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Gruppensex und Suff: Aus für polnische Regierungskoaltion ? |
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Mittwoch, 6. Dezember 2006 |
Nachdem die zur Hauptzeugin der Staatsanwaltschaft Lodz avancierte Aneta Krawczyk sich am gestrigen Abend im
Fernsehen geoutet hatte, um andere geschädigte Frauen den Gang zur Polizei zu erleichtern, überschlagen sich die
Ereignisse in Polen. Immer mehr Zeugen melden sich bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft und belasten nun
auch weitere führende Mitglieder der Partei Samoobrona schwer. Als Haupttäter belastet man immer mehr den
Vorsitzende der Partei, Andrzej Lepper selbst. Dieser soll sogar Mitarbeiterinnen zum Gruppensex einbestellt haben.
Regelrechte Orgien wurden offensichtlich mit Hilfe von Hochprozentigem organisiert. Für Lohnzahlungen wurde Sex
gefordert.
Der Sexskandal der Partei Selbstverteidigung (Samoobrona) zieht immer weitere Kreise. Neue Details erweitern nicht
nur das zu erwartende Strafmaß für einige Mitarbeiter dieser Partei, sondern auch die Wut und den Ekel der
polnischen Bevölkerung in erster Linie gegen den Parteivorsitzenden. So brachte eine gestrige großangelegte
Umfrage eines Warschauer Institutes für die Tageszeitung Dziennik zum Ergebnis dass 73% der Befragten die
sofortige Ablösung Leppers, auch ohne weitere Skandal Details oder einer staatsanwaltschaftlichen Ermittlung,
wünschten. Polens Premier, Jaroslaw Kaczynski möchte allerdings noch die Staatsanwaltschaft etwas tiefer bohren
lassen. Es steht schlimm um den ehemaligen Schweinehirten und Preisboxer. Da Lepper fortwährend jegliche Beschuldigung
von sich weist, hat die Hauptzeugin Aneta Krwaczyk nun auch noch eine detaillierte Beschreibung des Geschlechtteils
des Vize Premiers abgegeben. Die anderen Hauptbeschuldigten, Stanislaw Lyzwinski, Krzysztof Filipek und Kazimierz
Zdunowski bestreiten ebenfalls sämtliche Vorwürfe in dieser schmutzigen Geschichte, obwohl erdrückende
Zeugenaussagen auch gegen sie vorliegen. Ein erbiologisches Gutachten soll schon in den nächsten drei Tagen das
Lügenhaus zusammenbrechen lassen, denn die Zeugin Krawczyk behauptet sogar ein Kind vom Lepper Stellvertreter
Lyzwinski zu haben. Dieser streitet dies ebenfalls ab. Lyzwinski Assistent Jacek Popecki (Beruf Veterinär) soll sogar
beim Bekanntwerden der Schwängerung der Mitarbeiterin durch den Chef, ein Spezifikum zwecks Abtreibung
verabreicht haben. Hierauf stehen in Polen bis zu 10 Jahre Gefängnis.
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