Warschau - Trümmerteile im Westentaschenformat, Dokumente, Portemonnaies, Fragmente von Kleidungsstücken und sogar einen Bordkompass fanden zuletzt polnische Touristen und Angehörige von Opfern an der angeblich bereits geräumten Absturzstelle der Tupolew des polnischen Präsidenten in Smolensk. Die polnische Polizei sammelte diese Mitbringsel später alle ein und wurde hierbei sogar im Kloster von Jasna Góra tätig, nachdem bekannt geworden war, dass eine Nonne ein Trümmerteil des zerstörten Flugzeuges heimgebracht hatte. Still und heimlich hatte die den Absturz "untersuchende" polnische Militärstaatsanwaltschaft vor einigen Tagen die Vernichtung dieser möglichen Beweisstücke beim Warschauer Militärgericht beantragt. Diesem unverständlichen Akt folgte gar eine absurde Begründung: " Es besteht ein epidemiologisches Risiko. Die Rückstände von Blut usw. an diesen Dingen sind Quellen von Gefahren für die öffentliche Sicherheit."
Sorglos Beweismittel aus der Welt schaffen
Während die Familien der Opfer von Smolensk bereits über die Unsicherheit klagen, ob man überhaupt seine Lieben und nicht irgendwelche Fremde zu Grabe trug, da es an Identitätsnachweisen mangele, beschäftigt sich offenbar nach der russischen- auch die polnische Staatsanwaltschaft damit, Beweismittel der Katastrophe aus der Welt zu schaffen. Das zuständige Militärgericht hat, Gott sei Dank, der Zerstörung der an der Absturzstelle gefundenen Gegenstände nicht zugestimmt. Vor allen Dingen blutbefleckte Kleidung, die möglicherweise einer Person zugeordnet werden kann, gilt durch vorhandene DNA- Spuren als Beweis. Moskau hatte zwar zu den an Polen übergebenen Särgen Autopsieberichte beigelegt, doch diese enthielten nur Namen, Todesursache ("Multiple Verletzungen"), sowie Ort und Zeit des Todes. Nichts über DNA- Vergleiche, nichts über eine individuelle Identifizierung, was die Hinterbliebenen der Opfer nun aber immer vehementer fordern.
Opfer hatten keine Infektionskrankheiten
Die Staatsanwälte berufen sich in ihrem Antrag auf Vernichtung der Fundstücke aus Smolensk auf einen Artikel 232A, der da heisst: "Das Gericht kann die Zerstörung von aufbewahrten Dingen, ganz oder teilweise anordnen, wenn sie Quelle einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit sein können." Nach Ansicht der Antragsteller sei in diesem Falle ein "epidemiologisches Risiko" die Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Diese absurden Argumente unterstützend legten die Staatsanwälte ein Gutachten ihrem Antrag bei, das ihre "Befürchtungen" bez. des epidemiologischen Risikos vollumgänglich unterstützte. Das Gericht argumentierte in der Ablehnungsbegründung, dass sein solches Risiko wohl kaum vorhanden sein könnte: "Die Insassen des bei Smolensk abgestürzten Flugzeuges litten nicht an irgendwelchen Infektionskrankheiten. Selbst wenn darüberhinaus die Körper der Opfer tatsächlich ein epidemiologisches Risiko darstellten, muss dies nicht für die vor Ort gefundenen persönlichen Gegenstände gelten".
Polen und Russland sind keine Rechtsstaaten
Journalisten fanden bereits heraus, dass die Angehörigen der Opfer der Katastrophe die Pläne der Ermittler, die persönlichen Gegenstände ihrer Lieben zu vernichten, nicht kannten. Die Staatsanwälte prüfen jetzt wie man über eine Klage gegen die Entscheidung der Militärrichter doch noch die Beweise vernichten kann. Die bereits seit zwei Wochen in Smolensk erwarteten polnischen Archäologen, sind im Übrigen immer noch nicht in Russland eingetroffen. Sie sollten an der Absturzstelle nach weiteren Hinterlassenschaften der Katastrophe forschen, was Souvenirjäger bisher übernehmen. Die Untersuchung der Katastrophe von Smolensk durch eine "polnisch-russische" Kommission ist eine Beleidigung für die zivilisierte Welt. Es ist nicht mehr zu übersehen, dass Warschau und Moskau garnicht an irgendwelchen Wahrheiten interessiert zu sein scheinen. Jetzt bekommt man auch ein Bild darüber, warum die Geschichte des zweiten Weltkrieges im Osten Europas, hauptsächlich von Russen und Polen geschrieben, so voller Ungereimtheiten und Fälschungen war und ist. Katyn ist hierbei nur eines von unzähliger anderen Beispielen.
Die Tschetschenen waren es
Warum ausgerechnet Deutsche Politiker und Medien die mangelnde polnisch-russische Rechtsstaatlichkeit und die fortlaufende Fälschung der Geschichte schweigend, aber auch hintergründig unterstützen, hängt mit korrupten Subjekten in ihren Reihen zusammen, die Sie lieber Wähler teils selbst ins Amt gehievt haben. Sie werden fürs Schweigen von der Industrie und Kriminellen fürstlich belohnt und dürfen dabei zuschauen, wie die Völker Mittel- und Osteuropas langsam aber sicher in die Strukturen der Sklaverei der Sowjetunion zurückkehren. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn nach dem Abschluss der Untersuchungen der Tragödie von Smolensk es im Ergebnis heissen könnte, dass tschechenische Terroristen das Flugzeug mit dem polnischen Präsidenten abgeschossen haben. Begründet wird dies dann wohl damit, dass die Tschechenen nicht mit Kaczynskis Asyl-Politik konform waren. Wie einfach das ist zeigt auch ein Mordfall vom vergangenen Sonntag, bei dem ein aus Brasilien stammender schwarzer Schauspieler Opfer war. Schon wenige Stunden nach der Tat hiess es dass, man die Geständnisse von 3 Tschechenen habe. In Russland werden aber alljährlich hunderte Ausländer, hierunter auch viele Tschetschenen, Opfer von rassistischen Mördern.
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Geschrieben von: P.S. () am 18-05-2010 17:45