Houston - Mindestens 13 Soldaten sind auf der weltweit größten US-Militärbasis in Fort Hood (Texas) Opfer eines Amokläufers geworden, 29 weitere Personen wurden durch den Killer zum Teil schwer verletzt. Nach Angaben eines Armeesprechers, handelte es sich um einen einzigen Täter Namens Major Nidal Malik Hasan, der als Militärpsychiater auf der Basis arbeitete und in Kürze in den Irak versetzt werden sollte. Das Massaker ereignete sich in einem Gebäude, wo aus Anlass einer Feier zahlreiche Soldaten bereits ihre Plätze eingenommen hatten, als plötzlich der Offizier zwei Handfeuerwaffen hervorzog und um sich zu schießen begann. Seine Opfer konnten sich nicht wehren, denn sie waren unbewaffnet. In kürzester Zeit tötete Nidal so 11 seiner Kollegen, zwei weitere erlagen kurz darauf im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Er selbst soll sich auch unter den Verletzten befinden. Über das Motiv seiner Taten kann bisher nur spekuliert werden.
Der vor 39 Jahren in den USA geborene Nidal Malik Hasan war erst kürzlich von einem Armeehospital in Washington nach Fort Hood versetzt worden. Hier sollte er sich um die Psyche von Afghanistan- Rekruten und Heimkehrer kümmern. Doch stattdessen richtete er das schlimmste Blutbad an, was je in einer US Basis geschah. Wie es möglich sein konnte, dass der Attentäter mehr als 40 Menschen niederschoss, bevor Militärpolizei und zivile Polizisten reagierten, ist noch nicht bekannt. Nidal wurde erst spät von einer beherzten Polizistin durch Schüsse davon abgebracht, noch mehr Menschen zu töten. Wenige Stunden vor dem Amoklauf soll er gutgelaunt in einem Supermarkt gefilmt gefilmt worden sein.
Die Stimmung ist angeheizt in den USA, denn Medien hatten enthüllt, dass der Amokläufer ein praktizierender Muslim war, der sich auch schon mal als Palestinenser ausgab und auf seinem Internetblog Selbstmordattentäter verherrlicht haben soll. Nach Aussagen einiger seiner Verwandter, soll Nidal schon länger Probleme mit seiner Militärzugehörigkeit gehabt und alles versucht haben, seine geplante Verlegung gegen Jahresende in den Irak zu verhindern. US- Präsident Barack Obama verurteiltein einer kurzen Ansprache den Angriff und drückte sein Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer aus.
* Das Foto zeigt den Mörder nur Stunden vor dem Amoklauf lachend in einem Supermarkt.
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