London - Die britische Filmfirma "World Media Rights", spezialisiert in der Herstellung von historischen Programmen für Discovery, ist dabei einen Film über den Absturz der polnischen Tupolew mit Lech Kaczynski am 10. April am Rande der russischen Stadt Smolensk vorzubereiten. Obwohl das Drehbuch noch nicht fertig ist, hat man in Großbritannien bereits mit einem Casting begonnen, zu dem man auch die Hilfe polnischer Organisationen auf der Insel in Anspruch nimmt, denn gesucht werden native Polen mit englischen Sprachkenntnissen. Wie die Darsteller in etwa aussehen sollten ist auch klar, denn es gibt genügend Fotos aller an diesem Mysterium beteiligten Personen, wenn man von den Geheimdienstlern einmal absieht. Das größte Problem scheint allerdings ein Double für Kaczynski unter den polnischen Einwanderern zu finden, denn es dürfte ihm hier kaum jemand auch nur annähernd ähnlich sehen. Offen ist vor allen Dingen auch noch, welche Version der Ereignisse die Briten drehen werden, denn noch scheint niemand so richtig zu wissen, was sich dort am jenen Morgen im "russischen Nebel" tatsächlich abgespielt hatte und die bisherigen offiziellen Ergebnisse der Ermittlungen ähneln eher Bastelwerken denn nachvollziehbaren Erkenntnissen.
"World Media Rights" braucht aber natürlich nicht nur einen Darsteller für Lech Kaczynski. Auch Vladimir Putin, Donald Tusk, Maria Kaczynska, Radoslaw Sikorski oder Ryszard Kaczorowski sollten schon zumindest auch von ähnlich aussehenden Kandidaten vertreten werden. Das Casting für diesen Film dürfte also mit Sicherheit schon alleine eine große Herausforderung für die Produzenten sein. Die verraten allerdings kaum Einzelheiten zu dem Projekt, doch es sickerte bereits durch, dass hauptsächlich im Cockpit einer Tupolew gleicher Bauart wie dem "Todesjet" gedreht werden soll. Es wird also um viel Technik und Kommunikation gehen, wobei man hier wahrscheinlich kaum auf echte Piloten als Darsteller verzichten kann.
Die Briten hatten sich auf der Suche nach Darstellern u.a an die "Polnische Union", der größten polnischen Organisation in Großbritannien, gewandt und klar gemacht, dass die meisten "Freiwilligen" keinerlei schauspielerische Erfahrung mitbringen müssen, da sie nur in ihren Sitzen quasseln sollen sowie Emotionen zeigen müssen. Für ihre Beteiligung an den Aufnahmen erhalten die Komparsen einen Tageslohn von 20 Pfund (verhandlungsbasis). Für die Rolle des Piloten ist man bereit tiefer in die Tasche zu greifen und 50 Pfund pro Drehtag hinzulegen, aber ob man dafür auch einen echten Piloten bekommen wird, wagen wir zu bezweifeln, vor allen Dingen dann nicht wenn er, wie wir vermuten, im Sinne von Auftraggeber Discovery am Ende den "Schwarzen Peter" in der Tasche haben soll.
Der Film über den Flugzeugabsturz bei Smolensk soll schon im kommenden Jahr u.a. auch in Deutschland und Österreich über die Bildschirme laufen. Angemessene Objektivität sollte man hier aber nicht erwarten. Man kann auch davon ausgehen dass die Austrahlungen von Protesten aus Polen begleitet werden, wenn hier irgendetwas gegen den Strich läuft. Das Haupt- Casting findet am 29. November auf dem Gelände der Cranfield University statt. Sollten Sie gut Polnisch sprechen und sich zutrauen die Anweisungen der Regisseure in englischer Sprache zu verstehen, haben auch Sie die Chance in einem historischen Film mitzuspielen. Melden Sie sich hierzu einfach bei World Media Rights in London an.
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