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Enkeltrick jetzt über Facebook und Callcenter |
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Sonntag, 27. Februar 2011 |
Berlin - Wer meint, dass nur deutsche, österreichische oder schweizer Rentner Opfer von sog. Enkeltrick- Betrügern sind, liegt nachweislich falsch. Derartige Kriminelle haben sich längst weltweit als Banden organisiert und schlagen selbst in der Heimat Polen tagtäglich massenhaft zu. Und die Methode "na wnuczka, wie sie hier genannt wird, ist ein Millionengeschäft, was Ihnen jede Polizeibehörde in der EU bestätigen kann.
Die aktuelle Zerschlagung einer "Enkeltrick- Bande" durch die kanadische Polizei in Toronto beweist, wie gut organisiert solche Täter sind und welche riesigen Umsätze sie einfahren. Laut den Behörden vor Ort, wurden am Samstag 7 verdächtige Personen hier festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, ältere Menschen in Kanada und den USA in nur wenigen Wochen um mindestens 3 Millionen Dollar betrogen zu haben.
Nach den Festgenommenen, hierunter auch eine polnischsprechende Frau, hatte man über Interpol weltweit gefahndet. Wie kanadische Medien berichten, hatten die Betrüger ein eigenes Call- Center nahe Toronto eingerichtet und hierüber pro Tag mehrere Hundert mögliche Opfer kontaktiert, wobei es ihnen gelang 15-20 Personen in jeder Schicht zu erpressen, die von 2500 bis 6000 Dollar im Schnitt für die "Enkelin in Not" herausgaben.
Es ist nicht bekannt, ob die Polizei die ergaunerten Gelder zumindest teilweise sicherstellen konnten, welche die Bande regelmäßig auf ausländische Konten transferierte. Wie üblich hatten sich die Enkeltrick- Betrüger geläufige polnische Familiennamen wie Nowak, Kowalski, Kaminski usw, in Kombination mit nicht mehr populären Vornamen, aus Telefonbüchern herausgesucht. Sie sollen aber auch mit der neuen Methode, über Soziale-Netzwerke wie Myspace oder Facebook, an Identitäten von Enkeln und Großmüttern gekommen sein.
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