Danzig - Ein weiterer Schlag des polnischen Zoll und der Polizei gegen internationale Verbrecherbanden meldet aktuell die General- Staatsanwaltschaft von Pommern. Demnach wurden bereits am Donnerstag mehrere Personen festgenommen, die auf frischer Tat dabei ertappt worden sein sollen, Drogen in großen Mengen abzuliefern, bzw. entgegenzunehmen. In einem Container eines Frachters aus Montevideo (Uruguay), mit Motoren beladen, hatte ein Spürhund angeschlagen. Die Zöllner verständigten pflichtgemäß den CBS (wie FBI) welcher sich an der Bergung von 33 Päckchen mit je einem Kilo reinem Kokain aus den Leibern einiger Motoren beteiligte. Spezial- Agenten legten sich derweil bereits auf die Lauer um die Empfänger der heissen Ware zu lokalisieren. Sie mussten auch nicht lange warten bis ein polnisches Ehepaar auftauchte und die Motoren als eine Lieferung an ihre Firma reklamierte. Dann ging alles sehr schnell . . . . .
Die Polizei hatte am Verhalten der beiden 30- und 32 Jahre alten Polen sofort erkannt, dass sie nicht die eigentlichen Empfänger der Drogen sind und vermutlich nicht alleine gekommen waren. So wurden in der Nähe des Danziger Hafens kurz darauf zwei deutsche Staatsbürger im Alter von 51- und 57 Jahren gestellt und als eigentliche Empfänger für die Drogen identifiziert. Alle vier Beteiligten befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Ihnen wird Drogenschmuggel im großen Stile vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen führt die Abteilung für organisierte Kriminalität und Korruption der Staatsanwaltschaft in Danzig. Sie schliesst nicht aus, dass im Zusammenhang mit dem Fund auf dem Schiff aus Uruguay noch weitere Festnahmen geplant sind. Die Verdächtigen müssen mit einer sehr hohen Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Standardstrafe für Haupttäter bei Drogenschmuggel in großer Menge: Durchschnittlich 12 Jahre.
Der jetzige Kokain Fund ist mit 33 Kilo Rekordfang des Jahres 2009 durch Zoll und Polizei Polens. Der Markt-Wert der heissen Ware wird mit 10 Millionen Zloty angegeben. Den größten Kokain Fang aller Zeiten machte man in Polen bereits im Jahre 2003. Nach 12 Stunden harter Arbeit hatte die Feuerwehr im Hafen von Gdynia, der Nachbarstadt Danzigs, eine riesige Stahlplatte eines Schiffs-Tankes aufgeschweisst, hinter der man 325 Kilo Kokain versteckt hatte. Das Schiff war aus Venezuela gekommen und in Holland registriert. Alle hierbei gefassten Verdächtigen wurden bereits zu Strafen von 10- bis 13 jahren Gefängnis verurteilt, doch noch keines dieser Urteile konnte bisher Rechtskraft erlangen. Insgesamt soll diese Bande aus Warschau 1,3 Tonnen Kokain nach Polen eingeführt haben.
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