Lodz - Zu einem Erdbeben der Stärke 4,7 auf der Richter-Skala ist es am Freitag Morgen um gegen 5.05 Uhr in der polnischen Region Lodz, an der Grenze zu Oberschlesien gekommen. Nach Angaben von Seismologen, lag das Epizentrum des nur wenige Sekunden dauernden Bebens, unweit von Bełchatów, 40 Kilometer von Tschenstochau und in einer Tiefe von 60 km unter der Erde,. Es gibt nur einige wenige Berichte über kleinere Schäden, aber mehr noch über verängstigte Bürger, welche Polizei und Feuerwehr riefen, da sich Fenster, Türen und Betten selbständig gemacht hatten. Ein Erdbeben dieser Stärke ist für polnische Verhältnisse sehr ungewöhnlich. Ähnliche Schocks wurden zuletzt im Jahre 1980, ebenfalls bei Bełchatów registriert. In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass die Stadt das größte Braunkohlekraftwerk in Europa beherbergt, was vielleicht auch Ursache des Bebens gewesen sein könnte.
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Augenzeugen berichteten, dass das Erdbeben Fenster und Türen in den Häusern der betroffenen Region schüttelte. Manche berichten auch über in Wohnugen heruntergefallene Gegenstände sowie Schränken und Betten, welche sich selbständig gemacht haben. Einige riefen die Feuerwehr an, weil sie an einer Gasexplosion in ihrer Nachbarschaft glaubten. Über größere Schäden gibt es keinerlei Information.
Die Erschütterungen waren vor allen Dingen im südwestlichen Teil der Region Lodz zu spüren, die meisten in und um Belchatow und Chabielice. Die Direktion des Braunkohlekraftwerks in Bełchatów bezweifelt, dass das starke Beben mit dem Abbau der Kohle zu tun haben könne. Nach unterschiedlichen Angaben von Bewohnern soll es irgendwann zwischen 5.05 und 5.16 zu dem Erdbeben gekommen sein.
© Polskaweb News Artikel vom 22.1.2010 (8.00 Uhr)
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