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Polen wollen keine Moscheen |
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Samstag, 27. März 2010 |
Warschau - In der polnischen Hauptstadt Warschau ist es am Samstag zu einer Demonstration und lautstarken Auseinandersetzungen wegen eines geplanten Baus einer Moschee im Stadtteil Ochota gekommen. Eine Überzahl von Gegnern dieser muslimischen Pläne, hatte sich mit einer kleinen Gruppe von Befürwortern in den Haaren. Die Polizei begleitete das Spektakel, musste aber nicht einschreiten, denn sie verhinderte durch ein Spalier eigener Leute, dass die Parteien sich überhaupt berühren konnten.
"Stop Fanatiker", "Ein klares Ja zur Toleranz", "Heute die Moschee - morgen der Jihad" und ähnlich bekannte pro und contra Argumente waren auf den Bannern der Demonstranten zu lesen. Die Gegner befürchten eine langfristige Flut des Islam in Polen wie sie bereits in Deutschland und Frankreich im fortgeschrittenen Stadium ist, die Befürworter argumentierten, dass jedermann das Recht auf Ausübung seiner Religion habe, wobei sie aber auch ausfallend wurden und die Gegner der Moschee als "Nazis" und "Rassisten" beschimpften.
Der Präsident der Muslim-Liga in Polen Samil Ismail versteht die ganze Aufregung nicht und argumentiert seinerseits: "Wir sind polnische Bürger, die sich in die Gesellschaft integrieren und zu zeigen versuchen, wie wir am Aufbau dieser Gesellschaft beteiligt sind". Demonstranten beklagen, dass die Musilime von Anfang an von einem islamischen Kulturzentrum sprachen, wo ja niemand etwas dagegen hatte, und jetzt müsse man erkennen, dass es sich in Wirklichkeit um den Bau einer Moschee in der Nähe der Adam Mickiewicz Universität handele.
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