TIFLIS - Die Welt kennt den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili als Kriegstreiber und schlechten Schauspieler der kaum eine Gelegenheit auslässt Russlands Premier Vladimir Putin als Monster zu promoten. Hierzu nutzte er in der Vergangenheit auch schon mal US- Medien oder einfach den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski, der wie er keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen den großen Nachbarn macht. Was er sich jetzt wieder einmal in diesem Zusammenhang hat einfallen lassen, spottet derweil jeder Beschreibung. Der regierungstreue Fernsehsenders "Imedi TV" berichtete am Sonntag Abend in Nachrichtenform von einem russischen Einmarsch in Georgien sowie einem geputschten Saakaschwili. Der halbstündige Film war so aufgemacht, dass fast jeder glauben musste, eine Katastrophe war über Georgien hereingebrochen. Angst, Panik und Unruhe verbreitete sich. Erst unmittelbar nach dem Ende der Sendung, erlärte eine Moderatorin, dass es sich bei der Vorführung um einen Entwurf eines möglichen Szeanios gehandelt habe, doch hörte schon niemand mehr zu, denn man war schon in Panik auf die Strasse gelaufen ....
Der georgische Sender "Imedi TV" erschreckte in seinem Propaganda- Film die Zuschauer mit realitätsnahen Horror- Szenarien a la Hollywood. Russische Kampfflugzeuge donnern über die Köpfe verängstigter Menschen hinweg, Panzerkolonnen rollen und ein Nachrichtensprecher berichtet mit hochernstem Gesichtsausdruck, dass Russland Georgien den Krieg, wegen eines Terroraktes in Südossetien, erklärt habe. Im Verlauf des Filmes erfährt der Zuschauer mit Schrecken, dass georgische Truppen an der Grenze von Bombern angegriffen worden waren und russische Panzer sich bereits auf dem Wege in die Hauptstadt Tiflis befinden. Man habe die Regierung evakuiert, dann kommt die Meldung, dass Saakaschwili tot sei.
Natürlich zeigten die Macher dieses Filmes auch die Präsidenten der USA und Russlands, Barack Obama und Dmitrij Medwedew, die ihre Statements zu den angeblichen Ereignissen in Georgien abgeben. Aus Moskau kam dann auch nach der Austrahlung die erste Reaktion zu dem Streifen: "Offenbar ist Saakaschwili jetzt völlig durchgeknallt". Der wiederum verteidigt den höchstwahrscheinlich von ihm in Auftrag gegebeben Film mit den Worten: " Das Szenario ist maximal realitätsnah“ und erhielt hierfür erst einmal kräftigen Beifall aus Washington. Am Sonntag Nachmittag demonstrierte in Tiflis die Opposition gegen den provokanten "Durchgeknallten".
Das Video vom Ereignis
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