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Ungewöhnlich: Erdbeben in der Region Großpolen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Erdbeben

KALISZ
- Es geschah am Freitag Nachmittag in der Wojwodschaft Großpolen, doch erst jetzt zogen Wissenschaftler und Behörden Bilanz ziehen. Mit etwa 4,0 auf der Richterskala hat es zwar international kaum Bedeutung, doch in Polen ist dieses Erdbeben ein Rätsel, denn noch nie hat in dieser Region des Landes die Erde gebebt. Und ganz so ohne Schrecken ging es auch nicht ab, denn vor allen Dingen aus der dem Epizentrum nahe liegenden Stadt Zerkow gingen schon kurz nach dem Ereignis zahlreiche Anrufe von besorgten oder gar schockierten Bewohnern bei Behörden und Medien ein. Teller, Tassen, Bücher usw. waren von Tischen bzw. aus Schränken gefallen, alle Menschen die sich zum Zeitpunkt des etwa 20 Sekunden dauernden Bebens im höchsten Haus von Zerkow befanden, flüchteten geschlossen und in Panik aus dem Gebäude. Aber niemandem ist etwas passiert und es gibt keinerlei Berichte über Sachschäden.

Das Epizentrum lag gemäß Aufzeichnungen Seismographischer Institute ca. 50 km nord-östlich von Kalisz, und 15 km nördlich von Jarocin in einer Tiefe von 8 km. Zeugen berichteten unabhängig voneinander, dass sie die Erschütterungen deutlich, wie als sei die Erde unter ihnen eine Meereswelle, fühlten. Zu spüren war das Beben demnach noch in einem Umkreis von bis zu 70 Kilometern. Zerkow und seine Umgebung gehört landschaftlich zu den Attraktionen Großpolens. Aber hier findet man auch jede Menge unterirdischer Tunnel als Überbleibsel der Ausbeutung von Bodenschätzen aller Art. Auf der anderen Seite befindet sich in dieser Region aber auch die Grenze eine sich quer durch Polen ziehendes Felsmassives, womit die mögliche Ursache des Erdbebens erst einmal nur Spekulationen erzeugt.

Polen gehört nicht zu den sogenannten erdbebengefährdeten Gebieten. Beben treten nur sporadisch auf und sind ziemlich schwach. Dennoch gab es auch hier schon einige bedeutende durch Erschütterungen hervorgerufene Verwüstungen. Hier sind einige Beispiele der angeblich größten Erdbeben der polnischen Geschichte, wobei man gemessen an ihrem Datum die Informationen hierzu mit Vorsicht Zurückhaltung aufnehmen sollte:

Das stärkste jemals gemessene Erdbeben in Polen (ca. 6 Grad auf der Richter-Skala) fand nach offiziellen Angaben am 5. Juni des Jahres 1443 nördlich von Breslau statt und soll in ganz Mitteleuropa zu spüren gewesen sein. Besonders betroffen waren demnach die Städte Breslau und Krakau.

Am 9. August 1662 gab es ein starkes Erdbeben in der Hohen Tatra mit Epizentrum bei Slavkovský. Der Berg soll dadurch etwa 300 Meter seiner Höhe verloren haben. Weitere Schäden sind nicht bekannt.

In den Jahren 1785-1786 gab es in Südpolen und Szczecin eine Serie von 14 Erdbeben. Besonders bedeutsam waren die letzten beiden, am 27. Februar 1786 mit dem Epizentrum des Bebens zwischen Cieszyn und Opava, als Häuser zusammenbrachen und Kirchen ihre Kuppeln verloren. Im schlesischen Bytom war das Beben so stark, dass die Kirchenglocken von alleine zu läuten begannen. Im Dezember des selben Jahres bebte die Erde erneut sehr stark. Das Epizentrum lag zwischen Ketamin und Myslenicami. Die Erschütterungen waren von Lemberg bis Breslau und sogar in der Slowakei zu spüren. Die größten Schäden wurden aus Krakau gemeldet.

Erdbeben sind auch aus Hrubieszów (1875) und Niemcza (Niederschlesien) in 1895 bekannt.

Viele Erschütterungen wurden im Februar 1932 in der Nähe von Plock, Kielce und Lublin aufgezeichnet.

In den Jahren 1992-1993 kam es in den Beskiden zu zahlreichen Schocks, die von seltsamen dumpfen Dröhnen begleitet wurden. In den Wohnungen von Menschen die dort lebten, verschob dies sogar schwere Möbel. Eine ähnliche Serie von Beben meldete man im September 1995 aus dem Karpartenvorland.

Ein besonders leistungsfähiges Beben meldete am 21. Februar 2002 die Stadt Polkowice in Niederschlesien. Hier brachen sogar Rohre und Wände. Es gab teils Panik in Siedlungen mit Plattenbauten.

Am 21 September 2004 bebte in Nord-Ost-Polen die Erde mit einer Stärke von 4,5 und 5,3 auf der Richterskala. Die Erschütterungen waren in Pommern, Ermland und Masuren sowie den Podlasien- Regionen zu spüren. Wahrscheinlich war das erste Beben unter der Ostsee ausgebrochen und das zweite im befestigten Küstenbereich. Das Epizentrum lag da in der Region Kaliningrad in Russland.

Wir gehen davon aus, dass in allen diesen Beispielen irgendwie Menschen einen Beitrag zu diesen Ereignissen beigetragen haben. Vor allen Dingen im 2o. Jahrhundert wurde Polen in großem Maße durch Räuber von Bodenschätzen heimgesucht, die haben mit Hilfe von Millionen Sklaven (deutsch: Zwangsarbeiter) das Land weitestgehend untertunnelt, womit es auch in Zukunft "Erdbeben" in Polen geben wird.  

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Beben, Schlagwetter ..

Geschrieben von: uefuef () am 09-01-2012 10:29

Beben, Schlagwetter ..

Geschrieben von: uefuef am 09-01-2012 10:29

Da der Staat für solche folgen haften würde/müßte (hat ja schließlich dafür stets den Grubenzins bzw. Förderzins kassiert)ist die Deklaration als Erdbeben schon zu verstehen! Wissenschaft und Politik - Hand in Hand !! Dafür wird auch mal schnell das Epizentrum um 50 km und mehr verlagert!!

 

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