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Polnische Priester sollen für Kernenergie predigen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Priester in PolenWarschau - Atomkraftwerke in Polen sind zwar noch Zukunftsmusik, doch komponiert wird bereits ab dem kommenden Februar, denn dann will die polnische Regierung damit beginnen, das Volk auf Atomstrom einzustimmen. "Weg von der Kohle und rein ins Atomzeitalter heisst das Motto". "Keine Angst vor der Kernergie" betitelt sich deshalb auch eine mehr als 100-seitige Informations- Broschüre, die schon in den nächsten Wochen in ersten fünftausend Exemplaren an jene Personen, Vereine und Organisationen gesendet werden sollen, von welchen der Erfolg der Entwicklung der Kernenergie in Polen in erster Linie abhängt. Politiker, Kommunen, Wissenschaftler, Lehrer an Primar-und Sekundarschulen und ..... Priester zählen zu den Empfängern dieser Broschüre. Sie sollen in Bildungseinrichtungen, bei politischen Veranstaltungen und sogar während Gottesdiensten des Volkes Meinung bilden helfen.

Priester sollen Atomkraftgegner zum Schweigen bringen


Umgerechnet 10 Millionen Euro lässt sich die Regierung in den nächsten vier Jahren die Werbung für die Kernkraft in Polen kosten. Schon Anfang Februar soll es mit der ersten größeren Aktion losgehen. Ausgerechnet Priester sind bei den Kalkulationen der Macher eines der wichtigen Glieder in der Kette von Informationen. Direkt von der Kanzel herab sollen die Geistlichen ihre Schäfchen von der Notwendigkeit der Atomkraftwerke in Polen überzeugen. Mit ungutem Gefühl erinnern sich die Befürworter der Kernenergie noch an eine Niederlage vor 20 Jahren, als man gegen die Gegner der Erstellung eines Atomkraftwerkes im pommerschen Zarnowiec bei einer Volksabstimmung verlor. Damals machten vor allen Dingen Franziskaner- Mönche und Nonnen mit Unweltschützern gemeinsame Sache, was dann alle Atom- Pläne Warschau erst einmal über den Haufen warf. Damit es keine Wiederholung von 1990 gibt, soll nun die übermächtige katholische Kirche Polens nun die Ordensbrüder- und Schwestern zum Schweigen bringen.

Bekannte Argumente der Befürworter


Aufgrund von Haushaltsprobleme hatte sich diese Werbekampagne etwas verzögert. Das Wirtschaftsministerium schnitt die Ausgaben für den Druck der Broschüren um mehr als die Hälfte. Allerdings soll jetzt auch per elektronischer Post verteilt werden. Hierzu hat man bereits eine Datenbank mit Personen und Organisationen die gegen die Kernkraft sind angelegt. Dazu gehören Umweltschützer und generell Atomkraftgegner. Die Macher der Informationsschrift selbst hoffen, dass ihr Werk eine wertvolle Waffe im Gespräch mit allen Gegnern der Kernenergie sein wird. So weist man z.B. alleine an sechs Stellen der Broschüre darauf hin, dass Passagiere eines Fluges von Warschau nach New York mehr bestrahlt werden, als wenn sie ein Jahr in der Nähe eines Kernkraftwerkes leben würden.

Die Zeit drängt


Teil der Kampagne sind auch eine Reihe von Treffen von Experten des Ministeriums für Wirtschaft und dem Institut für Atomenergie mit den Einwohnern der Gebiete, wo später Kernkraftwerke gebaut werden sollen. Die wahrscheinlichsten Standorte für die ersten beiden polnischen Kernkraftwerke befinden sich in den früheren deutschen Gemeinden Zarnowiec (Pommern) und Klempicz (Woiwodschaft Großpolen), 250 bzw. ca 120 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das meiste Geld während der Kampagne soll aber den Medien zukommen. Die Zeit drängt, denn schon im kommenden Herbst soll die entscheidene Sejm-Debatte über die Zukunft der Kernenergie in Polen stattfinden. Bei einer landesweiten Umfrage vor über einem Jahr, waren noch 47 Prozent der Polen für diese neue Energiequellen, 38 Prozent dagegen. Aber je näher man sich dem voraussichtlichem Baubeginn im Jahre 2014 nähert, desto stärker könnte der Gegner werden.

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Der Mißbrauch von Pristern

Geschrieben von: Rübezahl () am 04-01-2010 13:14

Der Mißbrauch von Pristern

Geschrieben von: Rübezahl am 04-01-2010 13:14

Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor; denn bereits 38/39 wurde in den polnischen katholischen Kirchen offiziell kleine Flugblätter verteilt, die weitreichende politische Themen behandelten. Damals stand darauf zu lesen, daß jeder mittellose Pole mit einem eigenen Bauernhof belohnt werde, sobald die Deutschen erst einmal alle vertrieben worden seien. Und heute will man den dortigen Gläubigen also weiß machen, daß der Bau von zahlreichen Atomkraftwerken zwischen Oder und Weichsel den Beschwernisse des polnischen Bauern und Arbeiters finanzielle Enstpannung sowie wirtschaftliche Erleichterung verschafft! 
 
Dabei wird es wieder so kommen wie 1939, und das Ausland diktiert den Polen eine Zukunft, welche kein vernünftig denkender Pole je gewünscht hat. Denn die Atomkraftwerke werden weder von Polen geplant noch finanziert. Sie werden auch nicht von Polen gebaut und betrieben. Ja, sie werden auch nie den Polen gehören, sondern sie dienen nur dazu, die aufstrebende polnische Wirtschaft in eine langfristige finanzielle Abhängigkeit zu verstricken. 
 
Warum baut man die Atomkraftwerke eigentlich nicht im katholischen Spanien? Dort steht die Wirtschaft doch kurz vor dem Zusammenbruch und sollte sich über eine derartige Bereicherung herzlich freuen. Nein, in der Regieanweisung für das mitteleuropäische Wirtschaftstheater steht ausdrücklich, daß diese Rolle der Atomkraftwerke nur mit Polen besetzt werden darf. Schließlich ist Polen darauf dressiert, jedes Stöckchen zu apportieren, welches von der Intrigeninsel und seinen Kapitalgebern geworfen wird. Was bereits 1939 klappte, das wird siebzig Jahre später um so besser funktionieren, denkt man an der Ostküste. 
 
Damals brauchte man Polen zur Zerschlagung des Deutschen Reiches und diesmal benutzt man Polen zur Schwächung des Russischen Nachbarn. Und damit die Pläne ohne Probleme umgesetzt werden können, wird die polnische Wirtschaft in eine totale Abhänigkeit der Drehbuchautoren gebracht. Die eigene Öl- und Kohleförderung wird geschleift, dem erfolgreichen bäuerlichen Familienbetrieb bewußt die Existenzgrundlage entzogen. Aber damit ist der Pole abhängig und praktisch genötigt, völlig überteuert im Ausland einzukaufen. Mit dem nachfolgenden Niedergang der Wirtschaft wird man die Leistung vieler Atomkraftwerke veringern und sie nur noch zur militärische Abschreckung gegen den Osten betreiben. Bezahlen muß diese große Theateraufführung natürlich wieder der arme Pole. Schließlich hat der darin bereits seit 1939 große Erfahrung. Außerdem ist er politisch dafür eingetreten. Die katholische Kirche wird es bezeugen. 
--

 

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Ist Strom aus Kernenergie nicht unkathol

Geschrieben von: Dietrich () am 04-01-2010 11:27

Ist Strom aus Kernenergie nicht unkathol

Geschrieben von: Dietrich am 04-01-2010 11:27

Wer die Erderwärmung begrenzen will, muß Atomkraftwerke abschalten, auch weil sie via Kühlwasser Flüsse und Umgebung aufheizen und selbst im sogenannten Normalbetrieb Radioaktivität emittieren (das heißt: abstrahlen).  
 
Die Atomwirtschaft ist eine Branche, bei der trotz Privatisierung in realsozialistischer Manier immer noch der Staat haftet, falls etwas schief geht. Sie steht völlig ungerechtfertigt im Ruf, billigen Strom zu produzieren. Die externen Kostenfaktoren bei der Erzeugung von Kernkraftstrom hat, unter Helmut Kohl, das damalige Bundeswirtschaftsministerium 1992 durch die renommierte Baseler PROGNOS AG berechnen lassen. Diese Studie der PROGNOS AG trägt den Titel: "Identifizierung und Internalisierung der externen Kosten der Energieversorgung." Aus ihr geht hervor, daß bei Berücksichtigung der externen Gesamtkosten der wirkliche für die deutsche Volkswirtschaft entstehende Preis einer Kilowattstunde Kernkraftstrom schon damals circa 4 DM betragen hat. Das wären heute circa 2 €. Die günstigen Produktionskosten für Ökostrom betragen bei Windkraftstrom 0,06 Euro pro Kilowattstunde. Der Höchstpreis für solaren Ökostrom beträgt inklusive 19 % Mehrwertsteuer aktuell 0,68 Euro. Wenn aber der Kernkraftstrom mindestens doppelt so viel kostet wie die erneuerbaren Energien, warum, in Himmels Namen, sollen wir Europäer uns dann diese ganze entsetzliche Umweltproblematik (Tschernobyl!) der Kernenergie weiterhin "ans Bein binden"?!  
 
Quelle: 
http://www.fair-news.de/news/- -/42275.html

 

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