Los Angeles - Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 hat den Norden Mexikos im Grenzgebiet zu den USA attakiert. Hierbei starben nach Behördenangaben mindestes 2 Menschen, über Einhundert wurden verletzt. Das Epzentrum des Bebens um 15.40 (Ortszeit) lag laut dem Erdbeben Informations- Center in Kalifornien etwa 30 Kilometer südwestlich der Gemeinde Guadalupe Victoria und 90 Kilometer südöstlich von Mexicali, der Landeshauptstadt von Baja Calififornia. Die Auswirkungen des Hauptbebens waren in weiten Teilen der US Bundesstaaten Kalifornien und Arizona zu spüren. In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana und in Mexicali verursachte die Naturkatastrophe Szenen von Panik. Es gibt aber neben Meldungen von ein Dutzend Bränden, einigen beschädigten Häusern und Gebäuden sowie einer kaputten Straße, noch keine Hinweise auf größere infrastrukturellen Zerstörungen durch das Beben. 20 Nachbeben, mit einer Stärke von bis zu 5,4 auf der Richterskala wurden bis zur Stunde ermittelt.
Zunächst hatte es geheissen, das Erdbeben habe eine Stärke von 6,9 Grad in einer Tiefe von 10 Kilometern erreicht, was in etwa mit der Gewalt des Bebens von Haiti am 12. Januar vergleichbar war. Inzwischen hat man auf 7,2 korrigiert. In mehreren Orten Baja Californias, hierunter auch in der Millionenstadt Mexicali, sollen Strom und Wasserversorgung unterbrochen sein, berichtete der Direktor der nationalen mexikanischen Elektrizitätskommission (CFE) Alfredo Elias Ayub via Twitter aus Mexiko City. Das mexikanische Fernsehen zeigte Rettungskräfte mit Suchhunden auf dem Wege in das Erdbebengebiet, wo Menschen unter den Trümmern von Gebäuden liegen sollen.
Lateinamerika wird zur Zeit von einer beispiellosen Serie von schweren Erdbeben heimgesucht, wobei eine solche Katastrophe mit 7,0 auf der Richter-Skala im Januar den Karibikstaat Haiti zu großen Teilen zerstört hatte. 230 000 Menschen sollen hierbei ums Leben gekommen sein. Im Februar und Anfang März traf es gleich mehrmals Chile. Hier erreichte das Hauptbeben am 27. 2. 2010 sogar eine Stärke von 8,8 auf der Skala, hiernach wurden über 300 Todesopfer gezählt. Starke Beben gab es unterdessen auch in Argentinien und Paraguay, die allerdings so gut wie keine Schäden anrichteten.
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