Auch 30 Stunden nach dem letzten Lebenszeichen aus einem Airbus A-330 auf dem Wege von Brasilien nach Frankreich gibt es keinerlei Hinweise auf das Schicksal des Flugzeuges und seinen 228 Insassen. Lediglich die Besatzung eines brasilianischen Passagierflugzeuges der TAM meldete, dass man in der Nacht zum Montag orangefarbene Punkte auf dem Atlantik gesehen habe, kurz nachdem man vom brasilianischen in den senegalesischen Luftraum gelangt sei, dies könnten brennende Trümmerteile der Air France Maschine gewesen sein. Von beiden Seiten des Atlantiks laufen ununterbrochen koordinierte Suchaktionen, an denen Flugzeuge und Schiffe aus Brasilien, Frankreich und Spanien beteiligt sind. Als wahrscheinliche Absturzursache des A-330 wird ein Blitzeinschlag genannt, doch noch niemals in der Geschichte der Luftfahrt ist ein Passagierjet aus diesem Grunde abgestürzt. Die Luftfahrt steht vor einem Rätsel, dessen Lösung man weiterhin im Golf von Guinea sucht.
Die AF-447 war um 0.30 Uhr (MESZ) am Montag Morgen in Rio de Janeiro Richtung Paris gestartet. Dreieinhalb Stunden später gab es ein letztes Signal aus dem Flugzeug, was von der brasilianischen Flugkontrolle (Atlantic Area Control Center -Cindacta III) empfangen wurde. Der Pilot meldete verschiedene Störungen im elektronischen System der Air France Maschine und sprach von einem Druckabfall. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von den 126 Männern, 82 Frauen, 7 Kindern, einem Baby und 12 Besatzungsmitgliedern, welche sich an Bord des Airbuses befanden. Das Flugzeug sollte um 11 Uhr morgens (MEZ) planmäßig auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle landen, doch dort kam es niemals an. Hier beten seit Montag Angehörige und Freunde der vermissten Passagiere der AF-447, dass das Flugzeug "nur" entführt wurde und ihre Lieben noch leben, doch die Chancen hierzu stehen nahezu bei null. Auch der spekulierte Blitzeinschlag scheint eine sehr unwahrscheinlich Spekulation zu sein.
In Brasilien neigen Medien sogar dazu das Treffen eines Meteoriten auf das Flugzeug in die Spekulationen um das mysteriöse Verschwinden des A-330 einzubeziehen. In diversen Internet-Flugforen schliesst man derweil a la Sciene Fiction den Angriff oder Zusammenstoss mit einem UFO nicht aus. Doch die wahrscheinlichste Absturzursache könnten gewaltige Turbolenzen gewesen sein, deren Ausmaße man bisher noch nicht kannte, da der weltweite Klimawandel immer schlimmere Katastrophen und Wetter mit sich bringt. Die Luftturbolenzen über dem Atlantik zwischen dem afrikanischen- und dem südamerikanischen Festland sind immer schon sehr heftig gewesen. Man hat als Passagier eines Flugzeuges dort nicht selten das Gefühl, dass die Maschine jeden Augenblick auseinanderbricht, oder in der Tiefe verschwindet. Normalerweise sind solche Turbolenzen allerdings kein Problem für ein hochmodernes Passagierflugzeug, aber wer weiss schon was sich dort in 11 000 Metern Höhe über dem Ozean wettermäßig tatsächlich abgespielt hat.
Die neuesten Angaben aus Paris über die Nationalitäten der Passagiere des Airbuses AF-447 lesen sich wie folgt: 61 Franzosen, 58 Brasilianer, 26 Deutsche, neun Italiener, sechs Schweizer, fünf Libanesen, vier Ungarn, drei Slowaken, drei Norweger, drei Iren, zwei Amerikaner, zwei Spanier, zwei Marokkaner und zwei Polen. Darüberhinaus gab es auch einzelne Personen aus den folgenden Länder in der Unglücksmaschine: Südafrika, Argentinien, Österreich, Belgien, Kanada, Kroatien, Dänemark, Island, Estland, Gambia, Niederlande, Philippinen, Rumänien, Russland, Schweden und der Türkei. Bisher konnte sich noch keine Behörde für die Offenlegung der Liste mit den Namen der Passagiere entscheiden. Bis gestern gab es Ungereimtheiten mit den verschiedenen Nationalitäten, da mehr als ein Dutzend der Insassen des Flugzeuges eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen.
UPDATE:
Nach Angaben der Luftwaffenbasis in Brasilia wurden rund 650 Kilometer nordöstlich der Insel Fernando de Noronha Teile eines Flugzeuges geortet. Dazu gehören auch Öl- und Kerosin-Spuren. Das Meer soll in dieser gegend bis zu 9000 Meter tief sein, was eine Bergung von Flugschreibern äusserts schwierig gestalten dürfte. Hierzu sollen allerdings umgehend Spezialschiffe auslaufen, welche in den nächsten Tagen an der vermeintlichen Absturzstelle eintreffen könnten.
UPDATE:
Es vermehren sich die Hinweise, dass das Wrack des vermissten Airbuses A-330 in der schon genannten Gegend abgestürzt sein soll, in der am frühen Morgen Trümmerteile durch Flugzeuge geortet worden waren. Es sind mindestens 8 Schiffe auf dem Wege in dieses Gebiet, hierunter auch ein französisches Schiff, welches ein Mini- U-Boot an Bord haben soll, was in bis zu 6000 Metern Tiefe arbeiten kann. Der Antlantik ist an jener Stelle etwa 4000 Meter tief. Es gibt immer noch keine 100% tige Gewissheit über die Zusammensetzung der Nationalitäten die in der vermissten Air France Maschine waren.
UPDATE:
Nun ist es gewiss, die bereits von Flugzeugen im Atlantik gesichteten Wrackteile stammen nach Angaben des brasilianischen Verteidigungsministers Nelson Jobim "ohne Zweifel" vom Air France-Airbus 447. Damit ist der Absturz dieses Flugzeuges offiziell und mit diesem wohl auch der Tod von 228 Insassen der A-330. Über die Absturzursache wird weiter spekuliert. Die vollständige Passagierliste des Unglücksfluges soll in den nächsten Stunden auch den Medien zugänglich gemacht werden.
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