LONDON - Haben die Alliierten schon vorher gewusst wann genau die Deutschen die Sowjetunion angreifen würden ? War die Lage von Hitlers Versteck und Kommando- Stand in Masuren (Wolfsschanze) gar kein Geheimnis für den Feind ? Wussten die Briten alles über die Stärken, Gruppierungen und Pläne deutscher Truppen an der Ostfront ? Sind Operationspläne für deutsche Kriegsschiffe im Mittelmeer verraten worden ? Die mögliche Antwort hierauf vermittelte am Samstag die britischen Tageszeitung "The Times" in einem nüchternen Bericht über sensationelle Enthüllungen des britischen Historikers Paul Winter, der im Weltkriegs- Archiv von Winston Churchill bei der Universität Cambridge und den "British National Archives" entdeckt habe, dass ein für Polen arbeitender Agent nicht weit von Hitler gesessen haben soll, denn er habe sogar geheimste Interna des Oberkommandos der Wehrmacht verraten.
Laut "Times" war der Maulwurf identisch mit einem Spion mit dem Tarnnamen "Knopf" bzw. Agent "594", den der polnische Geheimdienst zu Beginn des zweiten Weltkrieges rekrutiert hatte. Im Jahre 1940 soll Knopf dann in die Aufklärungs- Strukturen des Britischen Geheimdienstes MI6 integriert worden sein. Historiker Dr. Winter fand heraus, dass die Briten am Anfang die wertvolle neue Quelle "Knopf", der wohl zweifelsohne Deutscher gewesen sein muss, für einen möglichen Doppelagenten hielten. Spätestens Nach Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, dessen Datum er bereits verraten hatte, sei dem MI6 klar gewesen, dass man "im Lotto gewonnen" hatte.
Winter hatte keinen Zugang zu den Archiven des britischen Geheimdienstes bekommen. Das Geheim-Archiv des MI6 dürfte auch in den nächsten Jahren nicht zugänglich sein. Ein Detail, um die Sensation erst richtig perfekt zu machen, fehlte dem Historiker nämlich noch, die wahre Identität von Agent "594". "Er hatte außerordentliche Einblicke in deutsche strategische und operative Pläne der wichtigsten Etappen des Krieges. Historiker vertraten lange die Ansicht, dass die Geheimdienste damals nur eine untergeordnete Rolle spielten und alle bedeutenden Hinweise eher über Abörsysteme des Militärs kamen, doch kann man sich heute sicher sein, dass alleine Agent "Knopf" viel wertvollere Informationen lieferte, als z.B. die von den Polen "beschaffte" deutsche Chiffriermaschine "Enigma" - zitiert die Times den Historiker.
"Dr. Winters Forschung zeigt, dass die Briten nicht nur einen hochrangigen Vertreter des Dritten Reiches unter Kontrolle hatten, sondern noch viel mehr, denn seine Informationen waren von entscheidender Bedeutung in diesem Krieg" - wertet die Times die Studien von Winter. Keiner wird wissen, wem der Verrat von Agent "Knopf" alles nütze war. Was die Briten wussten, dürften aber mit Sicherheit auch die Amerikaner und teils die Russen erfahren und verwertet haben. Warum aber dann weder die USA noch Briten oder die polnische Heimatarmee nicht Wolfschanze in Schutt und Asche legten, obwohl "Knopf" ihre Lage verraten hatte, lässt sich genausowenig erklären wie die Tatsache, dass man es bei den Gleisen nach Auschwitz oder Treblinka ebensowenig tat.
Die Junkerswerke bei Marienburg, garnicht so weit von Masuren, mussten dafür aber herhalten. Eine große Zahl italienischer Kriegsgefangener kam hierbei ums Leben. Britische Kriegsgefangene, nur etwa 500 Meter vom Bombardement entfernt, blieben verschont, da sie unter Hitler nicht arbeiten mussten. US- Präzisionsbomben verhinderten sogar dass den Briten der Kuchen oder die Times vom Tisch fiel.
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Hitler, Bush & Co.
Geschrieben von: zeta () am 14-02-2010 12:40