Islamabad - In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist gegen 9.30 Uhr Ortszeit beim Landeanflug ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A321 der einheimischen Gesellschaft Airblue abgestürzt. Kurz vor dem Absturz sei der Funkkontakt zu den Piloten abgerissen- hiess es in ersten Meldungen. An Bord der Maschine die aus Istanbul über Karatschi kam sollen sich 146 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder befunden haben. 90 Tote, hierunter auch der Pilot, sowie zwischen 6- und 45 Überlebende (Unterschiedliche Quellen) wurden angeblich bisher geborgen, die bereits mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden konnten. In neueren Meldungen heisst es allerdings, dass niemand den Absturz überlebt habe. TV- Bilder zeigen Rauch über der Absturzstelle im rauhen Gelände der Margalla Hills, nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum der pakistanischen Metropole entfernt. Es gibt zur Zeit nur Spekulationen über die Absturzursache. Nach Angaben der Einsatzungleitung der Rettungskräfte vor Ort, habe der Airbus gebrannt als die ersten Retter mit der Feuerwehr eintrafen. In der Region Islamabad regnet es seit Tagen schon ununterbrochen. Dichte Wolken versperren die Sicht für landende Flugzeuge auf dem Flughafen der Hauptstadt.
Flugzeug kam aus der Türkei
Am Morgen hatten pakistanische Behörden den Absturz eines Kleinflugzeuges in den Margallas gemeldet. Kurz darauf stellte sich allerdings heraus, dass die erst 2004 gegründete private pakistanische Fluggesellschaft Airblue, einen Airbus aus der Türkei kommend als vermisst gemeldet hatte. In der Maschine, welche zuletzt in der in der südpakistanischen Metropole Karatschi zwischengelandet war, sollen sich auch 6 Kinder und Ausländer befunden haben. Erst etwa eine Stunde nach der Katastrophe traf der erste Rettungshubschrauber der pakistanischen Armee an der Absturzstelle ein. Warum so spät, wird man sicher noch erklären müssen.
Airbus hatte Gleichgewicht verloren
Beim Landeanflug des Airbus (Flugnummer war ED202) auf dem Benazir-Bhutto-Flughafen von Islamabad soll der Tower angeblich die Piloten aufgefordert haben diesen wegen des schlechten Wetters abzubrechen und erneut Höhe aufzunehmen. Kurz darauf sei dann der Funkkontakt zur Flugsicherheit in Rawalpindi verloren gegangen - heisst es. Das Fahrwerk der Maschine soll beim Absturz ausgefahren gewesen sein. Nach Angaben eines Augenzeugen habe der Jet vor dem Absturz das Gleichgewicht verloren. Die Polizei schliesst einen Anschlag nicht aus. Experten nehmen an, dass die schlechte Sicht eine wahrscheinliche Absturzursache sein könnte.
Updates
Elf Menschen sollen das Flugzeug in Karatschi verpasst haben. Air Blue hat inzwischen sämtliche Flüge eingestellt. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Yousuf Raza Gilani zeigten sich erschüttert und traurig über den Absturz des Airblue Jets.
Die A-321 war gerade einmal acht Jahre alt. Technische Probleme waren nicht bekannt. Der Pilot soll vor dem Absturz keine Notsignale gesendet haben.
Auch indische Medien berichten nun von vielen, teils aber schwer verbrannten Überlebenden des Absturzes in den Bergen südlich von Islamabad. Bestätigt wurden bisher aber nur 6 Passagiere in Krankenhäusern.
90 bestätigte Tote wurden geborgen. Angeblich sollen 20 Frauen und 5 Kinder, aber keine Ausländer auf der Passagierliste vermerkt sein.
Die Blackbox hat man gefunden. Die pakistanische Luftwaffe soll sie nun umgehend dekodieren.
Inzwischen heisst es aus Islamabad, dass keiner der Insassen des Airbus A-321 den Absturz überlebt habe. Alle anderen Meldungen seien falsch gewesen. Die meisten Opfer habe man nahezu verkohlt vorgefunden.
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