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Antisemitische Konferenz in Kiew PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Osteuropa Schlagzeilen




Urainische Kinder zur AdoptionKiew - Schwere Geschütze setzte der ukrainische Philosoph und Schriftsteller Professor Vyacheslav Gudin erst vor 5 Tagen gegen Israel ein, als er bei einer von ihm organisierten Konferenz in Kiew vor etwa 300 Teilnehmern behauptete, dass israelische- und amerikanische Juden ukrainische Kinder nach Israel verschleppen, um sie als Ersatzteillager für Organe zu nutzen. 25 000 ukrainische Kinder sollen angeblich auf diese Art und Weise in den letzten zwei Jahren zu Tode gekommen sein, nachdem man sie unter dem Vorwande der Adoption ausser Landes geschafft habe. Heute kamen hierzu die ersten Reaktionen aus Israel. Die Tageszeitung "Haaretz" spricht von einer antsemitischen Hetzkampagne in Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im Januar in der Ukraine, wo der Kandidat Sergej Ratuszniak sich eine bessere Position auf Kosten Israels verschaffen wolle, 26 Abgeordnete schrieben einen Protestbrief in dem sie vor "einer neuen Welle des Antisemitismus in der Ukraine warnten."

Gewaltige Empörung in Israel


Als Antwort auf das Schreiben der Parlamentarier versammelten sich am Abend vor der israelischen Botschaft in Kiew Ratuszniak- Anhänger und sangen lautstark: "Die Ukraine ist nicht der Gazastreifen", um hiermit an eine Berichterstattung der schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet" zu erinnern, indem Redakteure dieses Blattes früher behauptet hatten, dass israelische Soldaten in den palästinensischen Gebieten Zivilisten erschossen haben, um sie dann in Kliniken zu bringen, wo ihnen Organe entfernt worden sein sollen. Obwohl ukrainische Medien nicht einmal Notiz von der antijüdischen Konferenz in Kiew genommen hatten und nur in einigen Blogs hierüber berichtet wurde, haben die kontroversen Argumente des ukrainischen Professor eine gewaltige Empörung in Israel hervorgerufen.

"Juden haben Deutschland übernommen"

Vyacheslav Gudin wirft "den Juden" Völkermord an den Ukrainern vor. "Wir haben 15 dieser angeblich adoptierten Kinder durch Beauftragte in Israel suchen lassen. Die Ergebnisse ihrer Recherchen sind erschreckend, denn man hat sie offenbar in israelische medizinische Zentren verschleppt, wo sie als Ersatzteilspender auf ihren Tod warten mussten. Es ist wichtig dass nun alle Ukrainer erfahren, dass in Israel ein Massenmord an Kindern stattfindet, unseren Kindern" - sagte Gudin während der Konferenz. Andere Teilnehmer des Treffens behaupteten auch, dass die Juden für die Millionen Opfer der Hungersnot der 30er Jahre in der Ukraine und der jetzigen Situation des Landes verantwortlich seien. Präsidentschafts- Kandidat Ratuszniak liess während seine Wahl- Kampagne gar "durchblicken", dass die Juden sich über einen angeblichen Holocaust Deutschland zum Eigentum gemacht haben und warnte davor, dass der Ukraine das gleiche passieren könne.

Antisemitismus im Wahlkampf


"Was ? 25 Tausend Kinder ? So viele Kinder sind nicht nach Israel ausgewandert. Die Erlangung eines Visums ist sehr schwierig. Auch viele meiner Freunde hatte Probleme damit" - sagte der Führer der ukrainischen Juden Yosyp Ziselc" und erklärte, dass Juden, Israel und der Antisemitismus zu wichtigen Themen im Präsidentschaftswahlkampf der Ukraine entwickelt haben. "Man macht antisemtische Äusserungen um andere Kandidaten zu verurteilen, aber nur einer ist Jude und keiner weiss wer. "Das politische System der Ukraine ist eine Parodie auf die wahre Demokratie" - sagte zu den Anschuldigungen an die Adresse Israel Russlands Oberrabbiner Berel Lazar.

"Kinder in Algerien geraubt"

Die in arabischer Sprache erscheinende algerische Tageszeitung al-Khabar meldete im September, dass Interpol die Existenz einer "jüdischen Bande" bestätigte, die sich der Entführung von Kindern aus Algerien und den Handel mit ihren Organen widmen soll. Demnach seien zu ihrer Unterstützung Marokkaner und Algerier dabei in algerischen Städten jagd auf Kinder zu machen, die dann über die Grenze in das benachbarte Marokko verschleppt würden. In Oujda, der wichtigsten Stadt in Ost- Marokko, würden die Kinder dann zum Zwecke der Organ-Ernte in Israel und den Vereinigten Staaten an die Auftraggeber, israelische und amerikanische Juden, überlassen. Der Artikel in der Zeitung al-Khabar basiert auf Aussagen eines Mustafa Khayatti, Leiter des algerischen Nationalen Komitees für die Entwicklung der medizinischen Forschung. Er behauptet, dass die Entführung von Kindern in Algerien zu Verhaftungen in New York und New Jersey Ende Juli diesen Jahres geführt haben, bei denen mehrere jüdische Männer angeklagt wurden, illegalen Organhandel und politische Korruption betrieben zu haben.

Schwedische "Aftonbladet" als Beweis herangezogen

Der Artikel in der algerischen Zeitung al-Khabar passt nach Meinung der Teilnehmer der Antisemitenkonferenz in Kiew genau zu dem im vergangenen Monat in "Aftonbladet" veröffentlichten Bericht zur Entführung und Tötung von jungen Palestinensern durch israelische Soldaten, um an ihre Organe zu kommen.

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Alles nur Lügen??

Kommentar von: Hergen Matussik () Publiziert am 04-12-2009 13:13

Alles nur Lügen??

Kommentar von: Hergen Matussik Publiziert am 04-12-2009 13:13

Alles Lügen? Alles nur antisemitisch? Wohl kaum! Die Totschlagskeule Antisemitismus eigentlich das Gegenstück zu Semitismus (Was soll daß sein?) funktioniert nicht mehr so richtig!  
Man könnte mich einen „Kuppler“ nennen, sagte Izhak Levi Rosenbaum aus Brooklyn in einem heimlich aufgezeichneten Gespräch mit einem FBI-Agenten, den er für einen Kunden hielt. Zehn Tage später, Ende Juli diesen Jahres, wurde Rosenbaum verhaftet und ein ausgedehntes und verästeltes Netzwerk von Geldwäscheunternehmungen und illegalem Organhandel aufgedeckt.  
Das von Rosenbaum organisierte „Spiel“ hatte wenig Romantisches an sich. Es ging ausschließlich darum, Nieren aus Israel auf dem Schwarzmarkt zu kaufen und zu verkaufen. Rosenbaum gibt an, daß er die Nieren für $10.000 Dollar von armen Leuten kauft. Auf die Frage, wieviele Organe er verkauft habe, antwortet Rosenbaum: „Ziemlich viele.“ Und er brüstet sich: „Ich habe stets geliefert.“ verzweifelte Patienten in den Staaten für $160.000 Dollar verkauft. 
______________________________ ________ 
 
Über den Autor des Kommentares 
Hergen Matussik ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser übersetzte Kommentar kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer als auch die Quelle genannt werden.  
URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp? reference=8543&lg=de

 

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03. Dezember 2009 23:22
 

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