Smolensk - Vladimir Ivanow (27) ist Mechaniker einer Autowerkstatt, die etwa 200 Meter vom Militärflughafen Siewiernyj residiert. Er behauptet der Autor des berühmten Filmes zu sein, welcher kontroverse Bilder zeigen soll, die ein Attentat auf Lech Kaczynski und seine Begleiter suggeriert. Er erreichte den Ort der Tragödie nur einen Moment nach dem Absturz der Tupolew des polnischen Präsidenten Lech Kazcynski am 10. April. Mit seinen eigenen Augen sah er angeblich Flammen aus dem Wrack schiessen, Miliz- Soldaten die Zuschauer verjagten, hörte die Sirenen und die Feuerwehr sowie Geräusche die wie Pistolenschüsse klangen. "Polskaweb" hatte vor etwa 2 Wochen auf die mögliche Arbeitsstelle des Autors des Filmes hingewiesen, was zumindest Journalisten nun dazu brachte, hier an Ort und Stelle fündig zu werden. Nach unserer Ansicht, könnte es sich aber um den falschen Zeugen handeln, der zufällig auch noch genauso heisst wie der russische Chefermittler.
Die Journalisten einer russischen Zeitung schreiben: Erwarten Sie bitte nicht, dass die Erkenntnisse über den sein Film eine Sensation auslösen. Es wurde viel spekuliert, heute präsentieren wir Ihnen die Rechnung von dem was sich wirklich kurz nach dem Absturz der Tupolew dort abgespielt hat. Man will Schüsse gehört haben, Menschen die umherliefen, jemand der Befehle in polnischer Sprache rief und die Hand eines Piloten gesehen haben, der in den letzten Atemzügen diese noch anheben konnte. Hier spricht der Zeuge: "
"Ich sah diese Tragödie hautnah. Es war am Samstag dem 10. April. Ich arbeitete in der Garage. Sie ist nicht mehr als etwa 200 Meter vom Flughafen entfernt. Meine Aufmerksamkeit wurde plötzlich durch das Brausen eines landenden Flugzeuges gestört. Ich hob den Kopf und plötzlich sah ich in ca. 65 Metern Entfernung von meinem Arbeitsplatz einen Lichtblitz, dann brachen Bäume wie Streichhölzer. Ich rannte dofort in diese Richtung. Niemand rief um Hilfe an der Absturzstelle und ich war einer der ersten Menschen der das Trümmerfeld erreichte. Ich schnappte mir das Handy und beschloss aufzuzeichnen was ich vor meinen Augen hatte. Ich habe versucht möglichste nahe an das Wrack heranzukommen. Aber ich bemerkte Kraftstoff Geruch in der Luft und erkannte, dass alles jeden Augenblick explodieren konnte. Ich war überrascht dass weder am Wrack, noch an den abgebrochenen Bäumen Leichen oder Reste hiervon zu sehen waren, sondern nur Teile des Flugzeuges. Ich dachte zuerst es handele sich um ein Transportflugzeug vom Militär, konnte aber auch keinen Piloten entdecken. Keine Leichen, keine Verwundeten und ich hörte niemanden um Hilfe rufen. Ich war nahe genug, und glauben Sie mir, wenn ich nur einen Hilfeschrei gehört hätte, hätte ich keine Sekunde gezögert. Ich hörte die Explosion von Munition aus dem Flughafen, sofort begann dann die inzwischen eingetroffene Miliz, die Schaulustigen zu verjagen. ich hörte nur Schrei in russischer Sprache. Keiner sagte ein Wort in polnischer Sprache. Mit Sicherheit rief auch niemand etwas in polnischer Sprache. An der Absturzstelle herrschte ein schreckliches Chaos, ein plötzlicher Knall drang durch die Stille. Ich bin sicher, dass er lauter war als der Schuss aus einer Pistole. Heute ist mir klar, dass es Munition aus den Waffen der Leibwächter des Präsidenten war, welche im Feuer explodierte. Die Miliz verbot jede Berührung von Dingen aus dem zerstörten Flugzeug. Es war jedoch klar, dass die Beamten noch nicht Herr der Lage waren. Sie waren nervös und wussten nicht was zu tun ist. Ich sah einen älteren Mann, der auf dem Waldweg unterwegs war. Man sieht ihn deutlich am Ende meines Filmes. Plötzlich lief ein Polizist auf ihn zu und schrie: "Geh weg alter Mann !" Ich wandte dann das Objektiv der Kamera zum Boden weil ich nicht das Gesicht des Beamten aufnehmen wollte. Deshalb hörte man in der Video- Aufzeichnung auch nur seine Stimme. In ihr klang Panik und Angst. Er sagte zu mir nur ein Wort und lief dann in Richtung des Feldes. Ich bin im übrigen sehr schockiert, wie mein Film später manipuliert wurde. Ich war dort und ich habe nicht so etwas wie "Du sollst nicht töten" gehört. Ich hoffe nun mit meiner Aussage alle diese Gerüchtemacher entlarvt zu haben" - endete Vladimir Ivanow.
Bevor die deutsche "Bild Zeitung" in Smolenks eintreffen konnte um noch die Putzfrau der kleinen Autowerkstatt zu interviewen sowie ihre Kinder zu filmen, trafen jetzt auch Journalisten der polnischen Boulevardzeitung "Super Express" vor Ort ein, um Iwanows Arbeitskollegen Sergei Glinschenko (38) zu befragen, der am Telefon behauptet hatte, einziger Augenzeuge des Absturzes der Tupolew gewesen zu sein: "Ich sah wie die Tu-154M herunterkam, gegen einen Baum schlug und zu Boden fiel. Ich schwöre. Dies ist vor meinen Augen passiert. Zuerst prallte das Flugzeug gegen einen Baum und verlor einen Flügel. Dann sah ich einen großen Blitz, als ob das gesamte Feld brannte. Ich werde nie das ohrenbetäubende Gebrüll der Motoren vergessen. Ich war wie betäubt und konnte mich nicht von der Stelle bewegen. Ich hatte große Angst. Es war als wenn ein Haus vom Himmel gefallen wäre. Nur ich hatte verstanden was geschehen war, also fing ich wie in Panik an zu schreien, denn ich erwartete dass die Maschine jeden Augenblick explodieren würde. Ein Kollege, also Vladimir Ivanow und ich stürzten, trotz der Gefahr die uns drohte, hinüber zu der Lichtung. Leichen sah ich keine, sondern nur Wrackteile der Tupolew. Wir waren froh, dass das Flugzeug nicht auf die Werkstatt gefallen war. Mit Wodka versuchten ich und die Kollegen später den Stess der Erlebnisse abzubauen. Wir tranken sehr viel." - erzählte Glinschenko der "Super Express".
Wir wissen nicht was die beiden mutmaßlichen Trittbrettfahrer für die Interviews bekommen haben, aber viel waren sie sicherlich nicht wert, denn ihre Aussagen stehen im krassen Widerspruch vieler bereits bekannter Indizien, auch auf dem originalen Video. Man sollte auch nicht sein Hauptaugenmerk so auf das Video, Landelichter oder den Zustand der Maschine oder fehlende Leichen richten, sondern vielleicht mehr auf die Umstände der wenigen Sekunden vor dem Auseinanderbrechen der Maschine. "Polskaweb" vermutet, dass die Piloten möglicherweise beim ersten Versuch überhaupt nicht landen wollten, sondern mit Hilfe des sich ebenfalls im Cockpit befindenen Generals Blasik, der ein sehr erfahrenen Flieger der polnischen Luftwaffe war, erst einmal die Sicht- Situation vor Ort aus wenigstens 100 Metern Höhe erkunden sollten. Hierzu könnte durchaus auch Lech Kaczynski geraten haben. Wenn man nun weiss, aus welcher Höhe die Maschine tatsächlich abstürzte (Ein Reporter von TVP hatte von einer Landung mit der Nase sehr schräg nach Unten gesprochen), wird man auch wissen warum. Nur acht Meter, wie offiziell behauptet wird, waren es sicherlich nicht, da dies nicht zu dem Häckseln des Rumpfes geführt hätte. "Polskaweb" ist davon überzeugt, dass die polnische Elite bei Smolensk in eine Falle geraten war.
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Geschrieben von: Fröhlich () am 27-05-2010 06:45