Harold Nicholson und sein 24-jähriger Sohn Nathaniel sind im US Bundesstaat Oregon angeklagt, wertvolle und sehr diskrete CIA Interna jahrelang an den russischen Geheimdienst KGB verkauft zu haben. Das besondere an diesem Fall der jetzt vor Gericht verhandelt wird ist die Tatsache, dass Harold Nicholson sich schon seit 13 Jahren in Haft wegen Agententätigkeiten für den KGB befindet, also schon einmal wegen Geheimnisverrat verurteilt wurde. Der ideenreiche Spion hatte ganz einfach in den letzten Jahren seinen Sohn Nathaniel, der ihn häufig im Gefängnis besuchte, als Schnittstelle zwischen sich und dem KGB eingesetzt um damit seine "spärliche" Pension aufzubessern. Offensichtlich verfügte der Ex- CIA Chef von Oregon immer noch über sehr wertvolles Wissen aus seinem Arbeitsbereich, denn der KGB zahlte gut und traf Sohn Nathaniel mal auf Zypern in einem Fast-Food Restaurant, oder auch in Mexico City bzw. Lima in Peru zur Entgegennahme von des Vaters Aufzeichnungen. Dieser Fall ist einzigartig in den USA, denn noch nie hat ein Spion zweimal vor einem amerikanischen Gericht gestanden.
Die Anklage gegen Nicholson und Sohn beinhaltet Vorwürfe zu Verbrechen im Sinne von 7 verschiedenen Paragraphen des US Strafgesetzbuches, hierunter auch Verschwörung mit Vertretern einer ausländischen Regierung gegen die USA und Geldwäsche. Hierauf sieht das Gesetz eine staatliche Antwort von bis zu 100 Jahren Gefängnis für die beiden Verräter vor. Ein Bankräuber, der wie Harold Nicholson ebenso seit Jahren im Gefängnis von Sheridan in Oregon einsitzt, hatte der Gefängnisverwaltung verraten dass der Ex CIA Chef weiterhin in Kontakt mit dem KGB stehe. Man brauchte dann nicht lange um herauszufinden wie dieser Kontakt jeweils zustande kam. Nathaniel Nicholson soll lt. Anklage so über 300 000 Dollar von den Russen kassiert haben, was bezeichnend ist für das umfangreiche Wissen seines Vaters.
Was in erster Linie dem CIA schon im Jahre 1996 schwer zu schaffen machte, dem Jahr als Harold Nicholson aufflog war, dass dieser dem KGB die wahren Identitäten unzähliger junger CIA Agenten verraten hatte, deren Trainer er war. Ausserdem soll er höhere CIA Mitarbeiter im Ausland verraten haben. Er wurde 1997 zu 26 Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben der Bundespolizei FBI hatte Nicholson geplant nach seiner Haftentlassung in Russland unterzutauchen, hierzu habe man Hinweise im verschlüsselten Email- Verkehr des Sohnes mit seinem KGB Kontaktmann gefunden. Für seine Rente und seine Freiheit in Russland hatte Nicholson die Freiheit seines Sohnes, der zum Zeitpunkt der ersten Verurteilung seines Vaters gerade einmal 12 Jahre alt war, geopfert und in kauf genommen dass sein Kind nun ein Leben lang im Gefängnis bleiben muss.
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