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Polnischer Historiker: Hitler war ein großer Staatsmann

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




HitlerDer Fall der Berliner Mauer und die Beseitigung des Kommunismus hat nicht nur Millionen Menschen die Freiheit gebracht, sondern auch Hundertschaften von Historikern in Bewegung gesetzt die seitdem dabei sind die ganze Wahrheit über den zweiten Weltkrieg, seine Vorgeschichte und das was danach kam möglichst lückenlos nachzuvollziehen. In diesem Zusammenhang müssten bereits Geschichtsbücher geändert oder neu geschrieben werden und ein Ende dieser Fahnenstange ist noch nicht abzusehen. Polen steht bei der Geschichtsrecherche auf allen Listen ganz oben, denn hier hatte der zweite Weltkrieg begonnen und von hier kamen die meisten Informationen und Statistiken zum Holocaust, der SS, der roten Armee und Wehrmacht, sowie der Rolle der Polens selbst in den Jahren 1939 bis 1945. Einer der diesen Dingen schon seit Jahrzehnten ganz besonders tief auf den Grund geht ist der bekannte Historiker an der Universität Warschau Prof. Paweł Wieczorkiewicz. Doch der hat jetzt ein wenig mehr als ins Fettnäpfchen getreten und viele Menschen regelrecht schockiert als er öffentlich Adolf Hitler in der rechten Zeitschrift "Templum Novum" als einen hervorragenden Staatsmann und Politiker bezeichnete.

Die Kontroverse Ansichten des Historikers Paweł Wieczorkiewicz wurden am Dienstag Abend gleich in mehreren Radio und Fernsehprogrammen heftig diskutiert, denn Wieczorkiewicz ist nicht irgendwer, sondern ein anerkannter Historiker der in mehreren geschichtlich-wissenschaftlichen Räten des Staates und der Wojewodschaften sitzt, sowie historische Lernprogramme für das Radio und öffentliche polnische Fernsehen zusammenstellt. Auch als Sowjetologe ist Wieczorkiewicz eine bekannte Kapazität. Doch was sich am wenigsten mit seinen staatlichen Aufgaben in Übereinstimmung bringen lässt ist seine Sympathie für Hitler und den bekannten Holocaust Leugner David Irving, den er persönlich kennt und als den besten Kenner der Geschichte des zweiten Weltkrieges bezeichnet. In seinem Interview mit "Templum Novum" verneigte sich Wieczorkiewicz aber nicht nur in Lob und Anerkennung vor Adolf Hitler. Er bedauerte gleichzeitig auch dass Polen nicht mit dem dritten Reich zusammen gegen Russland marschiert sei, was Europa schon viel früher vereint hätte als wie es jetzt so langsam realisiert werde. "Warschau hätte sogar eine Hauptstadt des neuen Europas sein können mit 3-4 Behördensprachen" - holte der Historiker aus.

Paweł Wieczorkiewicz hat aber nicht nur ein besonderes Faible für Adolf Hitler. Auch beschrieb er schon in einem anderen Interview Massenmörder wie Josef Stalin und Lawrenti Beria, den man während des zweiten Weltkrieges den russischen Himmler nannte, in wachsender Sentimitalität. Beria war während des zweiten Weltkrieges Chef des berüchtigten stalinistischen Geheimdienstes NKWD. Über ihn sagte der Historiker dass er schon in den 40er Jahren, also fast 50 Jahre vor Gorbatschow eine Perestroika in Russland geplant habe. Entkommunistizierung und Auflösung der Kolchosen standen demnach oben auf seiner Prioritätenliste. Über Stalin sagte Wieczorkiewicz, dass dieser neben seinen Schergen der Bescheidenste von allen gewesen sei. Ausser seiner Uniform liebte er nur ein mysteriöses Bild mit einer Ziege was über seinem Bett hing. Trotzdem sei das einzig Gute was er seinem Land geschenkt habe der erste reine Schnaps gewesen, nachdem man den Alkoholismus im Lande durch selbstgebranntem Hochprozentigen erfolgreich niedergeschlagen hatte. Auch weitere sowjetische "Grössen" beschreibt Wieczorkiewicz gerne: "Molotow hat durch Trotzki den Spitznamen "Steinarsch" verpasst bekommen da dieser tagtäglich stundenlang auf einem Hocker saß und Notizen zu Akten machte." "Molotow war geschickt, aber nicht sehr klug, also genau das was Stalin brauchte" - erzählte Wieczorkiewicz. Über Breschnew sagte er das einmal ganz Moskau über ihn gelacht habe, als dieser von einem Deutschlandbesuch mit einem Sternen-Geschenk aus Stuttgart ankam und dieses schon nach 400 Metern in Schrott verwandelte.

Selbst Chruschtschow wurde einmal von Wieczorkiewicz als ein kleiner primitiver Hirte bezeichnet, der sich nur selten die Füße wusch. Der Historiker hat sehr umfangreiche Russlandkenntnisse, aber auch über Hitlerdeutschland. In Polen gibt es viele Menschen welche sich für jene schlimme Zeit interessieren, nachdem es Jahrzehnte verboten war darüber auch nur nachzudenken, geschweige denn darüber zu sprechen. Sprechen durfte nur die staatliche Propaganda und die nahm es mit den Abläufen der Ereignisse und Statistiken der Vergangenheit nie so ganz genau. Es wird in Polen allgemein nun viel freizügiger über die Nazis und ebensolche Verbrecher in anderen Ländern und auch in Polen gesprochen. Erst kürzlich hatte eine prominente Abgeordnete der Regierungspartei PO ebenso Adolf Hitler für seine Familien u. Arbeitspolitik gelobt, was überhaupt keine Konsequenzen nach sich gezogen hatte. Wer der Meinung ist dass alle Polen Hitler und die Wehrmacht verdammen, ist sowieso auf dem Holzwege, denn nicht wenige Menschen beschreiben die Russen und nicht die Deutschen als diejenigen welche das polnische Unglück perfekt gemacht hatten. Polskaweb News hatte erst kürzlich, im Zusammenhang mit Recherchen zum Massengrab von Marienburg, mit einigen älteren Leuten in Pommern und Lublin gesprochen, die den Krieg noch erlebt hatten. Eine alte Frau in Majdanek sagte uns, bezeichnend für alle anderene Aussagen, dass die Russen ihnen alles genommen haben und sogar das Blut ihres getöteten Viehs tranken. Dann kamen deutsche Soldaten und gaben uns ihr Brot....

Das 20. Jahrhundert steckt immer noch voller Rätsel, welche nach den Willen von Politikern auch noch die nächsten Jahrzehnte nicht gelöst werden sollen oder dürfen. In Polen können heute auch nur wenige verstehen warum nicht z.B. Österreich oder Italien für ihre aktive Rolle an der Seite Nazideutschlands bestraft wurden. Noch weniger verstehen wie es sein kann dass Russland Polen überfallen hatte und dann dafür in Potsdam noch belohnt wurde. Auch zu den bisher bekannten, bzw. genannten Opferzahlen des II Weltkrieges kommen immer mehr Zweifel auf, nachdem die Geschichte näherer und objektiverer Inspektion unterzogen wird. Heute kann man sich es auch erlauben solche Fragen zu stellen, denn in einem gemeinsamen, offenen Europa müssen Gebietsansprüche nicht mehr diskutiert werden, aber zum Wohle der Wahrheit und Verständigung sollte man die Geschichtslügen aus der Welt schaffen und unschuldige Opfer des vergangene Jahrhunderts rehablitieren und würdevoll mit ihnen umgehen. Der Holocaust gehört trotz immer mehr Leugnern, aber leider nicht zu den Geschichtslügen.


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Mittwoch, 4. Februar 2009
 

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