"Vor 1989 lebten wir in einem völlig anderen Land. Wir haben die Freiheit, wir fahren ins Ausland, wir lernen, wir investieren Geld. Seit dem Jahre 2005 haben wir 1,5 Millionen neue Arbeistplätze geschaffen. Unsere Gehälter und Löhne haben heutzutage den 16-fachen Wert von damals" - behauptete in einem offiziellen Statement der strategische Berater von Premier Donald Tusk Michal Boni *, der auch Präsident des Ständigen Ministerrat- Ausschusses ist. Nach seinen Erkenntnissen gebe es auch gegenwärtig in Polen viermal mehr Hochschulabsolventen als noch vor 20 Jahren. Im Jahre 1989 hatten nur 7 % der Polen ein derartiges Bildungsniveau, heute sollen es dagegen bereits 17 % sein. "Das sind konkrete Messinstrumente unserer Zivilisationsentwicklung. Der große Erfolg unserer Freiheit, der Kreativität und des Unternehmergeistes" - überzeugte der "Chefberater" in seinem Vortrag"
Doch gibt es nach Meinung von Michal Boni immer noch Mißverhältnisse von wachsenden Rentenansprüchen zu den entsprechenden Einnahmen und auch zu den unterschiedlichen Entwicklungsständen einzeler Regionen. So soll es in Polen "B" (Die Ost- Woiwodschaften) in den letzten zwanzig Jahren kaum gelungen sein irgendwelche großartigen Verbesserungen an der Infrastruktur zu realisieren, was in keinem Verhältnis zu den Neuerungen im Rest des Landes stehe. Auch hinke der Osten Polens in vielen Bereichen weit hinter anderen Regionen des Landes her. Dies zeige sich dann leider auch manchmal in dem Verantwortungs- Defizit der dort lebenden Menschen für ihre Umwelt.
Was der Chefberater des polnischen Regierungschef in diesem Zusammenhang nicht kommentieren wollte, ist der kaum gebremste Status Polens eines klassischen Auswanderlandes. Seit 1989 sind einige Millionen, vor allen Dingen qualifizierte Arbeitskräfte in die alten EU- Länder ausgewandert. Kaum jemand davon erwägt eine dauerhafte Rückkehr in seine Heimat und dieser Trend hält an. Der Osten Polens liegt um mindestens 20- bis 30 Jahre hinter Regionen wie Schlesien, Pommern und Niederschlesien zurück. Es sind auch größtenteils Menschen aus den östlichen Woiwodschaften, die ihre Heimat mit Kind und Kegel auf Nimmerwiedersehen verlassen. Zurück bleiben nur die älteren Leute, dessen Rente alsbald niemand mehr finanzieren wird.
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Michal Boni wurde erstmals auffällig im Jahre 1992, als er sich für Demokratiebewegungen im Lande eingesetzt haben soll. Nach der politischen Wende 1989 in Polen hatte man ihn als "IM" der polnischen Stasi enttarnt. Seit 1985 soll er angeblich für den Staatssicherheitsapparat spioniert haben. Nichtsdestotrotz bekleidete er später in verschiedenen Regierungen Polens hohe einflussreiche Ämter.
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