MOSKAU - Bei einem Flugzeugabsturz in der russischen Stadt Perm am Ural waren im September 2008 alle 82 Passagiere und die sechs Mitglieder der Crew getötet worden. Unter den Opfern befanden sich auch 22 Ausländer, inklusive einem Deutschen. Jetzt haben die russichen Ermittler einen Abschlussbericht der Untersuchungen vorgelegt, indem es u.a. heisst: "Ursache der Katastrophe war der durch Alkohol beinflusste psychische Zustand der Piloten", deren Leistungsfähig hierdurch instabil geworden war.
Das Unglücksflugzeug, eine Boeing vom Typ 737 mit der Flugnummer 821 gehörte der russischen Fluggesellschaft Aeroflot und kam vom Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Zwei Stunden nach dem Start verschwand die Maschine dann vom Radar. Wie sich später herausstellte, hatte Kapitän Rodion Medwedew beim Landeanflug auf Perm, unter schwierigen Wetterbedingungen, die Kontrolle über die Boeing verloren. Das Flugzeug sackte nach Links, verlor hierdurch schnell an Höhe und stürzte in einem Industriegebiet ab.
Bisher hiess es, dass das Flugzeug in etwa 1800 Metern Höhe explodiert und in Flammen aufgegangen war. Wrackteile habe man in einem Umkreis von vier Kilometern gefunden. Nach dem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht fand man Teile der Maschine in bis zu 700 Metern Entfernung. Diese hatten allerdings große Schäden an der sich vor Ort befindenden Infrastruktur angerichtet. Vom Tisch ist nun der Vorwurf, dass eine schlechte Ausbildung der Piloten die Katastrophe begünstigt habe.
Warum die russischen Behörden eineinhalb Jahre brauchten um festzustellen, dass die Piloten betrunken waren, konnten wir dem Untersuchungsbericht leider nicht entnehmen.
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