Warschau - Er hat viel erreicht in seinem Leben, doch ein Traum des deutschen Nationalspielers mit polnischen Wurzeln Lukas Podolski wird höchstwahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen, nämlich die Einweihung des polnischen Nationalstadions in Warschau mit einem Länderspiel seiner Mannschaft gegen die Kollegen aus Polen. So war es geplant, doch schon seit einiger Zeit zeigte sich, dass es bei Neu- und Umbauten der polnischen Stadien für die Euro 2012 überall große Probleme gibt und Termine, wie schon beim Autobahnbau im Lande, nicht eingehalten werden können. Am 6. September soll nun eigentlich die polnische Nationalelf gegen Deutschland antreten, doch dieses Treffen wird zumindest am geplanten Ort wohl nicht stattfinden. Allen schon seit der Vergabe der Europameisterschaft 2012 an Polen und der Ukraine gewachsenen Abnormalitäten konform, soll jetzt "die Eröffnung des Warschauer Nationalstadions in Danzig" stattfinden, also ausgerechnet dort wo man die eigene Eröffnung ebenfalls schon aus ähnlichen Gründen verschieben musste und umgehend ein hierzu geplantes Treffen mit der französischen Nationalmannschaft stornierte.
In diesem ganzen Filz aus UEFA, den nationalen Fußballverbänden Polens und der Ukraine, führenden Politikern beider Länder und teils dubiosen Bauunternehmen blicken die Beteiligten jetzt offenbar selbst schon nicht mehr durch. Vor lauter Millionen und Milliarden in den Köpfen sind sie nicht mehr in der Lage auch nur annähernd adäquat zu denken und handeln. Dies alles zeigt sich aber nicht nur am Baufortschritt der Spielstätten, sondern inzwischen in allen Bereichen. Für den 30. diesen Monats sollte das polnische Nationalstadion schlüsselfertig übergeben werden. Daraus wird bekanntlich nichts und neuer Termin wurde noch nicht genannt. Es ist nicht einmal klar, ob das Warschauer Stadion überhaupt zum Eröffnungsspiel der Euro am 9. Juni 2012 voll nutzbar sein wird, denn nicht nur die Arbeiten stehen im Stau, sondern auch die Aussagen von Verantwortlichen zum gesamten Handling der Dinge, die somit alle, wenn überhaupt, nicht zeitgemäß ankommen. Die Fans der Meisterschaften sollten auf jeden Fall auf alle nur denkbaren weiteren Probleme vorbereitet sein, dies gilt auch für einen möglichen Verlust von Geldern für bereits bezahlte Eintrittskarten einzelner Veranstaltungen.
Am Bau des polnischen Nationalstadions in Warschau ist auch das österreichische Unternehmen "ALPINE", als einer der führenden Baukonzerne Europas, im größten Umfang beteiligt. Vor Ort werden allerdings hauptsächlich ukrainische und polnische Kräfte eingesetzt. Auf Anfrage von "Polskaweb News" zu den bedauernden Erkenntnissen um den Baufortschritt des Stadions, wollte man in der Salzburger Konzernzentrale des Unternehmens keine Stellung nehmen. Möglicherweise hat man aber auch keine unmittelbare Ahnung von dem was dort in Polen geschieht. Schade, dass es wieder einmal der Sport ist der durch die Gier von og. Beteiligten leiden muss. Und schade dass es ausgerechnet wieder einmal die Polen sind, die hier international lächerlich gemacht werden. Ein Eröffnungsspiel des Warschauer Nationalstadion in Danzig, durch die Mannschaften Deutschlands und Polens, ist eine freche Verhöhnung des polnischen Volkes.
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