WASHINGTON - Ein gewaltiges Erdbeben hat die Hauptstadt der Karibikinsel Haiti, Port-au-Prince, in Elend und Chaos gestürzt. Das Beben, was mit einer Stärke von 7,0 bis 7.3 angegeben wurde soll inzwischen 28 weitere Beben von Stärken bis zu 5.9 auf der Richter-Skala nach sich gezogen haben. Das Epizentrum der Schocks lag einige Kilometer westlich der Hauptstadt, in einer Tiefe von 30 km. Das Hauptbeben soll mehr als 40 Sekunden lang gedauert haben. Die Stadt gleicht einem einizigen Trümmerfeld. Es gibt noch keine Zahlen von Opfern, doch nach Berichten von Hilfsorganisationen und der Vereinten Nationen, könnten es sogar Tausende sein. Neben dem Präsidenten- Palast sollen auch Gebäude der UN, das Parlament, Krankenhäuser und Schulen eingestürzt sein. Auch das Kommunikationsnetz funktioniere auf der ganzen Insel weitestgehends nicht mehr- heisst es offiziell aus Washington. Die USA wollen Schiffe mit Hilfsgütern in den nächsten Stunden in die Karibik absenden.
Überall sieht und hört man schreiende Menschen. Viele graben mit bloßen Händen in den Trümmern nach vermissten Angehörigen oder Nachbarn - meldet CNN. Getroffen habe es nicht nur die Häuser der Armen, sondern fast alle Gebäude der Haupstadt, hierunter vor allen Dingen auch Hotels, Büros und Geschäfte, die in Schutt und Asche liegen. Schwer beschädigt wurde auch das Hauptquartier der UN-Truppen in Haiti. 7 Tausend Blauhelme versuchen hier seit 2004 das Land zu stabilisieren. Kurz nach dem Bekanntwerden des Erdbebens hatten Geologen vor einem möglichen Tsunami gewarnt., aber es gibt bisher hierzu keine Berichte aus der nahe gelegenen Dominikanische Republik, Kuba oder den Bahamas.
Das Hauptbeben war so gewaltig, dass es sogar im 320 Kilometer entfernten Kuba, sowie auf der Dominikanischen Republik gespürt wurde. Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Opfer in die Hunderte oder gar Tausende gehen könnte. US-Aussenministerin Hilary Clinton bot umgehend Hilfe an. Erste Rettungsmannschaften mit Spürhunden sind bereits, von Florida aus, auf dem Wege in das Katastrophengebiet. Es gibt bereits viele Bilder und Filme aus Port-au-Prince die zeigen wie dramatisch die Natur die armen Menschen und ihre Wohnhäuser und Versorgungseinrichtungen getroffen hat.
Experten warnten schon seit Jahren vor einer nahenden Erdbeben- Katástrophe auf Haiti. Jetzt ist es geschehen und keiner war vorbereitet, ausser das Chaos.
Haiti: Video bei Erdbeben in Französischer Botschaft aufgenommen
Datum: 13. Januar 2010
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