Warschau - Einer der weltweit führenden Finanzdienstleister, die Credit Suisse, hat am Dienstag von der polnischen Finanzaufsicht eine Genehmigung zur Durchführung von Vermittlungstätigkeiten in Polen erhalten. Die erfolgsverwöhnten Schweizer mit den Maxiboni hatten erst vor einer Woche ein ein Brokerhaus in Warschau ins Leben gerufen. "Wir freuen uns, dass von Monat zu Monat unser Anteil am Handel von Aktien an der Warschauer Börse wächst. Dies wird uns nun auch erlauben, Brokerage-Dienstleistungen für die polnischen Pensions-und Investmentfonds zu lenken, die zu den größten Investititonspotentialen in Zentral-und Osteuropa gehören. Wir sehen ein starkes Interesse von ausländischen Investoren an der polnischen Börse und wollen die weitere Entwicklung dieses wichtigen Markt auch für uns nutzen" - heisst es in einer Stellungnahme von Credit Suisse zu ihrem neuen Abenteuer in Mitteleuropa.
Credit Suisse Wachstumsstrategie
Im Dezember 2010 betrug der Anteil der an der Warschauer Börse gehandelten Credit Suisse Aktien 8,5 Prozent. Im Jahr davor betrugen die Transaktionen des Züricher Unternehmens auf dem polnischen Markt, hauptsächlich durch lokale Broker, gerade einmal 1,8 Prozent am Handel. "Polen ist zu einem wichtigen Markt für unsere Wachstumsstrategie in Zentral-und Osteuropa, sowie ein wichtiger Teil unserer Strategie für die Emerging Markets geworden" - sagte hierzu Marek Gül, Präsident der Credit Suisse in Polen.
Polen Pensionskasse Fass ohne Boden
Polen hat große Probleme in der Sicherung von Pensionen für die ehemals riesigen Gemeinschaft der jüdischkommunistischen Polit- und Beamtenschaft, die heute 2-3mal so hohe monatliche Bezüge erhalten wie Rentner. Die Staatskasse hat Löcher, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, Investitionen ab. Nach einer Stagnation von ausländischen Investitionen, sind diese unter Donald Tusk nahezu bei Null angekommen. Die Öffnung der Arbeitsmärkte Deutschlands und Österreichs für Polen, wird die wirtschaftliche Entwicklung östlich der Oder weiter negativ beeinflussen.
Und immer mehr "Beamte"
So riecht der Einsatz der Credit Suisse für polnische Pensionäre, aus Sicht ihrer Kunden, natürlich ein wenig seltsam. Hinzu kommt hier noch, dass die Tusk Regierung seit ihrer Wahl den Beamten- Wasserkopf nicht wie versprochen verringert, sondern sogar durch Neueinstellungen um 10 Prozent vergrößert hat. Polnische Staatsdiener haben wie auch in Deutschland, eine ganze Reihe von teils ungerechten Vorteilen gegenüber Werktätigen der Privatwirtschaft, die ja ihre eigentlichen Brötchengeber sind. Man muss nur ein wenig bohren um zu erfahren, was eigentlich dahintersteckt. Dies gilt auch für die Schaffung einer Berufsarmee.
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