"Dieses Flugzeug hätte den zweiten Weltkrieg völlig anders verlaufen lassen können" - schreiben US Medien und zeigen Bilder eines Flugzeuges welches den Betrachter eher an die Zukunft denn an die Vergangenheit erinnert. Dennoch wurde ein solcher Bomber bereits im Jahre 1944 gebaut und hätte durchaus bei einem Masseneinsatz den damaligen Feind das Fürchten lehren können. Die deutsche Horten Ho-229, von der wegen dem nahenden Ende des zweiten Weltkrieges nur 3 Stück gebaut werden konnten, war nicht nur weltweit das erste Flugzeug mit Radar-Technologie, sondern es war auch für solche Anlagen des Gegners unsichtbar, flog an der Schallgrenze und hatte sogar schon einen Schleudersitz. Spezialisten des US-amerikanischen Waffensystems- Herstellers Northrop Grumman ist es gelungen eine Ho-229 originalgetreu nachzubauen, mit verblüffendem Ergebnis, wie der Konzern bestätigte.
Northrop Grumman Ingenieure haben es geschafft eines der größten Geheimnisse des zweiten Weltkrieges zu lüften. Unter Vorlage deutscher Pläne und dem Einsatz von nur 250 000 Dollar baute man in 2500 Arbeitsstunden eine Ho-229 in Original- Größe nach. Wahrscheinlich nicht einmal zufällig kam aus den Plänen ein Flugzeug heraus, was dem in den 90er Jahren entwickelten "B-2 Spirit" Bomber für die US Luftwaffe zum verwechseln ähnlich sieht. Northrop hatte bei der Entwicklung des legendären Tarnkappenbomber B-2 wahrscheinlich schon mit Ho-229 Plänen experimentiert. Möglich ist auch, dass die Ho-229 schon vor Jahrzehnten nachgebaut wurde und erst jetzt der Welt präsentiert wird, da man damals nicht zugeben wollte, mit Hilfe deutscher Entwicklungen zu arbeiten. Die Überreste einer "Ho-229" wurden am Ende des Krieges von der US-Armee gefunden. Diese werden heute im National Air and Space Museum in Washington aufbewahrt.
Die deutsche Ho-229 wurde im Jahre 1944 erstmals gebaut und erfolgreich getestet. Die Carbon-beschichtete Oberfläche, mit einer Beimischung von Klebstoff war eine Möglichkeit für Radare relativ unsichtbar zu sein. Der damalige Chef der Luftwaffe, Hermann Göring, hatte vorab ein Flugzeug in Auftrag gegeben, dass 1000 Kilometer /h schnell sein sollte, 1000 Kilometer weit fliegen konnte und 1000 Kilo Bombenlast aufnahm. Heraus kam die Ho-229, welche aber durch die schnell vorrückenden Allierten nicht in Serie gebaut werden konnte. Die Luftfahrtpioniere Reimar und Walter Horten begannen die Entwicklung der Ho- 229 (auch Horten IX genannt) unter der Bezeichnung "Sonderkommando IX" in Göttingen. Der erste Testflug des düsengetriebenen Bombers fand am 02.02.1945 in Oranienburg statt. Er dauerte 30 Minuten und verlief ohne Probleme. Der Pilot hiess Erwin Ziller.
Es ist kein Geheimnis, dass die Gewinner des zweiten Weltkrieges und ihre Verbündeten Nachkriegsdeutschland weitestgehends leeräumte. Die Beute, bestehend in erster Linie aus hochentwickelter ziviler und militärischer Technik und derartige Planungen, hatte man schon lange vor dem Ende der Nazis untereinander aufgeteilt. Unzählige Erfindungen der Amerikaner, Briten und Sowjets aus den Jahren nach dem Weltkrieg basieren eigentlich auf deutschen Plänen und Patenten. Tausende Güterzüge, Flugzeuge und Schiffe transportierten aber nicht nur deutsche Kultur, wissenschaftliche Errungenschaften und gigantische Vermögenswerte über den Atlantik oder nach Osten, sondern auch das Gros der damaligen deutschen Wissenschaftler. Auf diesem Wege landeten dann auch gegen Ende 1945 die Original- Pläne der Ho-229 in den USA. Später gesellte sich dann hierzu auch das Wrack einer dieser drei gebauten Maschinen, welches seitdem in einem Museum eingelagert war.
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PolskaOjczyzna - Dann zahlt mal
Geschrieben von: Igor Wolf () am 18-07-2009 13:31