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Bartoszewski: Erika Steinbach kein Thema mehr in Polen |
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Dienstag, 15. April 2008 |
"Macht wie Ihr denkt, aber bedenkt wie Ihr es macht, denn wir werden es bewerten..." - hatte Staatssekretär und Ex- Außenminister Władysław Bartoszewski erst kürzlich einer deutschen Delegation mit auf den Weg gegeben die sich in Warschau eingefunden hatte um der Regierung Tusk das Projekt "Sichtbare Zeichen", auch bekannt als Vertriebenenzentrum, vorzustellen. Am Montag ging der Beauftragte für die polnisch - deutschen und polnisch- jüdischen Beziehungen sogar noch einen großen Schritt weiter und sagte gegenüber Journalisten des Nachrichtensenders "TVN24" sogar dass er sich vorstellen könne, dass die Vorsitzende des Bundes der Vetriebenen (BDV) Erika Steinbach, die erst vor wenigen Tagen mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt wurde, im Aufsichtsgremium des Vertriebenzentrums ihren Platz finde. Unglaublich diese Worte Bartoszewskis, denn während der Regierungszeit von Jaroslaw Kaczynski galt Steinbach noch als Staatsfeind Nr.1 und Bartoszewski selbst hatte sie als "Lügnerin" welche die Geschichte verdrehe und "Feind Polens" bezeichnet. Doch die neue Regierung in Warschau setzt auf Deutschland und vertraut dem ehemals schrecklichen Nachbarn, da diese, anders als die zuletzt abgewählte Regierung, den guten Willen und die Herzlichkeit der Deutschen gegenüber den Polen verstanden hat und Władysław Bartoszewski zieht nun in vielen Bereichen uneingeschränkt mit.
In dieser Woche trifft Staatssekretär Bartoszewski in Berlin eine hervorragende Vertreterin der deutschen Herzlichkeit, nämlich die Viadrina Chefin und Beauftragte Berlins für die deutsch- polnischen Beziehungen Gesine Schwan, die sich schon richtiggehend auf den 85jährigen Helden Polens freut. Es wird erwartet dass die beiden Vertreter ihrer Heimat vor allen Dingen den deutsch-polnischen Projekten einen kräftigen Schub verleihen werden. Mit Sicherheit soll nicht über Erika Steinbach gesprochen werden, denn hier sei schon alles gesagt, meinte Bartoszewski. Am 5. Februar 2008 fanden in Warschau deutsch-polnische Gespräche über historische Fragen in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern statt. Die deutsche Delegation wurde vom vom Staatsminister im Bundeskanzleramt Bernd Neumann angeführt, die polnische von Professor Władysław Bartoszewski. Bei diesem Zusammentreffen ging es vor allen Dingen um historische Fragen in den Beziehungen beider Länder. Wie es scheint, sind auch aus deutscher Sicht diese Gespräche äusserst erfolgreich verlaufen und es wird uns wahrscheinlich immer ein Rätsel sein wie es Minister Neumann geschafft hat Erika Steinbach ohne weitere Gegenwehr Polens im Vertriebenenzentrum unterzubringen. Ein weiterer deutlicher Schritt von christdemokratischen Regierungsvertreter im Einsatz auch für die Millionen unschuldigen deutschen Opfer der Hitler Diktatur und ein gutes Zeichen für ein wachsendes deutsch-polnisches Vertrauen, das was eigentlich fast alle Deutsche und Polen wollen, auch eine Frau Steinbach.
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