Santiago de Chile - Nach dem Mega- Erdbeben in Chile gelten 708 Menschen bereits als tot. Über 100 000 Häuser sollen zerstört oder beschädigt worden sein, mehr als 2 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Über die Zahl der Verletzten gibt es bisher keine verlässlichen Schätzungen, doch es sollen Zehntausende, wenn nicht sogar Hundertausende sein. Chaos und Elend herrscht vor allen Dingen in der stark getroffenen Stadt Concepcion, mehrere hundert Menschen sollen auf der Suche nach Nahrung einen Supermarkt gestürmt und geplündert haben, ähnliche Meldungen kommen auch aus anderen Städten in den betroffenen Gebieten. Die Polizei scheint machtlos. Bürgermeister berichten, dass die Lage außer Kontrolle geraten seien und fordern Unterstützung des Militär an.
Auch das Innenministerium in Santiago de Chile gibt nun zu, dass Apotheken und Supermärkte dem Ansturm der Menschen, vor allem auf der Suche nach Nahrung, nicht mehr gewachsen seien. Es werden aber auch Angriffe auf Fabriken und Firmen gemeldet. Plünderer schleppen alles davon was irgendwie wertvoll erscheint, hierunter vor allen Dingen Fernseher, Waschmaschinen und Computer.
Nach Angaben der Behörden sei das Trink- Wasser in den Katastrophenregionen knapp, viele Menschen hätten bereits keins mehr. Die Zahl der Todesopfer nach den Beben werden mit Sicherheit noch viel weiter steigen. Immer noch fehlt den Behörden der Überblick in weiten Teilen der Gebiete. Innenminister Edmundo Perez Yoma hat das Erdbeben in Chile als "Katastrophe historischen Ausmaßes" bezeichnet.
Auch am Sonntag kam in Chile die Erde nicht zur Ruhe. Weitere Beben bis zu einer Stärke von 5,9 auf der Richter- Skala wurden gemeldet. Auch Ekuador und Argentinien meldeten Beben von 4,8 bis 5,1. Fast alle Anrainer des Südpazifik bekamen die Folgen des Erdbebens in Chile in Form von hohen Wellen an ihren Küsten zu spüren. Einige Inseln, wie z.B. das chilenische Juan Fernandez, wurden fast komplett gespült, hier werden 11 Menschen vermisst und 6 getötet.
Chile braucht dringend und schnell internationale Hilfe. Die Zerstörungen im Lande sind gigantisch. US- Soldaten wie in Haiti wären hier aber keine willkommene Alternative. Die Regierung hat ein Konto mit der Nummer 362883 bei der BancoEstado für Hilfe aus aller Welt eingerichtet. Sie können sich hierzu auch direkt an die Botschaft Chiles in Ihrem Land wenden um zu erfahren, wie Ihre Spende am besten ankommt.
Sehen Sie Bilder vom dramatischen Ausmaß der Zerstörungen in Chile
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Hinweis: Auf unserer Startseite finden Sie ein Video einer Überwachungskamera, die das Beben aufzeichnete.
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