Gdynia - Der am Montag begonnene Jubiläums- Kongress der polnischen Gewerkschaft Solidarität (Solidarnosc) aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehen hat es in sich. Über 2500 geladene Gäste, hierunter ehemalige und aktuelle Aktivisten der legendären Organisation, der polnische Präsident Komorowski, Premier Donald Tusk, EU- Parlamentspräsident Jerzy Buzek, Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski und auch viele ausländische Gäste wie z.B. Lee A. Feinstein, US- Botschafter in Warschau, der einen Brief von Präsident Barack Obama an die Gewerkschaftler verlesen durfte. Mehr noch als um die Erinnerung an die Ereignisse vor drei Jahrzehnten geht es aber offenbar auf dieser Veranstaltung um Politik, wobei es auch zu einigen Wortgefechten unter den anwesenden prominenten Rednern und ihren Anhängern und Begleitern kam. Mit Aufmerksamkeit hörten die Gäste vor allen Dingen den Festrednern Tusk und Kaczynski zu, deren Reden oft durch Applaus, aber auch Buhrufen und Pfeifkonzerten unterbrochen wurden.
Jaroslaw Kaczynski, den deutsche Medien schon auf dem Rückzug aus der Politik sehen, wurde schon beim Betreten der Kongresshalle mit Beifall und "Ja-ro-slaw!" Rufen gefeiert. In seiner anschliessenden Rede sprach er von Manipulation in der Politik, dem Untergang der polnischen Werftindustrie und auch von seinem toten Bruder. Er wurde hierfür abwechselnd mit tosendem Applaus belohnt. Schlecht ging es dagegen Premier Tusk, der geduckt hereinkam, nachdem schon bei der Ankündigung seines Erscheinens ein gewaltiges "Buh- und Pfeifkonzert" eingesetzt hatte. Diese "Störungen" bekam er auch während seiner Ansprache laufend zu spüren, sodass er sich am Ende auch noch mit einer Provokation bedankte: "10 Millionen Mitglieder hatte die Gewerkschaft 1989 ? Na, wo waren denn die fehlenden 9 Millionen". Was den nicht erschienenen Ex- Präsidenten Lech Walesa hier erwartet hätte, kann man nur ahnen. Er wird jedenfalls wissen warum er seine Teilnahme an diesem runden und bedeutenden Jubiläum abgesagt hatte. Sein Büro liess jedenfalls vielsagend ausrichten, dass der Herr "Müde des Feierns" sei und seine Solidarnoscs- Heldenzeit ja inzwischen von (s)einer Präsidentschaft überschattet werde.
Die Gründung der Solidarnosc in Polen soll der entscheidender Anstoss zum Untergang der sozialistischen Systeme in Osteuropa gewesen sein. Vor 30 Jahren hatten sich Werftarbeiter in Danzig nach langen Protestaktionen eine eigene Vertretung "erkämpft". Am 31. August 1980 einigte sich die Jaruzelski Regierung mit den späteren Danziger Solidaritäts- Größen, die nun in der Lage waren eine unabhängige Gewerkschaft zu gründen. "Polskaweb" hat sich lange mit der Geschichte und den Biograpien der damaligen Protagonisten in Ost und Weste beschäftigt. Wir glauben heute und haben zahlreiche Indizien und Beweise dafür, dass die Gründung der Solidarnosc, das Kriegsrecht in Polen, der Fall der Berliner Mauer schon geplant war, als Lech Walesa noch nicht einmal auf der Danziger Werft als "Elektriker" arbeitete. Nach unserer Überzeugung waren an dem "Untergang" der Sowjetunion nicht nur der eigene Geheimdienst KGB beteiligt, sondern vor allen Dingen der Bundesnachrichtendienst und die DDR Stasi, der CIA und mehr als 2 Dutzend weitere östliche- und westliche Nachrichtendienste, welche diesen gewaltigen Coup gemeinsam inszeniert hatten. Zu gegebener Zeit werden Sie hier mehr über eine ganz andere Wahrheit erfahren.
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Mielke und Wolf
Geschrieben von: Böckelmann () am 31-08-2010 08:38