WARSCHAU - "Das Glück mit den Tüchtigen" - heisst es aus polnischer Sicht. Die EU in Brüssel übersetzt dies im Falle Polens mit: "Belohnungen für die Glücklichen". Zwei Milliarden Euro aus EU- Kassen, werden demnächst an die Staatsbanken Polens, Tschechiens und der Slowakei fliessen. Der Löwenanteil hiervon geht in die polnische Hauptstadt Warschau. Der unerwartete Geldsegen stammt nach Angaben Brüsseler Kassenwarte aus einem Topf nicht abgerufener Strukturhilfen. Hiervon sollen jetzt diejenigen Mitgliedstaaten profitieren, welche die "Krise" am besten überstanden haben.
Polen dürften somit fast 1,5 Milliarden Euro von der Europäischen Union geschenkt bekommen. Polen profitiert, neben Griechenland, sowieso schon am meisten von EU-Finanzmitteln. Hier wurde auch aus diesem Grunde die sog. Krise am besten gemeistert. Zudem hatten z.B. Deutschland, Frankreich und Italien ihre Produktionsapparate in Polen, Tschechien und der Slowakei zuletzt hochgefahren und aus Kostengründen in daheim gedrosselt.
Es ist schwierig das EU- Solidaritätsprinzip nachzuvollziehen, was nicht nur die Geldgeschenke betrifft, sondern auch den weltweiten Handel mit CO2-Emissionsrechten. Obwohl Polen mit Abstand die größten Dreckschleudern der EU- Staaten betreibt, verkauft Warschau am laufenden Band "überschüssige" Kohlendioxid-Emissionen. Gerade hat man erst wieder an ein japanisches Unternehmen für 30 Millionen Euro solche Zertifikate verkauft, zuletzt waren es 20 Mio. aus Spanien.
Der nächste CO2- Kunde kommt aus Irland und wartet auf seinen Vertragsabschluss. Kein Problem, Polen hat Rechte zum Verkauf von 500 Millionen Tonnen CO2- Problemen im Werte von mehreren Milliarden Euro und das Geschäft läuft zumindest bis 2012, wenn die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll auslaufen. Die polnische Regierung versucht aber bereits schon, diese Frist zu verlängern.
Insgesamt gesehen wäre es z.B. sicher aufrichtiger gewesen Polen die Milliarden alleine dafür zu geben, dass man sich zuletzt aus der Schweine- Grippe- Hysterie artig herausgehalten hat und so dem Billionen- fressenden und korrupten Gesundheitsmarkt kräftig einen auf den Deckel gab. Alternativ hätte man auch das Museum Auschwitz mit einer Millionenspende beglücken können, was zuletzt alleine Deutschland und Österreich erledigten, obwohl die meisten Staaten, welche heute die EU bilden, am Holocaust direkt oder indirekt beteiligt waren.
Copyright © Polskaweb News
Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum
Top Artikel
Neuere Artikel
Beliebte Artikel dieser Kategorie |
|
|
Benutzerkommentare  |
|
Durschnittliche Benutzerbewertung
|
|
Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
|