
Swinemünde - Nicht nur die Sonne sondern selbst Wind und Regen treiben Einheimische und Touristen an polnische Strände. Unter ihnen auch unzählige Deutsche die der polnischen Gastfreundlichkeit, der Natur und vor allen Dingen aber auch den Preisen im Nachbarland verfallen sind. Für die Männer und Frauen der Rettungswacht an den Küsten Polens spielt es keine Rolle ob da im Wasser ein Kind aus Russland, ein Mann aus Schweden oder eine Omi aus Deutschland schwimmt. Sie sind für die Sicherheit aller Badenden mitverantwortlich und beobachten so vor allen Dingen emsig diejenigen Köpfe welche sich schwimmend immer weiter vom Strand entfernen. Dies tat am Freitag wie gewöhnlich auch ein Rettungsschwimmer im polnischen Ostseebad Swinemünde (Swinoujscie), wobei seine Aufmerksamkeit in erste Linie eine ältere Frau gelenkt wurde, die etwas unsicher schien. Die Frau konnte zwar an der Stelle wo sie sich befand noch stehen, muss aber dann aus irgendeinem Grunde das Bewusstsein verloren haben. Sie schlug so weder mit ihren Armen um sich, noch schrie sie um Hilfe. Sie war plötzlich einfach verschwunden.
Der junge Mann auf dem Turm zögerte nicht eine Sekunde, lief ins Wasser und tauchte an der Stelle wo er die alte Frau zuletzt gesehen hatte. Seine ganze Aktion dauerte vielleicht nicht mehr als 20 Sekunden, doch dies ist eine lange Zeit für einen ohnmächtigen Menschen unter Wasser. Weitere Rettungsschwimmer halfen die Frau am Strand zu betten und begannen mit Versuchen der Reanimation. Nach einigen Minuten zeigte sich ein erster Erfolg. Sie öffnete kurz ihre Augen. Ein Atemgerät, ein Krankenwagen und schon kurz darauf lag sie in einer Klinik von Swinemünde. Schaulustige gaben den Rettungskräften unterdessen viel Applaus. Wie der diensthabende Arzt bereits bekanntgab, sei die Frau in einem sehr ernsten Zustand, aber nicht vom Tode bedroht. Nach seinen Angaben handelt es sich um eine deutsche Rentnerin.
Weniger erfreulich hingegen sind Berichte von gleichen Tage aus einem anderen Ostseebad an der polnischen Küste. In Kolberg (Kolobrzeg) wurden am selben Tage zwei ältere deutsche Frauen unabhängig voneinander auf offener Straße ausgeraubt. Beide verloren je mehr als tausend Euro und auch ihre gesamten Personal- Dokumente. Solche Fälle gibt es leider häufig, das war auch schon vor vierzig Jahren im dann noch armen Spanien auch nicht anders. Die Opfer tragen und trugen aber meist selbst dazu bei es den Kriminellen so leicht wie möglich zu machen. Sie ignorierten Hotel- Safes, zogen alleine zu Banken und Geldautomaten los und benahmen sich auch ansonsten stets sehr auffällig.
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