfer in den nächsten Stunden und Tagen noch erhöhen dürfte. Bei fast allen Opfern soll es sich um Mitarbeiter des Besitzer dieser Gastronomie-einrichtung und deren Familien die hier feierten, als plötzlich alles in Flammen aufging. Die Rettungskräfte aus Feuerwehr und medizinischem Personal waren bis zum frühen Morgen im Einsatz.
Die Brandursache in Verbindung mit den Feuerwerkskörpern ist die meistgenannte Version russischer Behörden, der Miliz und Feuerwehr. Einen Terror- Anschlag schliesst man aus. Es gibt aber auch Hinweise, dass die Polizei in Perm vermutet, dass der Brand bewusst herbeigeführt worden sein könnte. Mehrere Minister sind aus Moskau kommend im Ural eingetroffen. Sie haben Anweisung den Familien der Opfer und Überlebenden Trost zu spenden und die Ermittlungen vor Ort zu unterstützen. Auch der russische Präsident wird am Vormittag in Perm erwartet.
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