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22 Tote und Verletzte bei Hotel- Großbrand in Polen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Polizeiberichte




Eine flammendes Inferno in Westpolen - 17 Tote und 20 VerletzteStettin - Bei einem Großbrand in Kamien Pomorski in Westpommern unweit von Swinemünde und der deutschen Grenze wurden in der Nacht mindestens 22 Menschen getötet und 20 verletzt. Viele der Verletzten haben zum Teil schwere Verbrennungen und Knochenbrüche, hierunter auch ein 8 Monate altes Baby, was in eine Spezialklinik nach Stettin transportiert wurde. Vor Ort befinden sich 21 Feuerwehr-Einheiten aus der gesamten Umgebung. Unter den Opfern könnten auch Ausländer sein, denn das Hotel wurde auch zur Unterbringung von minderbemittelten, aus der Ukraine und Weißrussland zugezogenen, Familien genutzt. Anwohner stehen in der Nähe des Ortes der Tragödie, manche von ihnen weinen. Sie hatten versucht den verzweifelten Menschen zu helfen, welche nicht aus den Fenstern springen wollten. Doch es gelang ihnen nicht, denn der Altbau war in den oberen Etagen aus Holz, was wie Zunder brannte und einen Hydranten zur Wasseraufnahme konnte man nirgends finden.

Der größte Teil der Verletzten befindet sich im Krankenhaus der Stadt Kamien Pomorski. Eine Opfer der Tragödie liegt hier auf der Intensivstation. Noch ist das Feuer nicht gänzlich gelöscht und keiner weiss wieviele Opfer es tatsächlich gegeben hat. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr welche die Rettungsmaßnahmen leitet sollen sich in dem Hotel mindestens 77 Menschen und Personal aufgehalten haben, als das Feuer gegen ein Uhr nachts plötzlich ausgebrochen sei. Es gibt zur Zeit nicht einmal Auskunft ob es überhaupt jemand geschafft hat unverletzt der Flammenhölle zu entkommen.

10 der Verletzten bei dem Großfeuer waren aus Fenstern gesprungen. In dem dreistöckigen Hotel war auch auf einer Etage eine Abteilungen für Obdachlose untergebracht, ob sich auch hier beim Ausbruch des Brandes Menschen befunden hatten ist unklar. Zur Zeit arbeitet sich die Feuerwehr mühsam durch die abgebrannten Bereiche des Hotels. Überall gibt es noch kleinere Flammenherde. Die Zahl der Opfer wird vermutlich noch steigen, befürchtet die Polizei.

Aktualisierungen

8.00 Uhr Es wurden inzwischen auch unverletzte Menschen aus dem nicht komplett abgebrannten Gebäude gerettet. Sie wurden in einem anderen Hotel untergebracht und werden von einem Pschologen betreut. Nach inoffiziellen Meldungen heisst es dass der Notausgang des Hotels verschlossen gewesen sein soll. Immer noch ist unklar wieviel Menschen sich tatsächlich in dem Komplex befunden haben.

8.40 Uhr
Neue Informationen gibt es nun über den Ablauf der Tragödie, demnach sei das Feuer zuerst von niemandem bemerkt worden sein. Alles sei dann sehr schnell gegangen. Eltern hätten ihre schreienden Kinder aus den Fenstern geworfen und seien hinterher gesprungen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich in der letzten Stunde auf 17. Die Feuerwehr berichtete, dass es ihr bei ihrem Eintreffen nicht möglich war dass Gebäude wegen enormer Hitze zu betreten.

9.40 Uhr Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 18 erhöht. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Der polnische Ministerpräsident fliegt in den nächsten Minuten von Danzig zum Orte der Tragödie. Bei der Rettungsaktion wurde auch ein Feuerwehrmann verletzt.

10.50 Uhr
Die Zahl der Todesopfer erhöht sich erscheckend weiter. In der letzten Stunde wurden 4 weitere verbrannte Menschen gefunden, hierunter auch zwei Kinder. Damit ist dies die größte Tragödie mit 22 Feuertoten in Pommern seit dem zweiten Weltkrieg und wohl auch in ganz Polen. Die Regierung und auch die Region wollen schnell und unkonventionell den Familien der Todes-Opfer und den Überlebenden Hilfe zukommen lassen.

12.15 Uhr Auch der polnische Präsident Lech Kaczynski machte sich auf den Weg nach Kamien Pomorski. Die Regierung hat bereits umgerechnet 600 000.- Euro für die Opfer der Katastrophe bereitgestellt. Zeugen berichten live im Fernsehen, dass die Feuerwehr wegen Feigheit und ihrem verspäteten Eintreffen am Ort der Tragödie schuld daran habe, dass so viele Menschen sterben mussten.

Weitere Artikel zur Tragödie in Polen:

Überlebende geben Feuerwehr die Schuld am Ausmaß der Katastrophe


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Montag, 13. April 2009
 

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