Berlin - Dass Adolf Hitler ein gewaltiges Problem mit Juden hatte, das wissen wir, aber dass er sogar das Gold seiner Opfer im Mund getragen haben soll, das scheint neu zu sein. Zumindest aber suggerieren dies Dr. Hans-Joachim Neumann, Professor der Medizin an der Charité in Berlin und der Historiker Henrik Eberle, welcher in einem jetzt erschienen Buch mit dem Titel "War Hitler krank ?" eine solche These aufstellen, was natürlich vorrangig von ausländischen Medien aufgegriffen wurde, um "Monster" Hitler und seinen Landsleuten noch einmal ein paar Seitenhiebe zu verpassen. Die Autoren gingen eigentlich in ihrem Buch der Frage noch, ob ein Mann der Millionen Menschen umbrachte, eigentlich krank sein müsse. Im Ergebnis kam man zu der Erkenntnis, dass Hitler voll für seine Taten verantwortlich war, also genau gewusst habe was er tat.

"Hitler hatte Gold-Füllungen, die aus dem Mund von Juden gerissen worden waren" - so und ähnlich betitelten z.B. britische und polnische Zeitungen am Mittwoch die neuesten Erkenntnisse über des Diktators Zahnbild. Konkrete Beweise gibt es für diese Theorie allerdings nicht, denn die konnten auch Hans-Joachim Neumann und Historiker Eberle nicht liefern. Nach ihren Angaben weise ein Indiz aus dem Jahre 1941 darauf hin, dass ein Mitarbeiter des Zahnarztes von Adolf Hitlers, Hugo Blaschke, an die Geschäftsstelle des SS-Führer Heinrich Himmler schrieb und um 50 Kilo Gold bat, das für die Gebisse der Nazi - Führung gebraucht werde. 1944 soll dann Blaschke Hitler insgesamt 10 Goldfüllungen gemacht haben. Doch die Vernichtungslager aus welchen solches Gold gekommen sein sollen, waren zum Zeitpunkt des angeblichen Briefwechsels noch garnicht gebaut oder in Betrieb. Warum sollte also ein Zahnarzt eine derartige Anfrage stellen ?
Die ersten Juden sollen erst im Frühjahr 1942 in den Vernichtungslagern wie Auschwitz- Birkenau, Chelmno bei Łódź, Belze und Majdanek bei Lublin, Sobibor und Treblinka im Generalgouvernement, sowie Maly Trostinez in Weißrussland eingetroffen sein. Auschwitz-Birkenau war z.B. erst im Dezember 1941 fertiggestellt worden. Für ihr ansonsten fachlich ausgezeichnetes Buch hatten die Autoren nach eigenen Angaben zwei Jahre lang unter anderem in Personalakten der Berliner Charité und in Moskau recherchiert. Vor allem aber seien auch die Tagebücher von Adolf Hitlers (1889-1945) Leibarzt Theodor Morell (1886-1948) umfassend ausgewertet worden. Die Einmaligkeit des Werkes wollten Neumann und Eberle womöglich mit ein wenig zu viel Dramatik unterstreichen. Die Herkunft von Hitlers Goldzähnen dürfte also weiterhin ungeklärt sein.
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Nebbich!
Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 15-10-2009 21:52