
Als nach der angeblich 10-stündigen schwierigen Verhandlung zur Rettung des Euros und der Griechen am frühen Morgen die deutsche Bundeskanzlerin vor die Mikrofone und Kameras der Medien trat um ein Ergebnis zu verkünden, standen wie von uns bereits prognostiziert, Gewinner und Verlierer der Merkel-Sarkozy Muppet Show fest. Da stehen jetzt wir, genauso wie der Rest des europäischen Volkes, auf der einen Seite und Politik, Banken und ihre Familien auf der anderen. Wir müssen nun bald tiefer in unsere Taschen fassen und sie wohl eher nur Platz für den Nachschub organisieren. Die Verringerung von nicht einwandfrei nachgewiesenen Schulden Griechenlands bei Banken in Höhe von rund 350 Milliarden Euro um fast ein Drittel, sowie die Verpflichtung der Aufstockung des Eigenkapitals auch nicht betroffener Geldinstitute um 4 Prozent müssen deutliche, aber nur für uns schwerwiegende Konsequenzen haben. Woher auch sollten sonst die Banken an zusätzlichem eigenen Kapital kommen, wenn nicht aus den Taschen des Volkes oder der Staatskasse. Letztere kann zur Zeit nicht mehr geben, weil dies ganz Europa auf die Barrikaden bringen würde, müssen sie aber auch nicht, denn jetzt gibt es doch für die Mafia reichlich neue Argumente alle offenen- und versteckten Gebühren zu erhöhen und die Zinsschraube für variable und neue Kredite nach Oben zu bewegen: "Die Griechen sind schuld" - wird es dann auf Anfrage heißen und wir müssen dies dann auch noch widerspruchslos hinnehmen um nicht plötzlich gänzlich ohne Konto bzw. Kredit für eine notwendige Sanierung dazustehen. Natürlich stehen "die Griechen" auch für den Verlust unserer Anteile am Inhalt der Staatskassen (Beihilfen) da, die ab 2012 bereits 130.000.000.000 € ausmachen sollen. Die absolute Krönung des Coups wird aber die Erhöhung (intern: Entnahme) von über einer Billion € für den Euro-Zone Emergency Fund (EFSF) sein. Gelder, die nach und nach ganz einfach verschwinden werden.
Wissen Sie wie hoch das Eigenkapital Ihrer Bank oder Versicherung ist ? Dann können Sie sich in etwa schon ausmalen, was die anstehenden Rekapitalisierungen von 4 - auf 9 Prozent bei allen Geldinstituten der EU- Staaten ausmachen könnte. Nach Einschätzung der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA) wird dies eine Erhöhung des Eigenkapitals aller Institute um insgesamt ca. 106.400.000.000 € nach sich ziehen, was "rein zufällig" auch dann noch fast genau die Summe ausmacht, die man jetzt den Griechen in einem "Akt der Barmherzigkeit" erlassen haben will. Doch wer wird so barmherzig sein und uneigenützig den Banken freiwillig und in diesen Zeiten noch zusätzliche Milliarden zur Verfügung zu stellen, wenn nicht die Verwandtschaft aus der Politik, die sich ja auch schon seit vielen Generationen unseres Geldes bedient ? Wir sind so dumm, wir machen das alles, wenn auch unfreiwillig, denn wir haben keine Wahl.
Die Banken selbst haben sich noch nicht dazu geäussert, wie sie nun an das zusätzliche Eigenkapital kommen wollen. Dies machen aber derzeit die sog. Experten durch Verbreitung von Spekulationen in allen großen europäischen Medien. "Man wird wohl neue Aktien ausgeben müssen" "Boni einfrieren" und anderer Quatsch wird da verbreitet. In deutschen Boulevardblättern suggeriert man gar ein Nutzen aus dem Schuldenschnitt, zumindest fürs eigene Volk. Da man aber generell wieder einmal von "den Deutschen" spricht die aus der griechischen Krise Vorteile ziehen werden, meinen sie natürlich nicht Sie oder Ihren Nachbarn, sondern nur sich selbst und ihre Familien. In dieser Beziehung sind sie ehrlich. Schon ihre Väter sprachen bei Kriegsschuldfragen immer von einer "Deutschen Alleinschuld", schade nur dass sich da immer auch Millionen anderer angesprochen fühlten und fühlen.
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Geschrieben von: Wlad Gureejew () am 31-10-2011 13:01