Warschau - Eine tatsächlich nicht nachvollziehbare Meldung der deutschen Tageszeitung "Bild" vom Dienstag nach Ostern liess uns aufhorchen: "Nachbar Polen hat 9,6 % Arbeitslose. Die Löhne liegen im Schnitt noch bei 4,50 bis 6,50 Euro pro Stunde und somit um 44 % des deutschen Niveaus. Polnische Migranten sind im Schnitt höher qualifiziert als deutsche Beschäftigte" - lesen wir z.B. hier auszugsweise in einem Artikel, der sich mit der Öffnung der Arbeitsmärkte von Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem kommenden 1. Mai für Arbeitslose aus Polen, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Ungarn und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen beschäftigt. Wir wissen nicht woher "Bild" solche Angaben hat, können ihnen aber versichern, dass es sich hierbei um Phantasieprodukte handelt. Die Wahrheit ist eine ganz andere und mit derartigen Meldungen wollen westliche Medien (auftragsgemäß) den in den kommenden Jahren zu erwartenden Tsunami aus Mittel- und Osteuropa verschleiern, was sie parallel hierzu auch schon mit der laufenden Invasion aus Afrika und Vorderasien tun. "Der Feudalismus braucht Sklaven" schrieb heute ein Nutzer ins Forum der polnischen Tageszeitung "Gazeta Wyborcza", womit er die ganze Wahrheit zu "dringend notwendigen Migranten", Multikulti und dem Hintergrund falscher Bürgerkriege in einem Satz präzisierte.
Polnische Migranten sind im Schnitt nicht höher qualifiziert als deutsche Beschäftigte. Das kann nur hämisch in Verbindung mit Rübenfeldern und Hilfsarbeiten gemeint sein. Also genau das was der westliche Sklavenhändler, für 3 Euro die Stunde plus kostenloser Unterkunft in einem 12 Personen- Zimmer, sucht. Woher sollen denn auch die Polen diese Qualifikationen haben ? Fast viertausend Bewerber für ein einziges Stellenangebot im Büro - so sieht z.B. aktuell die Arbeitslosigkeit im Bezirk Golub-Dobrzyn (Kujawien-Pommern) aus. In Lomza (Podlasien) sind es 3700 Bewerber für einen Bürojob und in Wegorzewo (Woiwodschaft Ermland-Masuren) 2400, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Arbeitslosigkeit liegt in den genannten Orten bei bis zu 50 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Ermland Masuren oder Podlasien hat sogar nach offiziellen Statistiken (GUS Warschau) bereits die 21 Prozent überschritten. Doch offizielle Zahlen verfälschen die tatsächliche Situation im Lande. Es lohnt sich ja auch kaum sich arbeitslos zu melden. Dies ist mit vielen Pflichten aber kaum Vorteilen verbunden. Im ersten halben Jahr bekommt man zwar umgerechnet 150 Euro monatlich, doch dann sind es nur noch 20 Prozent hiervon. Und wenn man dann mal für die verbleibenden 30 Euro beim Schwager mit einer Schaufel in der Hand erwischt wird, droht eine Haftstrafe wegen Leistungsbetrug.
Die Arbeitslosigkeit steigt in Polen schon seit der Machtübernahme der Kazczynski Brüder im Jahre 2007 pausenlos und gleichzeitig werden die Arbeitsplätze immer weniger. Viele Arbeitslose hatten auf einen Aufschwung durch die mit EU- Milliarden finanzierte Erneuerung der heimischen Infrastruktur sowie den Projekten für die Euro 2012 gehofft, doch dies hat die Tusk- Wirtschaftswunder- Regierung inzwischen kommentarlos mit Rotstiften aus dem Haushalt als Ausgaben gestrichen. Ende März diesen Jahres betrug die Zahl der bei polnischen Arbeitsämtern registrierten Personen 2.133.900, davon 1.093.700 Frauen (Angaben GUS). Man gibt zu dass es regionsweise über 35 % Arbeitslose gibt, beziffert aber die Gesamtquote des Landes mit 13,2 Prozent. "Polskaweb" ist sich allerdings sicher, dass maximal nur jeder Zweite arbeitslose Pole, aus unterschiedlichen Gründen, seine Registrierung einleitet. Wenn die Glücklichen welche eine Arbeit haben tatsächlich wie "Bild" behauptet 4,50 bis 6,50 Euro die Stunde bekommen würden und genug Arbeit da wäre, stände den Deutschen, Österreichern und Schweizern mit Sicherheit keine Invasion bevor. Die Wahrheit ist, dass das Gros der Polen nicht mehr als 1500 Zloty monatlich (Mindestlohn 1.386 Zloty) bei einer 40 Stundenwoche verdienen. Wenn wir dies umrechnen, kommen wir auf einen Stundenlohn von 9,38 Zloty, also etwas mehr als 2 Euro brutto.
Mit solchen Billiglöhnern wird man sicherlich bald in Deutschland die Atomkraftwerke abschalten und die Zechen wieder beleben. Reklame hierfür übernehmen bereits wie gewohnt die Grünen, im Wechselspiel mit der gelben, roten und schwarzen Verwandschaft.
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Wahrheit!
Geschrieben von: Dominik () am 07-05-2011 15:01